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Aus ff 05 vom 02. Februar 2012

Oper für das Ohr

Bestechende Stimmen, homogenes Orchester: „Salome“ in der Inszenierung von Manfred Schweigkofler am Stadttheater in Bozen.

Salome“ von Richard Strauss beginnt mit einem zauberhaften Klarinettenmotiv, dessen träumerische Leichtigkeit lange nachwirkt. In Bozen jedoch beginnt der Abend mit eingespielten Klängen von kaum zu überbietender Banalität. Strauss wird dadurch nicht besser und schon gar nicht moderner. Wem das Meisterwerk nicht reicht, der soll selbst eine bessere Oper schreiben. In „Salome“ zeigt sich Strauss von seiner fortschrittlichsten Seite, das Werk ist wohltuend kurz (trotzdem zuweilen geschwätzig), vielschichtig und sinnlich betörend. In Bozen gelingt die musikalische Umsetzung nicht ganz. Haydn-Orchester und Orchestra Regionale dell’Emilia Romagna musizieren meist präzis, farbig, überraschend warm, wenngleich in den Fortissimi die Klangschönheit nicht...

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