Aus ff 07 vom 16. Februar 2012

Leserbriefe: Die sieben Todsünden

Wie die Krise die Menschen verändert

Erst kommt die Angst wie’s weitergeht,
wie er die Zukunft übersteht.
Werden er und die Kollegen
diese Krise überleben.
Schwermut ihn so beschleicht,
macht das Leben ihm nicht leicht.
Reicht das Geld noch zum Leben
wird’s genügend Arbeit geben?
Wie erhält er den Lebensstil
denn, nun kommt der NEID ins Spiel.
Der Nachbar hat das größre Haus
andre gehen öfters aus.
Da alle jetzt schon mehr haben,
wird er am Hungertuche nagen.
Nein! So nicht! Jetzt verschaff ich mir,
so versteigert er sich in die GIER
alles, alles ihr werdet sehn
auch ich kann über Leichen gehen.
Ohne Rücksicht wird gerafft,
gepfiffen auf Freund- und Nachbarschaft.
Früher war er hilfsbereit
jetzt macht sich EGOISMUS breit.
Teilen, was immer selbstverständlich war
sieht er plötzlich als Gefahr.
Soll jeder schauen wo er bleibt
vom GEIZ nun auch schon einverleibt
hetzt er nun ruhelos dahin
Zukunftsangst raubt ihm den Sinn.
Auch ZORN Besitz von ihm ergreift,
kaum klappt was nicht, er schimpft und keift.
EIFERSUCHT auf alles, jeden,
bestimmt von nun an sein Leben
und er wird, da erfolgsversessen
langsam, langsam vom HASS zerfressen.
Man sieht, so eine Krise kann,
einen einst liebenswerten Mann,
der friedlich, freundlich stets gewesen,
umkrempeln in seinem Wesen.
Frieda Kruselburger, Vahrn