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Aus ff 19 vom 10. Mai 2012

Versöhnliche Worte

Alle zwei Jahre wird Meran zum Gradmesser der deutschen Lyrik. Dieses Jahr gab es ­Kritiken ohne Verletzungsgefahr, fehlende ­Positionen und (k)einen Überraschungssieger.

Schmerzhafte Fouls, das muss man vorwegnehmen, wurden niemandem zugefügt, auch wenn ORF-Journalist Martin Sailer das zweitägige Wettlesen im Stile eines Fußball-Matches moderierte. Am vergangenen Wochenende, während Knickerbocker-Touristen und trachtentragende Chorsänger das Stadtbild dominierten, wurde im Pavillon des Fleurs einer der wichtigsten Preise der deutschen Dichtkunst vergeben: der alle zwei Jahre ausgetragene Lyrikpreis Meran, 1993 vom Dichter-Pfarrer Alfred Gruber ins Leben gerufen. Über 400 Autoren hatten sich mit je zehn unveröffentlichten Gedichten für die elfte Ausgabe des Poeten-Wettkampfes beworben (Voraussetzung ist ein nicht im Selbstverlag veröffentlichter Lyrik- oder Prosaband), 50 von ihnen hatten es durch die Selektion der Vorjury (Alma...

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