Aus ff 01 vom 31. December 2008
Südtirol gehört nicht den Schützen
Leitartikel in ff 46/08 über den Protest der Schützen gegen Siegesdenkmal und Mussolini-Fries
Die Symbiose zwischen Südtirolern und Italienern hat auch in der heutigen Zeit tiefe, schmerzliche Wunden in die Herzen der Südtiroler gebracht. Südtirol will einerseits ein liberales, freies und unabhängiges Land sein, andererseits möchte sich Südtirol international auf höchstem Niveau präsentieren.
Die Kundgebung in Bozen gegen die faschistischen Relikte war sicher phasenweise ein Erfolg für die Protestierenden, obwohl diese sicher mit diesen etwas undurchsichtigen Parolen nicht den größten Erfolg einheimsen werden. Es müssen und sollten der Dialog, das Gespräch und die Gemeinschaft gesucht werden, um diese lang anhaltenden politischen Differenzen zu lösen und auf den Punkt zu bringen.
Die faschistischen Denkmäler aus dieser für Südtirol schrecklichen Zeit sollten entfernt werden oder als Mahnwachen der Nachkömmlinge gewahrt werden. Natürlich sollte man dieses von Hass erfüllte Kapitel der Geschichte keineswegs in die Schublade kehren, anstatt zu protestieren sollte auf allen Seiten eine Chance zum gemeinsamen Neuanfang geschmiedet werden.
Michael „Muggi“ Reiterer, Mölten