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Aus ff 27 vom 02. Juli 2009

Eine Szene für Karl Prossliner

Gatterer-Preis: Ungewöhnliche Umstände – die Preisverleihung an Karl Prossliner.

Es wäre eine Szene für Karl Prossliner gewesen, für seine „Archive des Alltags“, in denen er die Südtiroler Gesellschaft offenlegt. Bei der Verleihung des Claus-Gatterer-Preises an den Meraner Dokumentarfilmer protestierte eine Gruppe von Demonstranten mit Maulkorb gegen das Projekt Ried am Kronplatz. Sextens Bürgermeister Fritz Egarter rief die Ordnungshüter zu Hilfe, diese wollten nicht fotografiert werden.
Karl Prossliner, 56 Jahre alt, arbeitet seit bald 25 Jahren als Filmemacher, als Erforscher des Alltags in der Provinz. „Man muss“, sagt er, „die Menschen dort abholen, wo sie sind.“

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