Aus ff 30 vom 29. Juli 2010

Leserbriefe: Die auf Worte baut

Sommergespräch in ff 29/10 mit Mary de Rachewiltz, der Tochter des Dichters Ezra Pound

Entgegen den beschönigenden Äußerungen im Interview mit ff war Pound ein Rassist, Profaschist und Antisemit, daneben freilich auch ein faszinierender Dichter, was die zeitlose Frage nach der Verführbarkeit von Intellektuellen aufwirft.
Ein Auszug aus seinen berüchtigten Radio Speeches dürfte genügen: “Is there a race left in England? ... No Sassoon is an Englishman, racially. No Rothschild is English ... In the year 1942 Anno Domini, there is only one start you can make. And that is a start toward being England. A refusal to be a province of Israel, or an outpost of Yankee-Judaea.“ ( zit. nach Leonard W. Doob: “Ezra Pound Speaking“. Radio Speeches of World War II., Westport, Conn., Greenwood Press 1978 - Radioansprache vom 15. März 1942).

Hannes Obermair, Bozen