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Aus ff 30 vom 29. Juli 2010

Kein Mensch mehr

Die Erinnerungen des Wehrmachtssoldaten Luis Raffeiner. Ein schonungsloser und ehrlicher Blick auf das, was Krieg ist.

Zurück in Maloarchangelsk  – nach dem Rückzug aus Moskau –  Winter hatte uns zum Stehen gebracht – feierten wir in einer russischen Hütte ein verspätetes Weihnachtsfest. Die russischen Bewohner der Hütte konnten daran nicht teilhaben, da sie Weihnachten erst im Januar feiern. Ros, der immer seine Ziehharmonika dabeihatte, spielte „Stille Nacht“, und eine Bescherung gab es auch. Sogar Weihnachtspost war für uns gekommen – als Geschenk hatte ich ein Stilettmesser und ein Feuerzeug erhalten. Wir verbrachten eine erheiternde Stunde, als es hieß: „Auf, auf, die Russen kommen!“ Die Wirklichkeit hatte uns eingeholt. Wir mussten erneut zum Einsatz, es galt...

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