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Aus ff 30 vom 29. Juli 2010
Land der Namen
Eine Woche führten die Regierung in Rom und die Südtiroler Landesregierung Krieg mit Worten. Es ging um einsprachige Schilder und darum, aus Namen politisches Kapital zu schlagen.
Ist mir wurscht“, hat Landeshauptmann Luis Durnwalder gesagt. Und gemeint, sagt er wenigstens. „Me ne frego“, heißt es auf Italienisch, wörtlich übersetzt. Und dennoch klingt es nicht so niedlich wie auf Deutsch. Es klingt mehr nach: „Ihr könnt mich“ oder „Rutscht mir doch den Buckel runter“. „Me ne frego“ sangen auch die faschistischen Schlägertrupps in den 1920er Jahren. Was der Landeshauptmann natürlich nicht wusste, als er meinte, dass ihm die Abmahnung von Regionenminister Raffaele Fitto „wurscht“ sei. Im Umgang mit Sprache ist Vorsicht geboten, besonders in Südtirol. Sprache ist eine politische Angelegenheit, Zweisprachigkeit (auf öffentlichem Terrain gesetzlich geboten)...
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