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Aus ff 35 vom 02. September 2010
Tribühne: Phantasmen der Erinnerung
Kultur: Die Kulturtage Lana versuchen eine Brücke zwischen Wissenschaft und Literatur zu schlagen.
Ich suche mit meiner Sprache und meiner Text-Machart nach Ausdrucksmöglichkeiten, das in den sozialen und mentalen Wirklichkeiten bestehende Unrecht zu benennen, zuzuspitzen und zu verneinen!“, heißt es in dem Essay „Die wilde und die gezähmte“. „Diese Verneinung aber hat im Kopf des Lesers stattzufinden, nicht auf dem Papier.“ Die Sätze (nachzulesen im Essay-Band „Land und Beute“; Hanser, 2008) stammen aus einem Vortrag des Schriftstellers Reinhard Jirgl, dem diesjährigen Träger des bedeutendsten deutschen Literaturpreises, des Georg-Büchner-Preises. Der ostdeutsche Schriftsteller las mit Barbara Honigmann, Josef Winkler und Joseph Zoderer bei der diesjährigen Kulturtagen Lana. Seine Lesung war zweifellos einer der Höhepunkte...
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