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Aus ff 36 vom 09. September 2010

Treffpunkt Architektur

Die Architekturbiennale von Venedig präsentiert sich erfrischender und bescheidener denn je. Die Überraschung: Im Zentrum stehen gar manche Arbeiten von Südtirolern.

Smilyan Radic und Marcela Correa haben einen mächtigen Granitstein-Findling genommen, ihn ausgehöhlt und ihn mit wohlriechendem Zedernholz ausgekleidet. Durch das Loch am oberen Ende des Kolosses ragt, wie ein Apfelstängel, ein Holzbalken. Die Installation „The Boy hidden in a Fish“ der chilenischen Künstler steht erratisch in der Eingangshalle des Arsenale. Wer will, kann sich in das „Kernhaus“ zwängen, sich verkriechen oder auch nur testen, wie es sich anfühlt, eingeengt zu sein, verschüttet zu sein. Das Projekt, das sich am Maler-Fotograf David Hockney inspiriert, war man unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben in Chile im Februar dieses Jahres angegangen. Die...

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