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Aus ff 35 vom 02. September 2010

Dr. Sackgasse

Seit einem Jahr vergibt das Land Ausbildungsstellen für angehende Fachärzte. Noch weist das Modell große Mängel auf. Jungärzte sprechen von „mangelnder Wertschätzung“ und fordern mehr Qualität.

Verena Plattner wollte eine neue Perspektive. Ihr Medizinstudium hatte sie 2004 abgeschlossen. Sie freute sich auf eine Ausbildungsstelle in Österreich – doch es gab keine. Sie blieb, erhielt nach langem Warten eine Assistenzstelle, musste aber alle sechs Monate auf eine Vertragsverlängerun hoffen. Das Gehalt passte, sie machte entsprechend viele Nacht- und Wochenenddienste. Dann wurde sie schwanger. Brixen, an einem verregneten Augusttag. Es ist kurz nach sechs und die junge Ärztin erzählt ihre Odyssee im medizinischen Ausbildungsdschungel Südtirols. Als erstmals die vom Land bezahlten Ausbildungsstellen ausgeschrieben wurden, suchte sie dafür an. Sie bekam eine Stelle. Ihr kleiner Sohn war da...

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Hol’s der Wolf!

Nach den Bären hat nun auch der Wolf das Ultental erreicht. Und fühlt sich sichtlich wohl. Zur Freude der Tierfreunde, zum Ärger der Bauern, Schaf- und Ziegenzüchter. Die Ultner Volksseele kocht.

Er heißt „M24“, sieht von Weitem aus wie ein Schäferhund und ist wahrscheinlich ein Schweizer. „M24“ ist ein Wolf.  Was da nach dem Kürzel des britischem Secret Service klingt, ist der Code eines bereits 2009 in der Schweiz genetisch identifizierten Wolfs. Spätestens seit Frühjahr dieses Jahres scheint dieser vom Ultental angetan zu sein. „M24“ bewegt sich dort alles andere als in geheimer Mission. Nahezu allerorts im hinteren Ultental hinterlässt das Raubtier seine blutigen Spuren. Das Dilemma: Neben einzelnen Wildtieren steht für „M24“ aus einfachen jagdtechnischen Gründen vor allem auch das Weidevieh auf dem Speiseplan. Der Wolf hat bereits...

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Beschluss Nr. 002

Das Pro und Kontra Erschließung Antersasc wird heftiger. Umweltschützer und Bauern machen mobil. Der Landesrat hofft auf „einen Kompromiss, auch wenn...“

Es wird in einem Blutbad enden.  Wenn dieses paranoide Entwicklungsmodell zusammengebrochen sein wird, wenn die Stadtbevölkerung erkennt, dass man Zement nicht essen und Erdöl nicht trinken kann, werden Tausende aufs Land ziehen – wo sie mit Sensen und Mistgabeln von jenen abgewehrt werden, die längst schon kapiert haben, dass...“ Der Mann heißt Gianni Salis, wohnt in La Spezia und ist auf Facebook als India­nerhäuptling abgebildet. Wie 1.200 andere kämpft auch er gegen die Erschließung von Antersasc. Gianni Salis’ virtuelle Wortmeldung lässt kein Blutbad befürchten, zeigt aber, welch kunterbunte Gemeinschaft diese umstrittene Forststraße auf den Plan gerufen hat: von den...

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Einen Happen „al volo“

„Hosteria“, Sarche-Calavino (TN)
Ristorantino zwischen den Seen in der Cantina di Toblino

In den Zeiten der Popkultur haben wir uns längst damit abgefunden, dass auch ein Haus – soll es nicht übersehen werden – unser Herz rühren soll wie ein Solo von Hansi Hinterseer, oder dass es schreien muss wie ein geschnürter Kastelruther Spatz. Bringen uns nicht gewisse Kellerei-Um- und –Zubauten hierzulande so zum Weinen wie Nock­alm-Quintett-Lieder: „Ich Dich auch“ oder: „Der Mann nach mir“? Bis vor drei Jahren hat die Cantina di Toblino, ein schmuckloser Funktionsbau aus den 60er Jahren, nie laut „Hier!“ geschrien. Aber dann hat man vorne zur Straße hin Ernst gemacht mit einem schwungvollen Vorbau, der an...

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