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Aus ff 01 vom 31. Dezember 2008
A Schwolve a fraia
Die neue CD der zweitbekanntesten Südtiroler Musikgruppe. Auf „Laasn“ gehen die „Titlá“ entspannt mit der Tradition um. Und machen Volksmusik, die sich hören lässt.
Der Herman schreibt sich nur mit einem „r“ und mit einem „n“. Ein Kerl ist er wohl, ziemlich markant, aber ein Herr ist er nicht. Der Herman heißt es, läuft immer mit nackten Armen durch Bruneck, beim Gespräch zeigt er seine Muckis, von April bis Oktober geht er barfuß.
Der Herman ist ein Typ, aber er mag es nicht, wenn es politisch wird. Der Herman spielt auch beim Rorate in der Kirche. Herman Kühebacher ist der Sänger der „Titlá“, er ist auch für den Dudelsack und die Flöte zuständig.
Alle Mitglieder der „Titlá“ sind Typen: Herman Kühebacher,...
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Scheinwerfer: Theater des Schreckens
Theater: Stephen Kings „Misery“ im Theater in der Altstadt. Gruseleffekt garantiert.
(aa) Schwer verletzt erwacht Bestsellerautor Paul Sheldon (Günther Götsch) im Haus von Anni Wilkes (Patrizia Pfeifer), die ihn aus seinem verunglückten Wagen gezogen hatte. Die ehemalige Krankenschwester ist eine glühende Verehrerin seiner „Misery“-Romane. Doch bald schon verwandelt sie sich in eine fanatische Bestie. Als sie sein neues Buch liest, ist sie schockiert. Wie konnte er Misery am Ende sterben lassen? Sie zwingt ihn, Misery in einem neuen Buch wieder aufleben zu lassen. Paul schreibt um zu leben – im wahrsten Sinne des Wortes. Regisseur Christian Mair macht deutlich, welche Tragik hinter der scheinbar komischen Figur der Anni steckt. Einsam...
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Cd der Woche: Fleet Foxes
Fleet Foxes
Ist es möglich, dass eine Band den Folkpop neu einsingen kann? Dass man einer ausgelaugten Tradition mit neuen Harmonien und mehrstimmigem Gesang beikommt? Die „Fleet Foxes“ aus Seattle bündeln die folkloristischen Traditionen der Welt zu elf Songs. Einmal als Gospel, dann mit gezupfter Gitarre, zartem Piano oder aufmüpfiger E-Gitarre. „Fleet Foxes“ sind tatsächlich eine neue Band. Barock, minimalistisch und ganz persönlich. Für die Wiederholtaste. (gm)
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Scheinwerfer: Museumsland
Zeitschrift: Die „Kulturberichte“ wollen einen Überblick über Museen in Nord- und Südtirol geben.
(gm) Die „Kulturberichte aus Nord- und Südtirol“ sind ein Propagandainstrument der jeweiligen Landesregierung. Kultur wird aufgelistet, wenn nicht gar schön geschrieben – in der neuesten Ausgabe auf gut 200 Seiten. Es geht um „Museen in Nord -und Südtirol“ – Basisinformationen, vermischt mit Grundsätzlichem und Theoretischem (Bestelladresse: sylvia.hofer@provinz.bz.it). Es wäre ein gültiger Überblick über eine vielfältige Museumslandschaft, wenn man nicht: Alle Museen unterschiedslos gleich behandelt hätte, die Texte zu den Museen nicht aus der Presseabteilung kämen und man nicht die Debatte um den gekreuzigten Frosch im Museion weitgehend ignoriert hätte.
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Scheinwerfer: Der Löwe, der tanzt
Film: „Madagascar 2“ bemüht sich um gute Gags. Und ermüdet bald.
(gm) Der Löwe Alex hat Afrika das letzte Mal als Kind gesehen, jetzt kehrt er per Flugzeug zu seinen lieben Eltern zurück, in freiem Fall. Freilich, Alex, vermag mehr durch seine Tanz- als durch seine Kampfkunst zu beeindrucken. Begleitet wird er vom üppigen Nilpferd Gloria und dem Nilpferd Melman, das einen Hals hat so hoch wie ein Wolkenkratzer.
Wird sind wieder in „Madagascar“, jetzt zum zweiten Mal. Der Animationsfilm (bis 11. Jänner 2009 im „Captitol“) bemüht sich um einen lässigen Sound („I like to move it, move it“), Gags, Gags, Gags, ein paar Frivolitäten, schmalzige Liebegeschichten und augenzwinkernde Heldenstorys,...
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Tribüne: Die Freiheit der Rhythmen
Ausstellung: Das „Mart“ in Rovereto bebildert den Jazz. Eine große Show, die nicht wirklich die Faszination dieser Musikgattung erklären kann.
Im Jazz hat alles Platz, die Anbiederung durch Kitsch ebenso wie die Rebellion in freien Rhythmen. Der Jazz ist neben den laufenden Bildern die Kunst des 20. Jahrhunderts. Im Schatten des Pop, doch mehr der Avantgarde zugeneigt, sich heute wieder auf die Tradition besinnend. Das „Museum für Moderne Kunst“ in Rovereto zeigt den Jazz in allen seinen Farben und Spielarten und vor allem in seiner Beziehung zur bildenden Kunst (bis 15.2.2009, Di-So, 10-18, Fr, 10-21 Uhr, Corso Bettini 43).
Es war eine fruchtbare Beziehung zwischen Jazz und Kunst, doch seltsam, selbst die größten Künstler wie Andy Warhol, Pablo Picasso,...