Hinweis
Lesen Sie alle Artikel online ohne Einschränkung. Jetzt Abo bestellen.
Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Aus ff 05 vom 02. Februar 2012
Oper für das Ohr
Bestechende Stimmen, homogenes Orchester: „Salome“ in der Inszenierung von Manfred Schweigkofler am Stadttheater in Bozen.
Salome“ von Richard Strauss beginnt mit einem zauberhaften Klarinettenmotiv, dessen träumerische Leichtigkeit lange nachwirkt. In Bozen jedoch beginnt der Abend mit eingespielten Klängen von kaum zu überbietender Banalität. Strauss wird dadurch nicht besser und schon gar nicht moderner. Wem das Meisterwerk nicht reicht, der soll selbst eine bessere Oper schreiben. In „Salome“ zeigt sich Strauss von seiner fortschrittlichsten Seite, das Werk ist wohltuend kurz (trotzdem zuweilen geschwätzig), vielschichtig und sinnlich betörend. In Bozen gelingt die musikalische Umsetzung nicht ganz. Haydn-Orchester und Orchestra Regionale dell’Emilia Romagna musizieren meist präzis, farbig, überraschend warm, wenngleich in den Fortissimi die Klangschönheit nicht...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Das Unsagbare sagen
Schreiben schafft Klarheit, sagt der Südtiroler Autor Sepp Mall. In diesen Tagen erscheint sein neuer Roman „Berliner Zimmer“. Von welchen Energien der Schriftsteller beim Schreiben angetrieben wird.
ff: Wissen Sie, warum Sie schreiben? Sepp Mall: Ja. Weil es eine Möglichkeit ist, mich auszudrücken. Weil es mein Beruf ist, mein Zweitberuf. Weil das Schreiben – und das Publizieren – es mir ermöglichen, Dinge zu erleben, die ich sonst nicht erleben kann – Begegnungen, Gespräche, Reisen. Weil mir die ästhetische Bewältigung eines Problems, einer Thematik wichtig ist. Und eine Art von Therapie ist es möglicherweise auch. Man kann beim Schreiben etwas erleben, aber was erleben Sie drinnen, im Kopf, im Herzen? Was ich beim Arbeiten erlebe, sind durchaus starke Emotionen – tiefe Ruhe, Verzweiflung, wenn etwas...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Premiere: Gegenwart lesen
Ausstellung: (gm) Rob Johannesmas Arbeiten stützen sich auf Gefundenes, er arbeitet mit Versatzstücken aus der Tagespresse, mit Bildern von Gewalt oder Bildern der klassischen Malerei. Für die „Galerie Museum“ in Bozen hat der holländische Künstler (40) aus seinem Archiv von Zeitungsausschnitten eine Arbeit geschaffen (Bild), die die Macht und Wirkung von Bildern zum Gegenstand hat. So macht er Gegenwart lesbar wie in der monumentalen Fotoarbeit „World-Wielding“, in der der Künstler einen Zeitungsausschnitt mit einem Skelett aus Srebrenica Stück für Stück abfotografiert, extrem vergößert und wieder zusammensetzt.
Bis 13. März, Di-Fr, 10-13, 15-19, Sa, 10-13 Uhr (Museumstr. 29).
Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Premiere: Leben, das erstickt
Film: (gm) Am Ende stehen sich Nader und Simin gegenüber, ohne sich anzuschauen, getrennt durch eine Scheibe. Offen bleibt, was danach kommt. „Nadir und Simin“ von Asghar Farhadi ist ein Film, der keine einfachen Antworten gibt, ja eigentlich nur unbequeme Fragen stellt. „Nader und Simin“ (Filmclub) ist unter erschwerten Bedingungen im Iran entstanden ist. Doch er erzählt nicht nur vom Iran, wenn er auch von einem Land erzählt, das zerrissen ist zwischen oben und unten, religiös und säkular, er erzählt von der Suche nach Wahrheit, von Lüge, Moral, den Wunden, die Sturheit schlägt und von Geschlechterrollen, die sich nicht...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Premiere: Die Lady, die spaltet
Film: (gm) „Zu viel Butter, Denis“, tadelt die alte Dame ihren Mann. Eben erst ist Margaret Thatcher von einem Einkauf zurückgekommen, entrüstet über den Preis für einen halben Liter Milch, niemand hat die frühere englische Premierminsterin erkannt. Wie geht man mit so einer Figur im Film um (zumal das Vorbild noch am Leben und dement ist), von wo aus erzählt man das Leben einer Frau, die wenig kümmerte, was andere dachten, die das Land tief spaltete, die einen Krieg um ein Eiland nördlich der Antarktis führte und seit ihrer Jugend konsequent den Weg nach oben suchte. „The Iron...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Premiere: Tipps zum Mistmachen
Sachbuch: (ct) Hätten Max und Moritz weiland eine Konfetti-Granate oder gar einen i-Furzer gehabt, sie hätten selbstverständlich damit Unfug getrieben. Fies sind die Streiche, die Sir John Hargrave, amerikanischer Comedian, in seinem schrägen Buch „Mist gebaut und abgehaut“ (Oetinger, 2011, 255 S., 13,90 Euro) versammelt, fies und kreativ. Hargraves riskante Scherze, warnt der Verlag, seien nur unter Berücksichtigung des Mistmacher-Ehrenkodexes anzuzetteln. Kein Techtelmechtel mit Gefahr und Übermut also, ein Regenwurm im Eiswürfel tut’s auch, um herzhaft fassungsloses Grinsen auf die Gesichter von Familie und Freunden zu zaubern.
Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Premiere: „Sterben ist eine Arbeit“
Film: (gm) Acht Minuten dauert die Szene, die „Halt auf freier Strecke“, den neuen Film von Andreas Dresen, eröffnet. Wir sehen einen Arzt, einen Mann (Milan Peschel) und eine Frau (Steffi Kühnert). Der Arzt redet, eine Stimme ist sachlich ruhig, so als würde er erklären, was eine Grippe ist. Einmal wird er von einem Anruf unterbrochen. Man hört den Arzt sprechen, der Mann und die Frau schweigen, der Arzt zeigt auf ein Röntgenbild, er sagt, sie haben einen Gehirntumor, Herr Lange, den wir nicht operieren können. Der Arzt ist echt in diesen Film, die Szene improvisiert, das gehört wesentlich...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Premiere: Rache ist das Motto
Deal der Woche: (gm) Früher, da beschafften sie Waffen, für jeden, der sie wollte, freilich, da kam schnell einer zu Schaden, da war noch das alte Regime in Südafrika an der Macht. Danach arrangierte man sich, jetzt beschützen Mace Bishop und Pylon Buso reiche Arschlöcher, die sich in den Kapstädter Schönheitskliniken das Gesicht erneuern lassen und dann auf Safari gehen. Jetzt haben sie Frau und Kind und ein Haus und treiben Sport, um nicht aus dem Leim zu gehen. Wenn da nur nicht die alten Kumpel, Geschäftspartner oder Geliebte wären, denen man noch einen Gefallen schuldig ist, die einem...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Extrawurst: Kulinarische Weltreisen
Restaurant „Kleine Flamme“, Sterzing.
Radikal ehrliche Küche am offenen Schau-Herd.
Ganz zutraulich wird ein Raubtier nie. Man kann es ein bisschen zähmen, sicher. Zum Pfoten geben oder zum Springen durch brennende Reifen abrichten. Und nach der Vorstellung geht es scheinbar gelassen in den Zirkuskäfig zurück. Bleibt aber ein wildes Tier, immer auf der Lauer, auf dem Sprung. Wie sollte man sich große Köche wohl anders vorstellen als gut dressierte Raubtiere? – Sie müssen in den härtesten Küchen der Welt lernen, dass Kochen auf Hackordnung aufgebaut ist und dass auch die beste „panna cotta“ eines Lehrlings nichts wert ist, wenn der erste Koch schlechte Laune hat. Und die Zähne fletscht,...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Porträt: „Ungeduld ist gut“
Walter Cristofoletti hat über Jahrzehnte die Salurner Gemeindepolitik geprägt und wäre um ein Haar SVP-Landesekretär geworden. Heute freut er sich, wenn ungeduldige junge Menschen sich engagieren.
Walter Cristofoletti empfängt im Wohnzimmer seiner Exfrau. Schon das wäre eine eigene Geschichte wert. „Wir haben uns Ende der Achtziger getrennt. Das hatte vor allem persönliche Gründe, aber auch die Politik hat wohl hineingespielt“, sagt er. Damals kandidierte er als Landessekretär der SVP. „Die Sache lief anfangs gut, Parteiobmann Silvius Magnago war auf meiner Seite. Aber irgendwann schwenkte der um und schlug Hartmann Gallmetzer vor. Man hat mir nahegelegt, nicht zur Wahl anzutreten. Ich habe es trotzdem getan und habe am Ergebnis gemerkt, dass viele auf meiner Seite waren.“ Der Grund, weshalb sich ein Teil der Partei nicht mit...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Leute: Giuseppe Sfondrini
Gestorben: Er war jahrzehntelang sozusagen der einzige Sozialist Südtirols, zumindest der einzige, der es landesweit zu Bekanntschaft gebracht hatte: Giuseppe Sfondrini war zuerst Gemeindeassessor in Bozen, dann Landesrat (bis 1993), dann wechselte er wieder in die Gemeinde. Geboren 1923 in der Nähe von Pavia, kam Sfondrini schon als kleiner Bub nach Bozen, wo seine Familie mehrere Kinos betrieb, darunter auch das legendäre „Corso“. Bevor es 1989 abgerissen wurde, war das Corso so etwas wie die kulturelle Drehscheibe der Italiener Bozens. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte Sfondrini an der Seite der Partisanen, wurde verhaftet – und als er 1945 nach...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Leute: Durchmarsch
Schauspielpreis: Die gebürtige Eppanerin Gerti Drassl wurde von der ORF-Hörspiel-Jury zur „Schauspielerin des Jahres 2011“ gewählt. Sie sei eine der „intensivsten, eigenwilligsten und kraftvollsten Stimmen, die das zeitgenössische Hörspiel kennt“, heißt es in der Begründung wörtlich. Drassl (Jahrgang 1978) wirke „wie ein scheues, waidwundes Tier. Man sieht, obwohl man im Radio bekanntlich gar nichts sieht, die weit geöffneten Augen, man fühlt den Schmerz, man leidet mit“, heißt es weiter. Für Drassl handelt es bereits um die zweite hohe Auszeichnung. 2003 hat sie bereits den Nestroy-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin Österreichs erhalten. Drassl ist Ensemblemitglied am Theater in der Josefsstadt.
Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Leute: Bier-Geschäfte
Südsterne: Ab und zu ein Bierchen mit Freunden – wer sagt da schon nein? Noch dazu, wenn sich Südtiroler im fernen Singapur treffen. So geschehen zwischen dem Vilpianer Ivan Haller, Geschäftsführer der zehn Restaurants der Senso-Holding, und dem Brixner und Südstern-Mitglied Zeno Kerschbaumer von der Volkswagen Group Singapore. Entstanden ist daraus ein Geschäft: Haller wollte für seine Restaurants auch Forst-Bier ausschenken, Kerschbaumer stellte den Kontakt zur Brauerei her. Mit Erfolg: Den Singapurern schmeckt das kühle Blonde.
Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Leute: Geschäftsführer
Junge Alpenregion: Der Salurner Stefan Franceschini ist neuer Geschäftsführer der „Jungen Alpenregion“, des Dachverbandes der Jugendorganisationen mehrerer konservativer Parteien, unter anderem der CDU, ÖVP, CVP und eben der SVP. Franceschini, internationaler Referent der Jungen Generation, wurde einstimmig gewählt. Er nannte die Junge Alpenregion „das wichtigste Netzwerk der deutschsprachigen christlich-konservativen Jugendorganisationen“, dessen Effektivität man ausbauen wolle. Das Wahlergebnis bestätige die Wertschätzung und das Ansehen, das die JG genieße. Neuer Präsident ist Marc Schwab aus Bern.
Stefan Franceschini hat in Bozen und München studiert und arbeitet als technischer Manager beim Fertigbadhersteller Sanika.
Kurzbio
Katharina Flöss, 24, aus Meran, studiert Ökonomie- und Sozialwissenschaften an der Freien Universität Bozen und arbeitet in Teilzeit als Lehrerin. Seit 3 Jahren beim Südtirol Jazzfestival und dem Mitteleuropäischen Jazzworkshop in Meran aktiv. Macht selbst leidenschaftlich gerne Musik und spielt Saxophon.
Fragebogen: Katharina Flöss
Die Saxophon spielende Studentin mag lauwarme Schokotörtchen und wäre gern ein Mathematikgenie.
Ihre erste Erinnerung? Im Kindergarten habe ich mir einen Finger verletzt, als ich in die Puppenstube wollte. Thema des letzten Tischgesprächs? Wie schön es doch ist, mal wieder abzuschalten. Wohin würden Sie morgen früh verreisen? Ins Warme, vorzugsweise weißer Strand und türkisblaues Meer. Das beste Buch, das Sie zuletzt gelesen haben? „Und was wirst du, wenn ich groß bin?“ von Sven Kemmler. Der letzte Rausch? Silvester. Ihr liebstes Kleidungsstück? Schuhe, die ich mir im letzten Jahr in Amsterdam gekauft habe. Feueralarm: Was retten Sie mit zwei Händen?...
mehr...