Hinweis
Lesen Sie alle Artikel online ohne Einschränkung. Jetzt Abo bestellen.
Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Aus ff 10 vom 11. März 2010
Im Leben und im Tod
Eine Begegnung mit Leben und Tod ist die Ausstellung „Noch mal leben“. Walter Schels hat Menschen kurz vor und kurz nach ihrem Tod fotografiert. Und konfrontiert uns damit mit unserer eigenen Vergänglichkeit.
Wer über Menschen schreiben will, die schwer krank sind, stellt zuerst einmal an sich selber Fragen: Wie begegne ich diesem Menschen, was darf ich fragen, ist es zulässig, in die Intimsphäre dieses Menschen einzudringen? Wer mit Menschen redet, die bald sterben werden, muss zuerst die Angst vor dem Tod überwinden, die Scheu, sich mit der eigenen Vergänglichkeit zu konfrontieren – in einer Gesellschaft, in der der Tod täglich präsent und gleichzeitig unsichtbar ist. Das individuelle Sterben ist an Krankenhäuser oder Altersheime delegiert. Der Tod hat keinen Platz im Leben. Walter Schels und Beate Lakotta haben in ihrer Reportage „Noch...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Die Kunst, Kunst zu verkaufen
In Bozen versucht die „KunStart“ zum siebten Mal, moderne und zeitgenössische Kunst zu verkaufen. Dabei zeigt man alles, was hereinkommt. Es ist eine Messe, die ihre Ansprüche (noch) nicht einlösen kann.
Die Kunst profitiert von den Möbeln, wer Möbel sucht, kann auch noch schnell bei der Kunst vorbeischauen. Die 7. Ausgabe der „KunStart“ in Bozen hat sich an die „Arredo“ angedockt. Und besuchermäßig zweifelsohne davon profitiert. Im Vorfeld der Kunstmesse verkündete man große Neuigkeiten, man wolle sich auf die junge Kunst konzentrieren, Geschäft und Nachwuchsförderung verbinden, Schwerpunkte und auf das Zeitgenössische setzen, neue Galerien anziehen – und wie schon im Vorjahr wurde von der Stiftung Sparkasse der „Glocal Rookie of the Year“, ein Preis für junge Künstler, vergeben. 50 Galerien aus elf Ländern meldeten sich, zwei Drittel davon neu...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Scheinwerfer: Das monotone Malen
90 Bilder umfasst der Zyklus, den Egon Moroder „Rusina“ in der Stadtgalerie in Brixen zeigt (bis 28.3., 10.30-12.30, 17-19 Uhr, Große Lauben 5). 90 Bilder, die ein einziges Bild formen und die mit den neuesten abstrakten Leinwänden in ein Gelb übergehen, das der Künstler aus Gröden immer gleich zu reproduzieren versucht. Ein Akt der Meditation, eine Übung in Geduld. „Gelb“, so sagt der Künstler, sei die neutrale Farbe, mit einem Holzstäbchen und einem alten Pinsel trägt er Schicht um Schicht auf. Früher hat Egon Moroder die Kunst laut in die Welt hinausgeschrien, heute sucht er die absolute Stille auf...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Scheinwerfer: Die Auswahl der Dichter
Literatur: Neun aus 390 – wer beim Lyrikpreis in Meran vorlesen darf.
(gm) Beim Lyrikpreis Meran wird zwei Mal gesiebt, von der Vorjury und von der Jury. Für die zehnte Ausgabe des Preises (7. und 8. Mai im Pavillon des Fleurs in Meran) standen 390 Dichter (251 aus Deutschland, 81 aus Österreich, 43 aus der Schweiz und drei aus Italien, vermutlich aus Südtirol) zur ersten Auswahl. Eine Auswahl davon legte die Vorjury der Jury vor. Aus dieser Auswahl hat nun die Jury (Ilma Rakusa, Christoph Buchwald, Ulla Hahn, Hans Jürgen Balmes, Wolfgang Wiesmüller) die neun Finalisten für die öffentliche Lesung ausgewählt. Dem Urteil der Jury stellen sich: Undine Materni, Carsten Zimmermann,...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Scheinwerfer: Frauennetz
Zeitschrift: Die „alpenrosen“ fragen Frauen aus und geben Tipps für die Netzwerkbildung.
(gm) Acht Frauen haben Susanne Barta, Nina Schröder, Renate Mumelter und Margit Oberhammer interviewt. Frauen ausfragen ist das Programm der „alpenrosen“, die einmal im Jahr erscheinen, heuer schon das dritte Mal.
Befragt wurden etwa die Kulturmacherin Waltraud Staudacher, die Goldschmiedin Federica Pallaver, die Filmemacherin Tizza Covi, die Designerin Ingrid Canins oder die Tourismusmanagerin Verena Winkler. Es sind Gespräche, die etwas erzählen, fern von der Eitelkeit, die oft Gespräche mit Männern prägen. Am praktischsten ist vielleicht dennoch der Beitrag von Lydia Ninz: „Netzwerken und Fußball spielen“.
Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Scheinwerfer: Kapitän der Seele
Film: „Invictus“ von Clint Eastwood zeigt den unbeirrbaren Willen zur Versöhnung.
(gm) Die Hauptfiguren in „Invictus“ sind Nelson Mandela (Morgan Freeman) und das Rugby, eine der weißesten Sportarten in Südafrika. Eastwood spannt Sport mit Politik zusammen, die patriotischen mit den sportlichen Leistungen, das „nation building“ mit dem Weg der südafrikanischen Rugby-Mannschaft zum WM-Titel. Nelson Mandela (Morgan Freeman ist ein perfektes Double) nutzt den Sport für sein nationales Versöhnungsprojekt – er, den auch 27 Jahre Gefängnis nicht gebeugt haben. Eastwood hat „Invictus“ auf ein Gefühl gebaut, die unbeirrbare Bereitschaft Mandelas zur Versöhnung, auch gegen den Willen seiner Anhänger. Er zeigt, wie Poesie zur Politik wird, nach Mandelas Leitgedicht von William Ernest...
mehr...Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
CD der Woche: Schall und Wahn
Tocotronic
Tocotronic, Schall und Wahn. Das ist ein Album, das vom Wahnsinn handelt, von der Möglichkeit, in dieser kapitalistischen Welt wahnsinnig zu werden. Die Haltung, ausgedrückt durch die Texte von Dirk von Lowtzow, ist Verweigerung, auch den eigenen Anhängern gegenüber – „im Zweifel für den Zweifel“. „Schall und Wahn“ ist intellektuelles Gedankenspiel, musikalisch üppig, es scheppert der Rock, es schlurft der Folk, man hört gar Falsettgesang. Alles ist möglich, denken Sie mit! (gm)
Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!
Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.
Tribühne: Die Kunst der Kleinigkeiten
Literatur: In ihrem neuen Roman bebildert Helene Flöss eine Familiengeschichte. Es ist ein Erzählen, das von den Details lebt.
Helene Flöss fädelt die Figuren ihres neuen Romans wie an einer Perlenkette auf. Sie arbeitet sie sozusagen ab, eine nach der anderen aus der Familie von Lilí kommt an die Reihe. Das ist ein Konzept, das ein bisschen schematisch wirkt, dem gegenüber steht der Detailreichtum des flössschen Erzählens, die Zeichnung von Seelenleben, die Schilderung von Frauenleben. Immer wieder blendet sie dabei die Vergangenheit über die Gegenwart, immer wieder führt dabei ein Teil in eine tiefere Schicht des Romans. Und des Lebens. Helene Flöss (1934 in Brixen geboren, sie lebt im Burgenland) bevorzugt den harten Schnitt. Im Mittelpunkt ihres...
mehr...