Aus ff 05 vom 02. Februar 2012

Leserbriefe: Bälle und Alkohol

„Kübeln“ beim Maturaball. Und was passiert, wenn dann jemand Hilfe braucht

Leider ist es in den letzten Jahren zu einer Tatsache geworden, dass auf Maturabällen über den Durst getrunken (um nicht zu sagen „gekübelt“) wird. Was vor diesem Hintergrund mehr als bedauerlich scheint, ist die Abwesenheit von Rettungskräften und die unzureichende Ausbildung des Security-Personals in Erste-Hilfe-Maßnahmen! So geschehen beim Maturaball der Gewerbeoberschule Max Valier im Kurhaus Meran: eine junge Frau, die sich nicht mehr auf den Beinen halten kann und von Männern der Security in den Eingangsbereich geschleift wird, wo daraufhin alle ratlos um sie herumstehen, ohne sinnvolle Erste-Hilfe-Maßnahmen zu...

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Leserbriefe: Was ist ein Durnwalder wert?

Politiker, Gehälter und Privilegien – Leitartikel von Norbert Dall’Ò in ff 3/12

Meines Erachtens fragen sich viele Menschen in ganz Europa nicht, ob Politiker zu viel verdienen, sondern ob ihre Leistung aktuell ihrem Gehalt angemessen ist. Die Leute fordern für ihr Steuergeld eine bessere und mutigere Politik, korrekte Politiker mit Fachwissen und einem Sinn für das Allgemeinwohl, denen zum Stichwort Stabilität mehr einfällt, als nur Steuern und Benzinpreise zu erhöhen. Rückblickend war Südtirol im 20. Jh. mit Glück und weitsichtigen, verhandlungsfähigen Politikern wie Magnago, Benedikter oder Langer gesegnet. Auch Durnwalder hat mehr für das Land getan, als es nur zu verwalten....

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Leserbriefe: Was ist ein Durnwalder wert?

Politiker, Gehälter und Privilegien – Leitartikel von Norbert Dall’Ò in ff 3/12

Norbert Dall’Ò glaubt, dass sich „Spitzenleute“ hüten würden, bei uns in die Politik zu gehen, wenn sie ihre „Diäten“ merkbar kürzen müssten. Da bin ich mir nicht so sicher, denn mir fehlt dazu eine wesentliche Erklärung: Warum verdienen bei uns die Politiker im Durchschnitt doppelt so viel wie im europäischen Mittelwert? Sind die Politiker in anderen Ländern, z. B. in Österreich oder Deutschland, also bestenfalls zweite Wahl? Wahrscheinlich stimmt es, dass manche unserer Politiker in der Wirtschaft noch besser bezahlt würden. Aber auch dazu sind Fragen zu überlegen: Sind unsere Abgeordneten Manager einer räuberischen Großbank oder sind sie die...

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Leserbriefe: Monsterprojekte

Der Brennerbasistunnel und dessen Finanzierung durch Italien und Österreich

Bei Großprojekten – sprich Monsterprojekten – wie beim Brennerbasistunnel soll es kein Zurück geben, auch wenn es angesichts der Finanzkrise keinen Sinn mehr macht, dessen Weiterbau derzeit zu betreiben. Aber wichtig und entscheidend ist – so die Aussage von Landeshauptmann Platter – die Einhaltung von Verträgen.
Fazit: Er möge eine solche Argumentation in Zukunft auch bei ehemaligen Verträgen im Sozialbereich, Arbeitsbereich oder Umweltbereich so vehement geltend machen und sich politisch dafür einsetzen!
Hermann Trebo, Bozen

Leserbriefe: Die Spielchen der anderen

ff 3/12 über ein geplantes Kraftwerk in Wielenbach in Percha

Die auf Stromproduktion erpichte „Schönbichl GmbH“ setzt ihre Andockversuche in Form von Treffen mit Leuten von Percha, denen sie einen größeren Einfluss in der Öffentlichkeit zutraut, unermüdlich fort. Und so sieht ihre Bilanz bisher aus: Nachbarschaft Oberwielenbach, abgeblitzt! Gemeinde Percha, abgeblitzt!
SVP-Obmann von Percha, vom Gemeinderat zurückgepfiffen!
Bleibt nur noch Perchas Pfarrer. Vielleicht verspricht die wegen grober Regelverstöße ihrer Konzession beraubte GmbH im Wartestand diesem dann für ein Einwirken auf die Ortsbevölkerung in ihrem Sinne Gratisstrom für Kirchen und Widum.
Lois Niederwolfsgruber, Percha

Leserbriefe: Ein Gespenst namens Freiheit

Leitartikel in ff 2/12 über die Weiterentwicklung der Südtirol-Autonomie

Südtirol hat infolge der ethnischen Frontstellung und der vormals jahrzehntelangen Verhinderung einer Universitätsgründung eine sehr dünne liberale, ausgleichend wirkende Schicht. Seit dem Entstehen der Nationalismen im Alttiroler Raum war die Geschichte Südtirols davon geprägt, dass jene Volksgruppe, die an den Hebeln der Macht war, die anderen unterdrückte oder zumindest benachteiligte. Beides keine guten Voraussetzungen für einen „Freistaat“. Die Verfechter des Freistaates preisen zwar das Schweizer Modell des Zusammenlebens der Sprachgruppen, ihre „Freunde“ und Verbindungen zu Österreich lassen aber eher etwas anderes vermuten. Wäge ich das tägliche politische Handeln einiger...

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Leserbriefe: Ein Gespenst namens Freiheit

Leitartikel in ff 2/12 über die Weiterentwicklung der Südtirol-Autonomie

Wer hierzulande die Selbstbestimmung anstrebt, sich für den Freistaat einsetzt, meint es nur gut mit uns allen. Manche unserer ehrenwerten Landsleute plagt die große Sorge, Grenzen müssten verschoben werden, falls die Selbstbestimmung durchgeführt, der Freistaat ausgerufen wird.
Wir haben noch nie eine Grenze, geschweigedenn Grenzen verschoben; Grenzen haben andere verschoben, nämlich die Siegermächte des Ersten Weltkrieges, die gegen den Willen der Völker, willkürlich und rücksichtslos Grenzen verschoben und am Reißbrett Länder gestrichen und neue entstehen lassen haben.
Peter Ploner, Meran

Leserbriefe: Ein Gespenst namens Freiheit

Leitartikel in ff 2/12 über die Weiterentwicklung der Südtirol-Autonomie

Ich kann Georg Lezuo – Leserbrief in ff 4/12 – nur beipflichten: Wenn das, was wir täglich als System Südtirol erleben, Autonomie ist – wie sehr müssen wir uns dann vor der Vollautonomie fürchten?
Markus Lobis, Brixen

Leserbriefe: Gelobtes Land Südtirol

Bekommt in Südtirol Hilfe, wer Hilfe braucht?

Unser gelobtes Land, es war einmal. Wir sind auf dem Weg zur Armut. Andere werden unterstützt, damit sie das Geld, das sie verdienen, anderswo anlegen können. Fragt ein Südtiroler bei der Bezirksgemeinschaft und bei der Caritas um Hilfe, wird die ohne Begründung abgelehnt. Invalidität und Pflegeversicherung, hier wäre Aufklärung wünschenswert. Wenn ein arbeitsunfähiger Patient, nervenkrank, 60 Jahre alt, mit ärztlichem Zeugnis um Invalidenrente ansucht, als solcher nicht anerkannt wird, auch der Rekurs abgelehnt wird, weiß man nicht mehr, was man tun soll. Wenn ein Patient Tag und Nacht mit Sauerstoff...

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Leserbriefe: Verhältnis Tier und Mensch

Protest gegen die Ausbeutung der Tierwelt durch den Menschen

Wie wäre unser Leben ohne Daunenbett, Wollsocken, Honigkekse, Speckknödel bis hin zum Konzert der Singvögel? Tiere leisten sehr viel für den Menschen, ohne Gehälter und Prämien. Im Gegenteil: Die „Krone der Schöpfung“ nimmt sich alles von den Tieren, und anstatt Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es unseren Mitlebewesen wenigstens gut geht, meinen manche Menschen, Tiere als „gefühllose Ware“ betrachten und als Gebärmaschinen, Fleisch-und Eierlieferanten ansehen zu dürfen. Sie werden nach einem oft erbärmlichen Leben ja sowieso nur getötet! Genug mit der Ausbeutung! Bei der Kundgebung in Bozen, am Samstag 4.2.,...

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Leserbriefe: Handlanger der Macht

Titelgeschichte in ff 3/12 über das Verhältnis von Medien und Macht

Als ich die ff mit der Titelgeschichte über die Journalisten gekauft habe, stand neben mir im Zeitungsladen einer, der auch die ff gekauft hat. Er hat mich gefragt, warum ich der ff keine Leserbriefe mehr schreibe. Ich sagte, den ersten Leserbrief habe ich in ff 13/ 1993 zum „Fall Steinkasserer“ geschrieben. Seit diesem Tag haben mir ff, Dolomiten und Tageszeitung 580 Briefe veröffentlicht. Was mich die 580 Briefe zu denken, schreiben, wegschicken, die Zeitung kaufen, die Zeit, sie zu lesen, gekostet hat! Gott sei Dank reagieren jeder Journalist und jede Zeitung...

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Leserbriefe: Unser Wahnsinn

ff 3/12 über die Aufarbeitung der Geschichte der Psychiatrie in Tirol

Immer wieder wird die traurige und auch tragische Geschichte der Psychiatrie in der Vergangenheit beleuchtet. Deshalb ist es um so erfreulicher, dass sich endlich ein neues „Verständnis“ für psychische Erkrankungen entwickelt hat. Aber es muss festgehalten werden, dass trotz intensiver Bemühungen in den letzten 20 Jahren noch immer ungelöste und sehr belastende Probleme für die Angehörigen sowie ihre kranken Familienmitglieder bestehen. Und da will ich beim letzten Absatz Ihres Artikels einhaken, wo es heißt: „Es fehlt höchstens noch eine Kinder-und Jugendpsychiatrie.“ Diese Feststellung hat „dem Fass den Boden ausgeschlagen“...

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