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Aus ff 36 vom 04. September 2008

„Atz ist wieder da“

Landtagswahl 2008: Über Sprüche, die ihn den Kopf kosteten, die SVP, die ihn verstoßen hat, und die Lega, mit der er jetzt die Selbstbestimmung erreichen will. ff-Sommergespräch mit Polit-Haudegen Roland Atz. 

ff: Sie müssen abseits von der Politik arg gelitten haben, wenn Sie jetzt ...

Roland Atz: Wenn ich jetzt mit der Lega? Schauen Sie, ich bin mit der Politik aufgewachsen. Mein Vater Josef war unter Magnago, in der heißesten Zeit, Parteisekretär ...

Josef Atz wird sich jetzt wohl im Grab umdrehen, wenn sein Sohn ...
Mein Vater rotiert schon lange im Grab, aber nicht meinetwegen, sondern weil er mit ansehen muss, was aus der SVP geworden ist.

Was ist denn aus der SVP geworden?
Eine Partei, die sich nicht mehr …

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Panorama: Pepis Liste

Politik: Die Volkspartei der Ladiner, Ladins Dolomites, stellt sich vor.

(doc) Am kommenden Samstag ist es soweit: Die neue Volkspartei der Ladiner stellt sich und ihre Kandidaten im Gasthaus Cendevaves am Monte Pana vor. Die Partei, ein Zusammenschluss der Ladins, die bereits von 1993 bis 2003 im Landtag waren, und der Bewegung Jent Ladina Dolomites, wird den Namen Ladins Dolomites tragen.
Prominentester Kandidat wird Pepi Dejaco, ehemaliger SVP-Vizeobmann sein. Daneben treten sicher Paul Videsott, Ulrica Goller, Willi Costamoling und Adi Demetz an. Ex-Landtagsabgeordneter Carlo Willeit kandidiert nicht.

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Panorama: Minus vier

SVP: Eine Analyse zeigt, dass viele Wähler zu Freiheitlichen und Union gewechselt sind.

(doc) Die Zahlen sind beeindruckend: 14.800 ehemalige SVP-Wähler haben bei den Parlamentswahlen die Freiheitlichen angekreuzt, 9.100 die Union, 7.600 Veltronis PD und 8.200 sind gar nicht zur Wahl gegangen. Das geht aus einer Wählerstromanalyse hervor, die die SVP erstellen ließ. Setzt sich dieser Trend bei den Landtagswahlen im Herbst fort, droht der SVP der Verlust von vier Mandaten. Davon profitieren könnten Freiheitliche (+2), Union (+1) und PD (+1).

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Panorama: Wermutstropfen

Wohnbaugesetz: Der Entwurf ist verabschiedet. Trotz unveränderter Ausländerregelung sind Unterberger und Kury zufrieden. Fast.

(vd) Zu ausländerfeindlich sei der Vorschlag der Landesregierung zum Wohnbaugesetz, sagten Cristina Kury und Julia Unterberger im Juli und stimmten in der Gesetzgebungskommission gegen die „Ausländerpunkte“. Der SVP-Arbeitnehmerin Unterberger war vor allem die Verschärfung der Zugangsbedingungen für Nicht-EU-Bürger auf fünf Jahre Ansässigkeit und fünf Jahre Arbeitsnachweis zu radikal.
Letzte Woche verabschiedete die Kommission den Entwurf nach einigen Änderungen mit drei SVP-Jastimmen, einem Nein (Mauro Minniti) und einer Enthaltung (Kury). Jastimme Unterberger ist zufrieden: „Wir haben wichtige Punkte für Frauen und Familie durchgekriegt.“ Alles super also – obwohl sich an den Ausländerregelungen im Gesetzesentwurf nichts geändert hat.


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Panorama: Die Entehrung der Ehre

Sanität: Die Affäre um den Meraner Erste-Hilfe-Koordinator Pfeifer und seinen Spezi Dietrich wird immer skurriler.

(nd) Wenn am Montag in Kempten der Prozess gegen Klaus Dietrich beginnt, werden auch Südtirols Mediziner die Ohren spitzen. Der Grund: Die deutschen Staatsanwälte werfen dem Mann, der seit 2001 in Südtirol als Ausbildner für Notfallmedizin tätig ist, vor, seinen Doktortitel gefälscht zu haben.
Was die Sache pikant macht: Dietrich ist Geschäftspartner von Norbert Pfeifer, der 2005 zum Leiter des Departements für Notfallmedizin in Meran nominiert wurde. Pfeifer ist neben seiner Tätigkeit am Krankenhaus ärztlicher Direktor der Firma MTB (Medizinisches Trainings- und Bildungszentrum), deren Geschäftsführer Dietrich ist und die für den Sanitätsbetrieb, für das Land, aber auch für …

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Interview: „Verschiedene Versionen“

JG-Chef Philipp Achammer über die fragwürdige Reise der Ortsgruppe Bruneck (ff 35/08) nach Wien.

ff: Die JG-Bruneck hat in Wien für eine Reise, die Bürgerkapelle Bruneck bei der Region um einen Beitrag für dieselbe Reise angesucht. Ist das mit rechten Dingen zugegangen?

Philipp Achammer:
Ich gestehe offen, dass verschiedene Versionen auf dem Tisch liegen. Wir werden die Sachlage aufzuklären haben, um die Wahrheit an das Tageslicht zu bringen. Bis ich mir nicht einen klaren Durchblick verschafft habe, möchte ich nicht zu einzelnen Details des Falles Stellung nehmen.

Wird es Konsequenzen geben?
Wenn ein klares schuldhaftes Verhalten der Ortsgruppe vorliegt, so werden die betroffenen Personen ihre Ämter …

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Panorama: Zu schnell

Verkehr: EU-Parlamentarier Ebner ist der Führerschein abgenommen worden.

(doc) „Ich war beim Überholen eines Campers, als die Geschwindigkeit meines Wagens gemessen wurde“, verteidigt sich Michl Ebner im Corriere Dell’Alto Adige. Die Laserpistole der Carabinieri von Belluno zeigte 93 km/h an, erlaubt sind am Campolongopass 50. Ebner (im Bild) wurde daraufhin für einen Monat der Führerschein entzogen. Der SVP-EU-Parlamentarier will dagegen Rekurs einlegen.

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Panorama: Hydros heißt das Kind

Energie: Die neue Sel-Edison-Tochter Hydros übernimmt 7 Kraftwerke.

(doc) Satte 177 Millionen Euro muss die Landesenergiegesellschaft Sel in den nächsten Tagen an den ehemaligen Konkurrenten und jetzigen Partner Edison überweisen. Dafür erhält die neu gegründete Sel-Tochter Hydros 60 Prozent von sieben Edison-Kraftwerken. Diese befinden sich in Graun, Laas, Marling, Waidbruck, Prembach, Wiesen und Bruneck. In den Kraftwerken wird eine Million
Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugt. Das entspricht etwa dem Stromverbrauch von 330.000 Familien.
40 Prozent der Hydros übernimmt Edison, die mit dem Deal ihre Position in Südtirol halten kann. Um die 177 Millionen Euro aufbringen zu können, denkt man bei der Sel an einen …

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Panorama: Die Doppelfunktion

Politik: LVH-Direktor und Landtagsabgeordneter Hanspeter Munter über seine Gehälter. 

(sr) „Ich wollte nie politisches Kleingeld aus dieser Aktion schlagen“, antwortet Hanspeter Munter auf die Frage, warum er erst nach 13 Jahren öffentlich macht, dass er als LVH-Direktor nur die Hälfte des ihm zustehenden Gehalts erhält. Auf der fast panisch einberufenen Pressekonferenz am vergangenen Freitag wird es publik. Statt ungefähr 8.000 Euro bezieht Munter vom LVH „nur um die 3.700 Euro“. Grund für die einberufene Pressekonferenz sind die immer lauter werdenden Stimmen, die die Doppelfunktionen und damit Doppelgehälter von Politikern anprangern. Auch Hanspeter Munter ist als LVH-Direktor und Landtagsabgeordneter der SVP in einer solch verzwickten Situation, doch er verdient nicht …

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Protokoll: Vergiftete Radfahrer

Für zwei Dutzend der insgesamt 8.100 Teilnehmer endete der Radtag auf das Stilfser Joch am vergangenen Samstag im Krankenhaus. Sie waren beim Gasthof Franzenshöhe eingekehrt und hatten dort gespeist. Laut Staatsanwalt Markus Mayr war möglicherweise ein Pilzgericht nicht in Ordnung. Fast alle Betroffenen konnten inzwischen aus dem Schlanderser Krankenhaus entlassen werden. Ihre Leberwerte seien wieder normal.

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Protokoll: Purzelnde Berge

Vor knapp einem Jahr ereignete sich in Sexten ein Aufsehenerregender Bergsturz vom knapp 2.700 Meter hohen Einser, bei dem 60.000 Kubikmeter Gestein ins Tal stürzten. Am vergangenen Sonntag kam es unterhalb der Elferscharte in Sexten wiederum zu einem Felssturz. Diesmal ging viel weniger Gestein ab, davon zeugte auch eine Staubwolke, die sich in Grenzen hielt. Im Vorjahr hatte sich eine riesige Staubwolke über das Fischleintal gelegt und dieses zentimeterhoch zugedeckt. Personen kamen-wie im Vorjahr-nicht zu Schaden.

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Panorama: „In Südtirol steckt Power dahinter“

Dachmarke: Wieso deutsches Regionalmarketing von Südtirol lernen kann, wie man siegt.

(aa) Während der Stunk um die Dachmarke in Südtirol immer wieder aufschwappt, setzt das deutsche Regionalmarketing auf das Vorbild Dachmarke Südtirol. „Siegen lernen in Südtirol“ lautete jüngst eine Schlagzeile vom Handelsblatt. Ohne Regionalmarketing, heißt es darin, komme heute kaum eine Stadt oder ein Bundesland aus. Allein, nur die wenigsten Kampagnen funktionieren auch. Als Vorbild nennt das Handelsblatt Südtirol mit seinem einheitlichen Logo. Zitiert wird die Vorstandsvorsitzende der Berliner Agentur Metadesign. „Die Produkte“, sagt sie, „müssen einlösen, was die Marke verspricht.“ Nicht jedes Südtiroler Produkt dürfe automatisch mit dem Logo werben.
Eins drauf setzt Marketingprofessor Balderjahn. Er sagt: „In …

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Panorama: Dickes Ende im Naturpark

Naturns: Die Landesregierung genehmigt die Straße auf die Dickeralm – dank eines externen Gutachtens.

(vd) Die Straße auf die Dickeralm im Naturpark Texelgruppe ist ein heißes Eisen, das nun schon seit 2003 hin und her gereicht wird (ff berichtete).
Mitten im Natura-2000-Gebiet sollte sie nach Wunsch des Bauernbundobmanns Müller und des Meliorierungskonsortiums Fuchsberg verlaufen, was die Landschaftsschutzkommission auf den Plan rief: Ihre Gutachten für das Projekt, ein 3,5 Meter breiter, LKW-tauglicher Forstweg, und ein Varianteprojekt (auf dem letzten Stück zur Alm ein 2,5 Meter breiter Traktorweg) waren negativ.
Die Landesregierung überging daraufhin ihre eigene Kommission und beauftragte einen externen Gutachter, der das Projekt guthieß und laut Landespresseamt einen „Kompromissvorschlag in …

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Panorama: Verteilung der Förderungen

Kultur: Die deutschen Organisationen werden vom Amt für Kultur tatkräftig unterstützt.

(sr) Im Jahresbericht 2007 der Landesabteilung Deutsche Kultur und Familie wurden die Beträge für die Unterstützung der einzelnen Bereiche veröffentlicht. Zur Förderung der deutschen Kulturorganisationen wurden 8.483.000 Euro vom 57-Millionen-Euro Budget der Landesabteilung verwendet. Am meisten
erhielt das Theater mit 2,8 Millionen Euro, die auf 58 Initiativen aufgeteilt wurden. 1,9 Millionen Euro wurden im Bereich Musik an 78 Organisationen verteilt.

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Panorama: Sponsorvertrag bestätigt

Sponsoring: Nach zähen Verhandlungen sind sich Denise Karbon und die Milkon einig geworden.

(nd) Es war, sagen Insider, ein „beinhartes Stechen“. Es ging um eine etwa zwanzig Zentimeter breite und zehn Zentimeter hohe Werbefläche am Helm des Weltcupsiegerin in der Disziplin Riesenslalom.  Es ging darum, welche Marke im kommenden Winter zu sehen sein wird, wenn Denise Karnon – so ist jederfalls zu hoffen – wieder möglichst oft als erste durchs Ziel fährt und dann minutenlang im Scheinwerferlicht steht.
Mila, seit vier Jahren Sponsor der Ausnahmeskifahrerein, sah sich einem knallharten Konkurrenten gegenüber: Pocket Coffee. Der Bombon-Hersteller ist Sponsor der italienischen Ski-Nationalmannschaft. Aber am Ende hatte Milkon die Nase vorn. Und so wird …

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„Katastrophale Zustände“

Die italienische Rechte erlebt chaotische Zeiten. Während andere Parteien mitten im Wahlkampf stecken, steckt das „Volk der Freiheit“ in den Kinderschuhen. Von persönlichen Machtinteressen, Rückkehrern und Abgängern.

Alessandro Urzì hat ein Lieblingswort. Immer dann, wenn er von der derzeitigen Situation des italienischen Mitte-rechts-Lagers und über das Verhältnis zur Volkspartei spricht, verwendet er das Wörtchen „gemeinsam“. Er sagt also zum Beispiel: „Gemeinsam muss man nach Lösungen suchen.“ „Gemeinsam mit der SVP wollen wir dieses Land regieren.“ Und dass man sich nicht von internen Streitereien die Sicht auf gemeinsame Anliegen versperren lassen dürfe.
Der Abgeordnete und Chef der Alleanza Nazionale mimt Einigkeit, wo derzeit keine ist. Die italienischen Mitte-echts-Parteien kommen nicht zur Ruhe. Selbst ihre eigenen Vertreter sprechen von „tempi vivaci“ und „katastrophalen Zuständen“. Während andere Parteien …

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Ein-Mann-Show

Landtagswahl 2008: Der Hindernislauf zwischen Fröschen und abspenstigen Kandidaten scheint der SVP zu gelingen. Dank Durnwalder und der tollpatschigen Opposition.

Die Episode war bezeichnend für die derzeitige Situation in der SVP: Da ging es um die Frage, ob das Mahlerfestival in Toblach reformiert werden soll. Ein Thema für Experten der Musik, für Eventmanager und Festivaldirektoren. Ein Thema vielleicht auch für Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter-Mur?
Nein, auch dies Chefsache. Luis Durnwalder und kein anderer SVP-Politiker palaverte im Sender Bozen über Mahler. Und spätestens jetzt war klar: Durnwalder ist nicht nur Spitzenkandidat und oberster Wahlkampfleiter der SVP. Er ist auch der einzige, der jederzeit und zu jedem Thema Stellung bezieht. „Zum Glück ist das so“, erklärt ein Mitglied der Parteileitung, „denn …

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Aus ff 35 vom 28. August 2008

Schlaue Generation

Affäre: Die Brunecker SVP-Jugend reiste nach Wien. Versuchte siedafür unter dem Deckmantel der Bürgerkapelle einen öffentlichen Beitrag zu kassieren? Vieles spricht dafür.

Horchen Sie sich um“, steht im anonymen Brief zu lesen, „es wird hier unter dem Deckmantel dieser Bürgerkapelle eine Fahrt der JG SVP mitfinanziert.“ Der Brief, am 31. Juli an das Büro der Freiheitlichen verschickt, ist höchst brisant. Er bringt die Junge Generation (JG) der SVP mehr als nur in Erklärungsnot. Denn sie muss sich die Frage gefallen lassen: Hat eine ihrer Ortsgruppen versucht, die öffentliche Hand zu betrügen?
Konkret geht es um die Ortsgruppe Bruneck. Diese hat vom 11. bis 15. Juli eine Reise nach Wien unternommen. Laut eigener Pressemitteilung vom 21. Juli
war die …

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Panorama: „So sigs holt die Partei“

Politik: Von politischen Kabarettisten und Kandidaten auf dem politischen Parkett.

(aa) Der Zett am Sonntag war das Thema gar die Titelstory wert. Sie sprach von einem „Knalleffekt beim Edelweiß“. Der Umstand, dass der Unterlandler Kabarettist Dietmar Prantl nun doch für die SVP antreten wird, hat überrascht. Geknallt hat es nicht wirklich.
Prantl war neben Manfred Schweigkofler einer der Überraschungskandidaten, die der SVP-Obmann bei der Vergabe der letzten acht Plätze auf der SVP-Liste im Mai aus dem Hut gezaubert hatte. Den Einzug damals verpasste er knapp. Mit 20 Stimmen musste er Hanspeter Munter (22 Stimmen) den letzten Listenplatz überlassen. Nun rückt er für Andreas Mumelter nach. Der Leiferer SVP-Fraktionssprecher …

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Panorama: Aus dem Steuersäckel

Flughafen: Das Land zahlt für die Antenne der ABD Miete – trotz „großer Bedenken“ des Vermögensamtes. 

(doc) Das Promemoria ging an Landesrat Luigi Cigolla.  Darin spricht Josef Urtaler, Direktor der Landesabteilung Vermögen, Klartext: „Nach unserer Ansicht dürfte der Vertrag nicht vom Vermögensamt abgeschlossen werden.“ Das müsste vielmehr von der Flughafengesellschaft ABD oder ihrem Mehrheitseigner STA erfolgen. Als Grund nennt Urtaler, dass die „Anlage ausschließlich vom Flughafen genutzt wird“. Und nicht vom Land.
Konkret geht es um die ABD-Antenne auf Montiggl,
die auf dem Grund einer Tochterfirma der Rai steht. Jährlich muss dafür Miete gezahlt werden. Während es 1997 noch 30.987 Euro waren, verlangt die Rai jetzt 40.000 Euro – plus Mehrwertsteuer. Gezahlt …

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Interview: „Die Grenze ist überschritten“

Michil Costa will für die Grünen als Messias in den Landtag wandern.

ff: Sie starten eine ausgedehnte Wanderung quer durch Südtirol. Warum?

Michil Costa: Wir möchten in Südtirol das Oberflächliche erforschen, das Übermaß. Wir wollen in der Tiefe der höchsten und niedrigsten Orte und der Personen suchen. Der Sinn unserer Wanderung ist es das Bewusstsein für eine lebbare Zukunft in den Menschen wachzurütteln. Wir fordern Langfristigkeit statt Kurzsichtigkeit, Tiefgaragen statt Protzbauten, mehr Mobilität und weniger Verkehr.

Stimmt es, dass Sie dabei als Messias auftreten wollen?
Messias? Oh. Da hat’s schon Bessere gegeben. Es geht mir darum, mit den besten Zutaten, die wir bereits haben, anders zu …

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Panorama: Feuertaufe

Schule: Wie sich Gnecchi-Nachfolger Comina in der Landesregierung bewährt.

(aa) Gnecchi-Nachfolger Fran­cesco Comina (i.B.) hat seine Feuertaufe bestanden. Bei seiner ersten Landesregierungssitzung konnte er seine Forderung nach zusätzlichem Lehrpersonal für die italienische Schule erfolgreich durchsetzen. Von den 30 benötigten Stellen bekam er zehn gewährt. Ursprünglich hatten alle drei Schulsprengel über 500 neue Stellen gefordert. Genehmigt wurden 240. Durnwalder: „Wir müssen auch in der Schule sparen.“

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Panorama: Filme für 1.500 Besucher

Kultur: Wann kommt das neue Kino nach Bozen? Im Dezember, sagt der Betreiber.

(gm) Das Mulitplex-Kino in der Schlachthofstraße in Bozen umfasst sieben Säle und bietet Platz für 1.500 Besucher. Es ist offensichtlich ein Langzeitprojekt, schon seit einigen Jahren im Bau. Und schon mehrmals kurz vor der Eröffnung.
Im Dezember werde man das Kino in Betrieb nehmen, sagte Christian Langhammer, Geschäftsführer der „Constantin Film AG“ aus Wien vergangene Woche bei einer Besichtigung der Baustelle. Die „Constantin“, Österreichs größter Kinobetreiber, wird auch das Kino in Bozen führen.
In Bozen gibt es nur mehr zwei Kinos, das „Eden“ mit 200 Plätzen und das „Capitol“ (betrieben vom „Filmclub“) mit drei Sälen und …

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Panorama: Gefälschtes Diplom

Weiterbildung: Klaus Rainer Dietrich hat Kurse im Bereich Erste Hilfe angeboten, obwohl er kein Arzt ist.

(sr) Gegen Klaus Rainer Dietrich aus Kempten ermitteln die Deutschen Behörden. Sein Doktortitel, den er an der Uni Warschau in Medizinpädagogik erhalten haben will, soll gefälscht sein.
Genau dieser Mann hat seit 2001 in Südtirol Erste-Hilfe-Kurse und Fortbildungen für Mitarbeiter der Notrufzentrale und der Sanitätsbetriebe abgehalten. Er hatte auch eine Außenstelle seines Medizinischen Trainings- und Bildungszentrums (MTB) in der Bozner Moritzingerstraße. Es gibt weltweit nur zwei Organisationen, die Aus- und Weiterbildung für Notärzte durchführen dürfen; zum einen die American Heart Association
(AHA) und zum anderen das European Resuscitation Council (ERC). Klaus Dietrich soll rechtmäßiger Instructor der …

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Protokoll: Dornenkrone oder nicht?

Das Gedenkjahr 1809-2009 ist zwar noch nicht da, doch schon wird darum gestritten. Die Südtiroler Schützen wollen beim abschließenden Festumzug am 20. September 2009 in Innsbruck wieder eine eiserne Dornenkrone mittragen, wie schon 1959 und 1984. Die Landeshauptleute Durnwalder und Platter sind allerdings dagegen. Vor allem deswegen, weil die Krone immer wieder für Polemiken sorgt.

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Protokoll: Anfechtungen

In ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause gab sich die Landesregierung kämpferisch. In gleich zwei Anfechtungen vor dem Verfassungsgericht werde sie sich einlassen. Zum einen die Bestimmungen in Sachen Gewässerschutz, Luftreinhaltung, Abfallbewirtschaftung und Bodenschutz (Omnibusgesetz). Laut römischer Regierung habe das Land hier keine Zuständigkeit. Dieses sieht das freilich anders und verweist auf die Erfolge im Umweltschutz. Die zweite Anfechtung betrifft die Vorgabe um die vom Land zu vergebende Konzession für das Kraftwerk St. Florian in Neumarkt. Die Provinz Trient hat Einspruch gegen die Regelung erhoben, zumal ein Teil des Einzuggebietes im Trentino liegt. 

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Panorama: „Klagen Sie die Autobahn“

Verkehr: Nach den Staus vom Samstag ruft die Verbraucherzentrale zur Gegenwehr auf.

(doc) Nicht angezeigte Staus auf der Autobahn? Walther Andreaus, Chef der Südtiroler Verbraucherzentrale, rät in so einem Fall: „Klagen Sie die Autobahn.“ Denn der Verbraucher habe vor der Inanspruchnahme einer Dienstleistung Anrecht auf korrekte, vollständige und rechtzeitige Information.
Andreaus bezieht sich vor allem auf die ausgedehnten Staus am vergangenen Samstag auf der Brennerautobahn. Allerdings habe die Brenner-
autobahngesellschaft A22 „nicht an allen Autobahneinfahrten angemessen auf die Staubildungen hingewiesen“.
Genau das ist auch dem Bozner Angelo Vezzaro vor einigen Jahren passiert. Er hat deswegen die Brennerautobahngesellschaft geklagt – und von einer Bozner Friedensrichterin recht bekommen. …

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Panorama: Munteres Druck(s)en

Wahlkampf: Der LVH stärkt Direktor Munter den Rücken. Obwohl der sich von einer Innsbrucker Agentur bewerben lässt.

(doc) „Die Vorwürfe“, sagt Horst Fritz, Obmann der Drucker im Landesverband der Handwerker (LVH), „sind absolut haltlos. Der LVH und Hanspeter Munter setzen sich sehr für die heimischen Unternehmen ein.“
Seiner Ansicht nach gebe es unter den Druckern des Landes – anders als in ff 34/2008 dargestellt – überhaupt keinen Unmut, denn: SVP-Landtagskandidat und LVH-Direktor Munter lasse sein Werbematerial für den Landtagswahlkampf in Südtirol und nirgendwo sonst drucken. Allerdings: Sieht man sich die offizielle Internetseite des Kandidaten an (www. hanspetermunter.it), stellt man sehr schnell fest, dass diese von einer Innsbrucker Werbeagentur betreut wird. So wie das bereits bei …

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Panorama: Schuldenlast

Kredite: Nach der Einführung des Euro haben sich die Schulden der italienischen Familien im Durchschnitt verdoppelt.

(sr) In den letzten fünf Jahren, seit der Einführung des Euro, haben sich die Schulden der italienischen Familien um 93,28 Prozent erhöht. Durchschnittlich sitzt eine itali­enische Familie auf 15.765 Euro Schulden. Das hat eine Analyse des Verbandes für Handwerker und Kleinunternehmer von Mestre (CGIA) ergeben.
Die Provinz Bozen liegt an elfter Stelle mit einer durchschnittlichen Verschuldung von 19.374 Euro pro Familie. Das liegt vor allem daran, dass viele Südtiroler Familien bei den Banken Schulden haben, weil sie ihr Eigenheim dadurch finanzieren. Prozentuell sind die Südtiroler Schulden am wenigsten gestiegen. Im Zeitraum Jänner 2002 bis Dezember 2007 haben sich …

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Panorama: Motor Export

Handel: Trotz schwacher Wirtschaftslage steigt das Exportvolumen.

(doc) Die Exporte haben die Wirtschaft 2007 hierzulande entscheidend gestützt. Die ausgeführten Waren nahmen gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent zu; im ersten Quartal 2008 wurde sogar ein Plus von 15,6 Prozent verzeichnet. Alles rund um das Exportwunder Südtirol erfährt man beim Tag des Exports am 5. September im Bozner Stadttheater. Infos bei der Eos der Handelskammer Bozen.

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Flirt im Grenzbereich

Das Treffen mit Lega-Minister Calderoli zeigt einmal mehr, wie wackelig die blockfreie Linie der SVP ist. Von einem politischen Sommerflirt, von dem trotz allem niemand etwas wissen will. 

Am Ende schien alles gut. Es wurde gelacht, geplänkelt und man schüttelte sich zufrieden die Hände – die Fotografen drückten ab, ein Foto für die Ewigkeit.
Es war der Tag, der in den italienischen Gazetten als Tag des „patto dello speck“ (Corriere dell`Alto Adige) einging. Roberto Calderoli, der Mann, der weltweit als „Krawallnudel“ und „Skandal-Minister“ bekannt ist, sollte sich an diesem Tag auf Durnwalders Terrasse in Pfalzen als „aufmerksamer, kluger und Südtirols Autonomie gegenüber positiv gestimmter“ Gesprächspartner entpuppen.
Vor gut zwei Jahren hatte er für Wirbel gesorgt, als er im Fernsehsender Rai mit einem T-Shirt auftrat, …

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Das Hickhack-Institut

Vom heftigen Tauziehen um das neue Institut für Molekularmedizin. Und was die Abberufung des Innsbrucker Medizin-Rektors damit zu tun hat.

Eigentlich war man ja schon startklar. Die Machbarkeitsstudie für das Institut für Molekularmedizin in Bozen (BIMM) war bei der Landesregierung hinterlegt. Die politische Entscheidung schien reine Formalität.
Laut Beschluss der Landesregierung vom 29. Oktober 2007 sollte das Institut 2008 gegründet und innerhalb von drei Jahren aufgebaut sein. Noch vor diesem Sommer sollte die Entscheidung fallen. Es sollte nicht dazu kommen. Nun ist es fraglich, ob das heiße Eisen BIMM noch vor den Wahlen grünes Licht bekommt. Die Abberufung des Innsbrucker Medizin-Rektors Clemens Sorg vergangene Woche (Pflichtverletzungen, Fehler in Amtsführung, Gefahr eines wirtschaftlichen Schadens lauteten die Vorwürfe des Unirates) …

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Umlaufbahn – und dann?

Ulten: Mit dem Bau der Umlaufbahn Schwemmalm soll das Ultner Skigebiet auf Vordermann gebracht werden. Von finanziellen Risiken und neuen Pistenplänen und einem Gesamtkonzept, das man nicht vorlegt.

Es herrscht Betriebsamkeit, im Tal wie auf der Höhe. Sie gilt dem Ausbau des Skigebietes Schwemmalm in Ulten. Drunten bei Kuppelwies arbeitet man u.a. an der Straßenverlegung, schließlich beansprucht die Talstation der neuen Umlaufbahn ihren Platz. Droben baggert man an der neuen Bergstation.
Ende dieses Jahres sollte die Umlaufbahn in Betrieb sein. Obschon sich die Mehrheit der Bevölkerung in einem Referendum vor wenigen Jahren dagegen ausgesprochen hat. Aber das ist ein andere, eine alte Geschichte.
Die neue ist: Man geht damit beträchtliche finanzielle Risiken ein, die zum guten Teil auf die öffentliche Hand abgewälzt werden. Vor …

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Bauer vor Gericht

Freizeit: Nach einer erneuten Anzeige gegen einen Landwirt reicht es dem Bauernbund: Entweder das Land versichere die Bauern gegen Unfälle auf ihren Privatwegen – oder diese werden geschlossen.

Die Inserate zeigen eine hübsche Radlerin mit Helm und blauem Hemd. Im Auftrag der Landesregierung werden sie derzeit in Zeitungen abgedruckt. Südtirol, so die Botschaft, sei ein tolles Land für Hobbysportler, einzigartig die Natur, dicht das Angebot an Sportanlagen, Liften, Skipisten – und Radwegen.
„Was mich stört“, sagt die Werbeträgerin der Landesregierung keck, „ist der Versuch, den Freizeitsport immer stärker zu regulieren. Ge- und Verbote sollen Menschenverstand und Eigenverantwortung ersetzen. Diesen Regulierungstendenzen ist ein Riegel vorzuschieben.“ Es ist das Credo von Landesrat Thomas Widmann.
„Aber“, sagt Bauernbunddirektor Siegfried Rinner, „das sind leere Sprüche, wenn dann niemand …

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Aus ff 34 vom 21. August 2008

„Ich, der Tiefwurzler“

Sommergespräch: Der neue Tiroler Landeshauptmann Günther Platter über Macht und Ohnmacht großer Koalitionen, die Vorzüge des Wirtschaftsstandortes Tirol. Und über falsch verstandene Toleranz.

ff: Sie waren Verteidigungs- und Innenminister in Wien, bevor Sie nach Tirol wechselten, um Landeshauptmann zu werden. Ein beruflicher Abstieg?

Günther Platter: Die Funktion des Innenministers ist politisch sicher die am meisten ausgesetzte Position. Man ist jeden Tag im Brennpunkt der Aufmerksamkeit. Ich gestehe aber offen, dass mir die Arbeit als Landeshauptmann mehr Freude bereitet. Erstens weil ich als Tiroler Tiefwurzler in meiner Heimat tätig sein kann. Und zum Zweiten, weil man damit die gesamte Palette der politischen Arbeit abdecken kann.

Wie würden Sie die derzeitige Situation in Tirol beschreiben? Sie sind ja auch ein bisschen …

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Panorama: Bären-Sache

Forst: Bei Halbzeit der Bären-Saison wurden in Südtirol bislang rund 30 gerissene Schafe gemeldet. 

(ml) „Heuer sucht der Bär oder die Bären vermehrt nach Honig“, sagt Heinrich Erhard, Chef im Amt für Jagd und Fischerei. So fallen denn auch die Schäden an Bienenständen vermehrt ins Gewicht. Nichtsdestotrotz verzeichnet man bislang rund 30 Bärenrisse. 2007 hatte man insgesamt 102 Bärenrisse dokumentiert und vergütet. Hinzuzurechnen dürfte eine kleine Dunkelziffer an gerissenen Schafen sein, die die Bauern auf nicht erlaubten Weideflächen grasen ließen. Zurzeit geht man südtirolweit von einem einzigen Bären im Raum Ultental aus.

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Panorama: Fremdgehen

Wahl 2008: Wie der SVP-Landtagskandidat und Handwerkerchef die Handwerker ärgert.

(nd) Es war bei einem landesweiten Treffen der Südtiroler Drucker im Verband der Handwerker, als „der Skandal“ platzte. Ob es denn der Wahrheit entspreche, wollte einer wissen, dass ausgerechnet „unser Kandidat“ sein Werbematerial im Ausland drucken lässt. Ja, das stimmt, antwortete zähneknirschend Horst Fritz, der Sohn von Handwerkerpräsident Herbert Fritz. Munter erklärt das „Fremdgehen“ damit, dass seine PR-Agentur eben in Österreich den Sitz habe.

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Panorama: Das Geld der Malteser

Region: Die Trientner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Geldern, welche die Region dem Malteserorden Südtirol für ein Hilfsprojekt in Georgien bewilligt hat.

(vd) Über 333.000 Euro seien es, kritisierte Andreas Pöder, Regionalratsabgeordneter der Union, in einer Pressemitteilung. So viel Geld habe Manfred Girtler aus Sterzing, seines Zeichens Südtiroler Botschafter des Ritterordens der Malteser, von der Regionalregierung für ein Hilfsprojekt in Georgien bewilligt bekommen –­ und nun ermittle die Staatsanwaltschaft Trient. Suspekt erscheint ihm daher auch die Verleihung eines Malteser-Ehrenkreuzes an Landeshauptmann Durnwalder.
Laut Beschlusstexten der Regionalregierung hat sich Pöder etwas verrechnet: 347.771 Euro wurden Girtler in den Jahren 2000 bis 2003 für den Malteserorden bewilligt. Dieser versteht die Aufregung nicht. Das Geld sei in Tiflis in die Errichtung des …

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Panorama: Schulers Offensive

Wahl 2008: Wie Gemeindenpräsident und SVP-Kandidat Arnold Schuler seine Partei aufschreckt.

(nd) Das Meeting war medial geschickt eingefädelt. Bereits vergangene Woche zirkulierte das Gerücht von einem „geheimen Treffen“ in Plaus, zu dem der SVP-Landtagskandidat und Gemeindenpräsident Arnold Schuler „einige interessante Persönlichkeiten“ eingeladen habe. Ein politischer Knaller lag in der Luft.
Tatsächlich fanden sich an diesem Montag an die dreißig Personen im Jugendraum neben dem Plauser Bahnhof ein. Eine Runde, die sämtliche Schablonen sprengt: Da war der Unterlandler
Bezirkspräsident Oswald Schiefer, Raiffeisendirektor Konrad Palla, die ehemalige Wohnbaupräsidentin Rosa Franzelin, Arbeiterpriester Josef Stricker, Hochschülerchef Andreas Gschleier, Florin Florineth, HGJ-Mann Hansi Pichler, die Bürgermeister Klaus Runer und Thomas Knoll …

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Interview: Brosamen?

Der Meraner Bürgermeister Günther Januth über die angekündigte drastische Kürzung der Gelder für den Pferderennplatz.

ff: Die von der Vorgänger-Regierung zugesagten 7,5 Millionen Euro für den Pferderennplatz scheinen sich unter Berlusconi in Luft aufzulösen.

Günther Januth:
Derzeit sind zwei Millionen Restbetrag im Topf. Das ist für die Nicht-Investitionen der vergangenen 30 Jahre so gut wie nichts. Jetzt haben wir um eine dringende Aussprache mit Landwirtschaftsminister Zaia gebeten.

Selbst die Pferdesportbehörde Unire kappt jetzt ihre Preisgelder. Damit fällt ein erstes Rennen am kommenden Sonntag aus.
Ja. Die Unire müsste den Pferdesport eigentlich fördern, sie hängt aber selbst am Tropf. Es gibt aber zwei schriftliche Vereinbarungen, die Folgendes besagen: …

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Panorama: Auf dem Weg

Aktion: Drei Wochen lang pilgern die Jugenddienste durch das Land.

(sr) In 18 Etappen wird von Jugenddienst zu Jugenddienst geradelt, gefahren, geflogen, gegangen, gepaddelt und noch vieles mehr. Drei Wochen dauert die Aktion „Jugenddienste in Bewegung“, umrahmt von Spielenachmittagen, Diskussionsrunden und dem großen Abschlussfest in Vintl. Gestartet wird am 22. August in Sand in Taufers. Das erste Etappenziel heißt Bruneck.

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Panorama: Auf den Haken gekommen

Alpinismus: Bergführer und Alpinpublizist Ivo Rabanser hat Reinhold Messner einen Haken gebracht. Von dessen schwerster Kletterroute.

(ml) Man weiß: Die Alpingeschichte erfindet sich immer wieder neu. Und holt sie gerade einmal Luft, dann werden auch alpingeschichtliche Rosteisen interessant. So vergangene Woche, als der Grödner Bergführer und Alpinpublizist Ivo Rabanser Reinhold Messner als Erstbegeher des Mittelpfeilers des Heiligkreuzkofels (1968 gemeinsam mit Bruder Günther) den entscheidenden Kletterhaken der heute im 8. Schwierigkeitsgrad angesiedelten Route zurückbrachte. Die Vorgeschichte: Rabanser hatte als Jugendlicher Messner um die genaue Routenbeschreibung gebeten. Und prompt brieflich erhalten. Jetzt hatte Rabanser etwas aus Dank und Respekt zurückzugeben.

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Panorama: Erneuter Missbrauchsvorwurf

Burggrafenamt: Die Eltern zweier Schwestern sitzen in Untersuchungshaft wegen schwerer Missbrauchsvorwürfe. 

(sr) Nach den Pädophilievorwürfen gegen einen Bozner Anwalt gibt es erneut einen Missbrauchsvorwurf. Dieses Mal ist es ein Lehrer im Großraum Meran, der beschuldigt wird, seine beiden Töchter misshandelt und missbraucht zu haben. Er sitzt seit Anfang Juli im Gefängnis von Verona. Seine Frau, 46, soll auch aktiv beteiligt gewesen sein. Sie ist seit letzter Woche im Frauengefängnis von Roverto.
Die beiden Töchter sind heute 19 und 23 Jahre alt und sollen seit knapp 20 Jahren hinter den häuslichen Mauern Unvorstellbares erlebt haben. Die beiden Eltern sollen ihre Töchter geschlagen, misshandelt und auch sexuell missbraucht haben. Die Carabinieri …

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Protokoll: Abgedüst

Bei der traditionellen Mittsommerpressekonferenz in Pfalzen präsentierte der Landeshauptmann eine Erfolgsbilanz. „Wir haben erreicht, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Luis Durnwalder. Für mehr Aufsehen sorgte allerdings ein Detail privater Natur: Er sei „sehr glücklich“ mit seiner neuen Lebensgefährtin
Angelika Pircher-Lamprecht. Seine Ex Heike Müller ist inzwischen wieder nach Deutschland abgedüst.

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Protokoll: Abgesagt

Das Brixner Altstadtfest 2008 ist definitiv abgesagt. Im Dom wird heute, Donnerstag, der Bischof begraben; aus Respekt wollte man nicht tags darauf zu feiern beginnen. Die meisten Vereine, für die das Fest eine wichtige Einnahmequelle ist, hofften auf eine Verschiebung um zwei Wochen. Doch sie entschieden sich im Gespräch mit dem Festkomitee dagegen. Dessen Leiter Helmuth Kerer begründet das mit der Schwierigkeit, die 1.800 freiwilligen Helfer kurzfristig neu zu koordinieren. Ob das Fest 2009 nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

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Panorama: Reiches Land, schwaches Wachstum

Einkommen: Südtirol liegt italienweit im guten Durchschnitt. Doch das Pro-Kopf-Einkommen ist hier in acht Jahren kaum gewachsen. 

(vd) Mit einem Pro-Kopf-Jahreseinkommen von 20.000 Euro halten die reichsten Südtiroler Gemeinden im nationalen Ranking wacker mit. Das Schlusslicht Italiens
ist Platí im armen Kalabrien mit 4.152 Euro – weniger als die Hälfte von dem, was man in Südtirols ärmster Gemeinde Martell verdient. Im Süden sind die Einkommen in den letzten acht Jahren gar geschrumpft: Die Daten – für den Il Sole24Ore aus den Einkommenserklärungen von 2007 ermittelt – verdeutlichen einmal mehr das Nord-Süd-Gefälle Italiens.
Auch hierzulande ist nicht alles rosig. Die Region Trentino-Südtirol kommt mit einem Durchschnittseinkommen von 17.162 Euro an italienweit achter Stelle gut …

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Panorama: „Eine echte Schweinerei“

Freiberufler: Warum 15 Jahre für die Zusatzrente „Enasarco“ plötzlich nicht mehr reichen.

(doc) Gottfried Faisstnauer ist ein gewissenhafter Mann. 15 Jahre lang hat er jeden Monat in die Zusatzrentenversicherung „Enasarco“ eingezahlt – insgesamt rund 20.000 Euro. Damit, so hoffte der freiberufliche Vertreter aus St. Pankraz in Ulten, kommen zur schmalen staatlichen Rente 340 Euro im Monat dazu. So war es ihm zumindest von „Enasarco“ versprochen worden.
„Enasarco“ ist eine autonome Kasse, in die alle Freiberufler und Vertreter, die freiberuflich arbeiten, einzahlen müssen. 15 Jahre lang, so hat man es Faisstnauer fünf Jahre vor seiner Pensionierung gesagt, danach würde die Zusatzrente ausbezahlt. Doch für ihn und Hunderte weitere Freiberufler in Italien …

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Panorama: Gesundes Essen kostet

Bozen: Ein Preisvergleich bei Obst und Gemüse zeigt, dass es darauf ankommt, wo man einkauft.

(sr) Die Verbraucherzentrale hat die Preise für Obst und Gemüse in Bozen untersucht. Im Vergleich zu Supermarkt, Discounter, Obstmarkt und Großmarkthalle war der Obstmarkt in der Rovigostraße durchschnittlich am teuersten. Auch wurden die Preise der Supermärkte in Nordost­italien von 2005 mit jenen von 2008 verglichen. Obst und Gemüse sind um 22 (Treviso) bis 41 Prozent (Mestre) teurer geworden. Bozen liegt bei 30 und Trient bei 23 Prozent.

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Panorama: „Mit Vorsicht genießen“

Vergleich: Eine Blitzumfrage war die Reaktion auf die Meldung „Teures Eis“ in ff 33/08. 

(sr) Der Verband für Kaufleute und Dienstleister hat nach der Meldung „Teures Eis“ in der ff 33/08 eine Blitzumfrage bei einigen Eisdielen in Südtirol gestartet. Der Verband hat die Speiseeispreise von zehn Mitgliedsbetrieben erhoben. Neun von zehn Eisdielen verkaufen eine Kugel Speiseeis um einen Euro und alle zehn verlangen für zwei Kugeln 1,50 Euro. Laut Verbraucherverband Adoc kosten in Südtirol zwei Kugeln aber im Schnitt 1,70 Euro. Dazu Mauro Stoffella vom Verband: „Derartige Preisvergleiche stimmen nicht immer beziehungsweise sind mit Vorsicht zu genießen.“ So wie eben jede Umfrage.

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Wenn der Bach kommt

Landwirtschaft: In Partschins suchen die Bauern um die Rückerstattung der Unwetterschäden an. Zu Recht? Oder befinden sich die Obstwiesen zu nahe am Bach? Ein Präzedenzfall.

Vom Bach her war ein Rumpeln und Tosen zu vernehmen gewesen. Bis der wütende Zielbach die ersten kleineren Brücken mit sich riss und die Staatsstraße zwischenTöll und Rabland überschwemmte.
Der 7. August, ein Tag, den vor allem die Partschinser Bauern in unguter Erinnerung haben. Denn etliche der an den Bach angrenzenden Obstwiesen waren mit Geröll überschwemmt worden. Mittlerweile haben die Betroffenen um eine Vergütung der Unwetterschäden angesucht. Ob zu Recht, das wollen einzelne Stimmen nun bezweifeln.
Man sei mit dem Apfelanbau zu nahe an den Bach herangefahren, so die Kritik hinter vorgehaltener Hand. „Es gibt keine …

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Aus ff 33 vom 14. August 2008

Der Faktor Atz

Landtagswahl 2008: Die SVP versucht, seine Kandidatur zu verhindern. Doch „der alte Haudegen“ will unbedingt. Mit der Lega.

Der Mann hat ordentlich Gewicht zugelegt. Die politiklose Zeit scheint ihm nicht zu behagen: Roland Atz, 62, will zurück in den Landtag. Nach dem gescheiterten Versuch der Annäherung an die Freiheitlichen und der deutlichen Abfuhr durch seine Partei, die SVP, versucht er es nun mit der Lega. Die markigen Sprüche von Umberto Bossi gegen „römische Diebe“, „faule Südländer“ und „kriminelle Ausländer“ dürften Atz immer schon gefallen haben.
Atz fehlt es nicht an politischem Gespür. Als Bozner Stadtrat hat er zwischen 1989 und 1993 dank der „farbigen Zonen“ und seines Kampfes gegen die illegale Prostitution mehr von sich reden …

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Panorama: Wahlpaket

Kaufkraft: Die Gewerkschaft der örtlichen Körperschaften (Ago) kritisiert die Landesregierung.

(doc) Bei der Sommersitzung der Ago auf Schloss Taufers ging es nicht nur um Arbeitsverträge und Familienpaket, sondern auch um die Kaufkraft. Dabei ist es zu einer hitzigen Debatte gekommen. Überlegt wurden gar Einkaufsfahrten und andere Kampfmaßnahmen. „Die Politiker“, sagt Ago-Obmann Andreas Unterkircher, „arbeiten zwar an verschiedenen Maßnahmepaketen, mit welchen sie noch vor den Wahlen Beiträge werbewirksam vergeben können“, doch das eigentliche Problem, die niedrigen Gehälter, bleibe unbeachtet.

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Panorama: Aderlass

Posten: Mit Landesrat Frick könnte auch Ulrich Stofner das Ressort Handwerk verlassen. 

(nd) Anfang Juni dieses Jahres ist die BLS AG (Business Location Südtirol) von der Landesregierung aus der Taufe gehoben worden. Jetzt geht es um die Bestellung der Führungspositionen. Die Ausschreibung wurde bereits in die Wege geleitet. Wie Insider berichten, könnte es in diesem Zusammenhang zu einem Aderlass im Ressort Handwerk kommen: Landesrat Frick tritt im Herbst bekanntlich nicht mehr an, Ressortdirektor Ulrich Stofner liebäugelt mit einem Wechsel zur BLS AG.

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Panorama: Sauber erlegt

Tierschutz: Die EU will die Robbenjagd eindämmen – mit fragwürdigen Methoden, findet EU-Parlamentarier Michl Ebner.

(doc) Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein EU-Parlamen-
tarier gleich vier Anfragen zum selben Thema stellt. Michl Ebner (SVP) tut dies und zweifelt damit an einer „Meinungsumfrage der EU-Kommission zur Robbenjagd“. Diese sei erstens nur in einer Sprache (Englisch) und zweitens nur im Internet durchgeführt worden. Ebner stellt die Repräsentanz der Umfrage infrage und verweist darauf, dass die Hälfte der Antworten aus den USA stammten.
Die Umfrage ergab, dass eine Mehrheit gegen die Robbenjagd ist. Jährlich werden 900.000 Jungtiere vor allem wegen ihres Fells erlegt. Besonders brutal geht man in Kanada vor, wo die …

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Panorama: Die neuen Sheriffs

Sicherheit: Die Bürgermeister sollen örtliche Wachmeister werden.

(doc) „Für die kleinen Gemeinden“, sagt Joachim Reinalter, „ist das so kaum umsetzbar. Denn ich möchte den Bürgermeister sehen, der einen illegalen Einwanderer eigenhändig zur Strecke bringt.“ Der Bürgermeister von Percha steht mit seiner Meinung nicht alleine da. Auch Gigi Spagnolli, Bürgermeister in Bozen, zweifelt am neuen Sicherheitspaket von Innenminister Roberto Maroni. Wenn schon neue Kompetenzen, sagt Spagnolli, „dann braucht es auch das Geld, um diese umsetzen zu können.“ Maronis Paket sieht weitreichende Zuständigkeiten für die Bürgermeister vor. Sie sollen künftig mittels Verfügungen etwa gegen Drogenhandel, Prostitution oder Bettelei vorgehen können.
Die Bürgermeister werden damit zu Sheriffs, zu …

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Interview: Papst als Botschafter

SMG-Direktor Christoph Engl über den Papst als Werbefigur.

ff: Der Papst war zwei Wochen in Brixen auf Urlaub. Jubelt da die Tourismusbranche?

Christoph Engl:
Die Wahl des Papstes, in Südtirol seinen Urlaub zu verbringen, ist ein Glück und ein Segen für unser Land. Man kann seinen Aufenthalt nur so gestalten, dass er sich wohl fühlt und so vielleicht wiederkommt. Erst dann würde sich der Werbe-
effekt auch verselbstständigen.

Man hat dieses Großereignis also nicht genutzt, um die Werbetrommel zu rühren?
Nein. Wir schlagen kein Kapital aus den Urlaubswünschen unserer prominenten Urlaubsgäste. Neben dem Papst haben ja auch die …

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Panorama: Die neuen Sheriffs

Sicherheit: Die Bürgermeister sollen örtliche Wachmeister werden.

(doc) „Für die kleinen Gemeinden“, sagt Joachim Reinalter, „ist das so kaum umsetzbar. Denn ich möchte den Bürgermeister sehen, der einen illegalen Einwanderer eigenhändig zur Strecke bringt.“ Der Bürgermeister von Percha steht mit seiner Meinung nicht alleine da. Auch Gigi Spagnolli, Bürgermeister in Bozen, zweifelt am neuen Sicherheitspaket von Innenminister Roberto Maroni. Wenn schon neue Kompetenzen, sagt Spagnolli, „dann braucht es auch das Geld, um diese umsetzen zu können.“ Maronis Paket sieht weitreichende Zuständigkeiten für die Bürgermeister vor. Sie sollen künftig mittels Verfügungen etwa gegen Drogenhandel, Prostitution oder Bettelei vorgehen können.
Die Bürgermeister werden damit zu Sheriffs, zu …

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Panorama: Go, Go, Gokart

Pfatten: Das umstrittene Hobby-Kartrennen im Safety Park dürfte eigentlich gar nicht stattfinden. 

(sr) „Es werden keine Kartrennen durchgeführt.“ Das steht im Beschlussantrag des Südtiroler Landtags zum Fahrsicher­heitszentrum in Pfatten vom Dezember 2005. Der Antrag wurde damals vom Landtagsabgeordneten Andreas Pöder zum Finanzgesetz 2006 eingereicht und fast einstimmig (eine Gegenstimme und eine Enthaltung) genehmigt.
Doch am 30. August findet im Fahrsicherheitszentrum das Hobby-Kartrennen „Kart-Contest 2008“ statt. Es wird von der Motorsportgemeinschaft Vinschgau organisiert und es ist nicht das Erste, das stattfindet. Im Sicherheitszentrum sind des Weiteren auch nur straßenzugelassene Fahrzeuge erlaubt.
Die Veranstaltung und die Verantwortlichen werden massiv kritisiert. Grüne und Freiheitliche sehen den Sinn dieser Veranstaltung nur darin, …

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Panorama: Risiko verringern

Unfallverhütung: Nach den jüngsten Arbeitsunfällen stellt sich verstärkt die Frage, wie sie verhindert werden können.

(sr) Die Schlagzeilen der letzten Woche waren schockierend: „Bei Waldarbeit von Baum erdrückt“ oder „Arbeiter nach Einatmen von Klärgasen in kritischem Zustand“. Der Grund für solche Arbeitsunfälle ist oft die Unterschätzung der Gefahr, denn die Arbeit wird oft schon über Jahre ausgeführt und zur Gewohnheit.
„Solche Sachen gehen oft hundert Mal gut und einmal geht es eben nicht mehr gut,“ weiß Helmuth Sinn, Direktor der Landesabteilung für Arbeit. Ganz verhindert werden können Unfälle nie, aber das Risiko kann verringert werden. „Wir werden in Zusammenarbeit mit dem Bauernbund und der Berufsbildung auf Prävention, Aufklärung und Information setzen und Kurse …

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Panorama: Geknickt

Unwetter: Sturm, Regen und Hagel sorgen für große Schäden.

(doc) Die Bauern beklagen Ernteausfälle bis zu 50 Prozent – vor allem durch den Hagel, der vergangene Woche im Unterland, im Eisacktal, in Gröden und im Schlerngebiet niedergegangen ist. In Prad hat der Sturm Tausende Obstbäume geknickt; und in Partschins wurden nach starken Regenfällen mehrere Brücken weggerissen. Allein dort wird der Schaden auf 900.000 Euro geschätzt.

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Panorama: Start für Vintler Umfahrung

Pustertal: Startschuss für den Ausbau der Pusterer Straße. Nicht alle sind glücklich damit.

(aa) Am Montagvormittag war die Odyssee im Kampf um den Ausbau der Pusterer Straße zu Ende: in dem Moment, als Bautenlandesrat Florian Mussner und Luis Durnwalder zum Spatenstich für die Umfahrung von Vintl ansetzten. Vergessen, dass noch vor einigen Jahren 75,9 Prozent der befragten Vintler Bürger sich gegen eine Neutrassierung südlich der Eisenbahn ausgesprochen hatten. Vergessen, so die Kritiker, dass eigens für diese Umfahrung „im Widerspruch zum Gewässerschutzgesetz“ die Rienz verlegt wurde. Während die Kritiker von einer „Fehlentscheidung“ sprechen, wollen die Verantwortlichen von all dem nichts mehr wissen. Die Bevölkerung, so Mussner, sei in die Planung miteinbezogen worden. Das Pustertal …

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Panorama: Busfahrer gegen Rentner

Bus: Ein Streit zwischen Busfahrern und alten Menschen ist entfacht. Der Grund: „Abo 60+“. 

(sr) Es mag unglaublich klingen, dass gerade die Schwächeren der Gesellschaft angegriffen werden, aber die Busfahrer protestieren gegen die vielen Fahrgäste über 60. Sie seien „zu langsam“ beim Ein- und Ausstieg und „verwechseln den Bus mit einem Taxi“. Das sind nur zwei Gründe, warum Mobilitätslandesrat Thomas Widmann einen Beschwerdebrief von den Busfahrern erhalten hat.
Viele Senioren über 60 nutzen nun vermehrt das Abo 60+. Über 1.600 Personen haben es abonniert. Es ermächtigt sie für 100 Euro ein Jahr lang alle öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Bei den über 70-Jährigen sind es noch mehr, denn sie fahren gratis. Zu viele …

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Panorama: Noch keine Krise

Wirtschaft: Südtirols Konjunktur lahmt.

(doc) Die Zeichen sind alarmierend: Die Verbraucherpreise steigen überdurchschnittlich, die Inflation galoppiert,
die Anzahl der Firmen im Handelsregister stagniert und die Anzahl der Baukonzessionen ist seit Monaten rückläufig. Trotzdem möchte Stefan Perini, Direktor des Amtes für Wirtschaftsinformation an der Handelskammer, noch nicht von Krise sprechen. Noch wächst Südtirols Wirtschaft, wenn auch bis Jahresende nur mehr um 2 Prozent. Italien (0,4 %), den USA (1,3 %) und den EU-Staaten insgesamt (1,8 %) ergeht es wesentlich schlechter.

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Panorama: SMG-Mitarbeiter basteln an ihrem Outfit

Wirtschaft: SMG-Chef Engl will seinen Mitarbeitern ein stilgerechtes Auftreten beibringen.

(nd) Es muss offenbar dringenden Handlungsbedarf gegeben haben: Vor Kurzem absolvierten sämtliche Mitarbeiter der Südtirol Marketing Gesellschaft ein individuelles Training in Sachen Styling und Business-Outfit. Angeordnet von ihrem Chef Christoph Engl höchstpersönlich. Zu diesem Zweck wurde die Salzburger „Personal Stylistin“ Regina Linskeseder-Kotzmaier
nach Bozen geholt.
Die Dame ist ausgebildete Textildesignerin, hat mehrere Jahre in der Kostümabteilung der Salzburger Festspiele gearbeitet, betreibt seit 20 Jahren ein eigenes Unternehmen und hat in Südtirol bereits den HGV und „die Damen der Hotellerie“ stilgemäß dem Zeitgeist angepasst. Linskeseder-
Kotzmaier unterrichtete, wie sie gegenüber ff sagt, die SMG-Belegschaft zum …

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Panorama: Teures Eis

Lebensmittel: Speiseeis kostet doppelt so viel wie vor sieben Jahren.

(doc) Ob Vanille, Schokolade oder Erdbeere – Speiseeis ist seit 2001 enorm viel teurer geworden. Damals kosteten sowohl zwei Kugeln Eis auf einer Waffel als auch ein kleiner Becher Eis im Schnitt je 1.500 Lire (0,77 Euro). Im heurigen Sommer muss man dafür 1,50 (zwei Kugeln) beziehungsweise 1,85 Euro (kleiner Becher) bezahlen. Damit ist Eis italien-
weit um 95 bis 140 Prozent teurer geworden.
In Südtirol ist der Trend derselbe. Laut Verbraucherschutzverband Adoc kosten hierzulande zwei Kugeln Eis 1,70 Euro – gleich viel wie ein kleiner Becher. Das Kilo Eis wird im Schnitt für 14,50, in …

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Panorama: Südtirol top

Tourismus:  Das Land steht im Vergleich zu anderen Regionen gut da.

(doc) Südtirol zählte 2007 4.397.411 Ankünfte und 21.980.836 Übernachtungen. Damit gehört das Land zu den herausragenden Tourismusregionen im Alpenraum. Laut Landesstatistikinstitut Astat liegen Südtirol, Tirol und Salzburg an der Spitze. In Südtirol weisen das Burggrafenamt und das Pustertal den höchsten Gesamtindex (Übernachtungen, Beherbergungsdichte, Tourismusintensität, Bettenauslastung) auf; es folgen Bozen und Salten-Schlern.

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Protokoll: Neuer Slogan am Brenner

Die „Tibet ist nicht China“-Aufkleber, die Hans Kammerlander nach dem Modell der Südtiroler Freiheit anfertigen ließ, waren nur der Anfang in der Zusammenarbeit mit der Partei. Seit Samstag steht statt „Südtirol ist nicht Italien“, „Tibet ist nicht China“ auf der Tafel am Brenner. Dieser neue Slogan bleibt bis zum Ende der Olympischen Spiele am Brenner stehen, um verstärkt auf die Unterdrückung Tibets aufmerksam zu machen. 

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Protokoll: „Unnötige Panikmache“

Südtirols Wasser kann bedenkenlos getrunken werden. Auf diese Feststellung legt Wilfried Rauter, Direktor im Amt für Gewässernutzung, wert. Die Sonntagszeitung Zett hatte das angezweifelt: „Uran im Trinkwasser“, titelte sie groß. Der Bericht, so Rauter, sei wohl „ein Versuch, das Sommerloch zu stopfen“. Zwar gebe es Uran im Trinkwasser, doch nur in 8 von 1.500 Trinkwasserleitungen liege man über dem von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwert, wobei dieser sehr tief angesetzt sei.

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Die Offensive der Steger-Boys

Der Wahlkampf zwischen Arbeitnehmer und Wirtschaft läuft auf Hochtouren. Vom Vorwurf der „Rattenfängerei“. Und wie Dieter Steger
& Co. den „Roten“ ins Handwerk pfuschen.

Der Mann lässt sich nicht gerne in eine Schablone stecken. Schon gar nicht in eine schwarz-weiße. Er sagt, er habe einen Charakter mit vielen Schattierungen – so wie das Leben selbst ja auch. Sein Ziel sei es, „die Gesellschaft insgesamt“ weiterzubringen.
Der smarte Mittvierziger in Anzug und mit Zahnpastalächeln spricht von Lebensqualität, von Familie und Senioren. Er sagt, es gehe um mehr als um Wirtschaftspolitik. Die Zeiten, in denen man parteiintern rigide nach Richtungen vorgehen müsse, seien vorbei.
Dieter Steger, Kaufleutedirektor und stellvertretender Vorsitzende der SVP-Wirtschaft, zieht als Kandidat der Wirtschaft in das Rennen um die …

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Aus ff 32 vom 07. August 2008

Die Hälfte der Welt

Frauenpolitik: Auch innerhalb der SVP-Frauen werden eifrig die Wahlkampfmesser gewetzt. Während Julia Unterberger wieder zur „Furie“ wird, fordern andere für die Frauenbewegung ein „neues Image“.

Julia Unterberger reicht es. Lang genug, sagt sie, habe sie ihren Charakter in Zügel halten müssen. Lang genug sei sie gutmütig gewesen. Nun aber werde sie wieder zur „Furie“, zur „Rachegöttin“.
Die SVP-Abgeordnete und Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit sitzt auf der Terrasse des Hotel Laurin in Bozen. Sie zieht genussvoll an einer Zigarette und lehnt sich in ihren Stuhl zurück. Siegesgewiss, mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen. Noch am Morgen erhielt sie zwei politgewichtige Anrufe. Sowohl Landeshauptmann Luis Durnwalder als auch SVP-Fraktionsvorsitzender Walter Baumgartner wollten Unterberger zur Vernunft bringen, was so viel heißt wie „von meinem …

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Panorama: Der Vorwurf

Pädophilie: Ein Bozner Anwalt sitzt wegen Missbrauchsvorwürfen im Gefängnis von Rovereto.

(bb) Die Anklägerin ist ein achtjähriges Mädchen. Ihr Onkel, ein Bozner Anwalt, soll sie und ihren vierjährigen Bruder sexuell missbraucht haben. Gegenüber einer Psychologin hatte das Mädchen grobe Vorwürfe gegen den Bruder ihres Vaters geäußert. Dieser solle sie bei den Misshandlungen fotografiert haben. Computer und Fotoapparate des Angeklagten wurden nun beschlagnahmt und auf Hinweise zu den Vorwürfen untersucht.
Der Anwalt, der früher Pädophilieopfer verteidigt haben soll, sitzt nun in Untersuchungshaft.

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Panorama: Kalter Abbruch

Brenner: Ein denkmalgeschütztes Haus sorgt für Aufregung.

(doc) Das Lehan-Haus in der Gemeinde Brenner ist seit 22 Jahren unter Denkmalschutz. Damals war es laut Landesdenkmalamt noch bewohnbar. Seine Besitzerin, „Wipptaler Bau“-Chefin Juliane Egartner, war aber offenbar nicht an einer Erhaltung des Hauses interessiert. Laut Tageszeitung habe sie das Gebäude „bewusst verfallen“ lassen, um den Abbruch zu erreichen und die Kubatur anderweitig zu nutzen. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft das Haus beschlagnahmen lassen, eine Verwaltungsstrafe steht noch aus.

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Panorama: Air Alps im Sinkflug

Flughafen: Die Fluggesellschaft Air Alps kündigt mit Oktober den Vertrag und die Flüge nach Rom auf. Jetzt will das Land die Linie ausschreiben.

(bb) Auch der Präsident des Flughafens Engelbert Ritsch bestätigt es: „Air Alps verlässt Bozen.“ Auf der Strecke Bozen – Rom mache die Fluggesellschaft derzeit nämlich keine Gewinne. Sie verliere sogar rund eine Million Euro. Dieses Minus und mangelnde Förderungen vom Land seien die Gründe für die Kündigung der Verträge, die mit Anfang Oktober wirksam wird. Kritisiert wurde auch die mangelnde Infrastruktur am Flughafen Bozen. So wäre zum Beispiel ein Flugzeugwartungshangar dringend notwendig.
Weil laut EU-Vorschriften eine finanzielle Unterstützung durch das Land nur nach einem Wettbewerb möglich ist, wird der Vertrag nun europaweit ausgeschrieben. Binnen Oktober will man einen …

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Panorama: Liste gegen oder mit Forum?

Landtagswahlen: Die Bürgerliste um Hans Rieder tagt ohne das Bürgerforum um Walter Harpf.

(sr) Montagabend sind im Hotel Jonathan in Natz/Schabs die ersten personellen Entscheidungen für die Landtags-Bürgerliste um Hans Rieder gefallen – es ist der Teil der Südtiroler Bürgerlisten, der nicht mit den Grünen antreten will.
Im Herbst werden sich Gerhard Elzenbaumer, Martin Volgger, Monika Hofer-Larcher, Magnus Wasserer, Hans Lösch, Hans Rieder selbst und wahrscheinlich auch die ehemalige Natzer Bürgermeisterin Marianne Überbacher-Unterkircher den Wählern stellen. Auch Listenzeichen und Wahlprogramm wurden festgelegt. Auffällig war das Fehlen des Bürgerforums um Walter Harpf. Hans Rieder: „Die Mitglieder des Bürgerforums haben letzte Woche über die Presse mitgeteilt, dass es keine Zusammenarbeit mehr geben wird.“ …

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Interview: Die ABD hat kein Geld dafür

Gianfranco Jellici, Direktor im Ressort Mobilität, über die Montiggler Antennen-Misere der Flughafengesellschaft ABD.

ff: Das Land bezahlt für die ABD teure Antennentechnik (ff 31/08). Warum?

Gianfranco Jellici:
Man muss unterscheiden. Einmal musste eine Antenne versetzt werden, die unser Sendesystem für An- und Abflüge (VOR) gestört hatte. Das bezahlt das Land, weil die Fläche, wo wir die neue Antenne aufstellen, eine Landesparzelle ist.

Aber warum zahlt nicht die ABD oder die Carabinieri, denen die Antenne gehört?
Die Carabinieri stellen uns ihren Turm auch für unsere Instrumente zur Verfügung. Erstens. Und zweitens hat die ABD nicht so viel Geld übrig, also bezahlen wir die Versetzung.



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Panorama: Erschließung durchgeboxt?

Naturns: Erchließung der Dickeralm – wie die Landesregierung die Bedenken der eigenen Verwaltung ignoriert.

(ml) Die Schlagzeilen liegen nun vier Jahre zurück: Über Nacht hatte der Naturnser Bauernbundobmann und Baggerunternehmer Helmut Müller begonnen, einen Fahrweg auf die im Natura-2000-Gebiet liegende Dickeralm zu baggern.Trotz eines negativen Gutachtens der Landschaftsschutzkommission, die das Projekt mit den Hauptzielen eines Natura-2000-Gebietes nicht vereinbar sah.
Aufgrund eines Rekurses des Dachverbandes für Natur und Umweltschutz verfügte das Verwaltungsgericht eine Einstellung der Arbeiten.  Das Meliorierungskonsortium Fuchsberg, dessen Obmann Müller ist, reichte in der Folge ein nur wenig abgespecktes Varianteprojekt ein, das bei der Landesverwaltung erneut durchsauste. Auf Betreiben des Konsortiums und der Gemeinde Naturns hat die Landesregierung daraufhin ein externes …

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Panorama: Drama nach einem Streit

Eppan: Robert Kessler versuchte seine Lebensgefährtin zu erschießen –und tötete anschließend sich selbst.

(sr) Ein normaler Dienstagabend in Eppan, bis Polizei, Krankenwagen und Notarzt vor dem Haus Sanin parkten. Maria Nischler, 44, wohnte seit zwei Monaten mit ihrem Lebensgefährten Robert Kessler, 42, in der Ferienwohnung. Sie war es, die schwerverletzt Polizei und Krankenwagen alarmierte.
Robert Kessler aus Lau­rein hatte versucht, in der Ferienwohnung in Eppan seine Lebensgefährtin aus dem Schnals­tal nach einem Streit zu töten. Sie wurde zwei Mal mit einer Kugel einer Pistole aus einer Entfernung von einem halben Meter getroffen. Der erste Schuss dürfte sie unter der linken Brust getroffen haben. Der zweite verletzte den Gaumen. Eine dritte Kugel …

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Panorama: Dauerkonflikt

Meran: Im Streit um die Schottermühle in der Lazag hat die Gemeinde wieder das Nachsehen. 

(ml) Zu Ferragosto hätte der staubige und lärmende Spuk in der Naherholungszone Lazag nach Jahren endlich ein Ende haben sollen. Da nämlich hatte die Gemeinde Meran der Firma Eurobeton die Räumung der Schottermühle auferlegt. Firmeninhaber Stefan Pföstl hat nun beim Verwaltungsgerichtshof eine einstweilige Aufhebung der Verordnung erwirkt.

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Panorama: Die Auslese

Kunst: In Brixen ist die neue Stadtgalerie eröffnet. Man strebt Niveau an und will Froschskandale vermeiden. 

(bb) Die neue Stadtgalerie soll Brixen an die europäische Kunstszene anbinden, so schwebt es Alex Pergher, Verantwortlicher für die Führung der Galerie, vor. Internationale Künster wie Marc Chagall und Fortunato Depero schmücken das Programm der ehemaligen Rathausgalerie, die am 12. Juli als Stadtgalerie neu eröffnet wurde. Einheimische Künstler wie Hermann Pitscheider sind davon wenig begeistert. „Früher konnten wir Brixner in der Rathausgalerie ausstellen. Jetzt wurden wir ausgeladen“, so ein enttäuschter Pitscheider. Alex Pergher hat eine Erklärung dafür: „Die Rathausgalerie war eine Gemeindegalerie. Jetzt hat sich das Konzept geändert. Das Führungskomitee entscheidet, was ausgestellt wird und was nicht.“
Dabei …

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Panorama: Soziales braucht das Land

Gesellschaft: In Südtirol verkümmere das „Soziale“. Daher brauche es einen neuen Stellenwert, so der Sozialring. 

(bb) „Das Soziale wird in Südtirol als ein Teilbereich neben anderen angesehen und behandelt“, klagt Heiner Schweigkofler, Präsident des Sozialringes und Geschäftsführer der Caritas. Weil sich die herrschende Unternehmerkultur stark an der Selbststeuerung des Marktes orientiere und die allgemeine Kultur eine Schwäche gegenüber dem Sozialen zeige, habe es an Stellenwert verloren. „In Wirklichkeit ist das Soziale aber umfassend, es betrifft die ganze Gesellschaft“, so Schweigkofler.
Unter „Sozialem“ versteht der Sozialring vor allem den Schutz vor Risiken und Gefährdungen des Lebens. Freiwilligenarbeit, Solidarität, Nachbarschaftshilfe seien unerlässlich für ein gutes soziales Klima im Land. Der Sozialring fordert daher die Unterstützung …

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Protokoll: Massenabsturz am K2

Am vergangenen Wochenende kam es erneut zu einem tödlichen Ausgang einer Expedi­tion im Himalaja. Am K2, dem zweithöchsten Berg der Welt, riss eine Eislawine insgesamt 11 Alpinisten in den Tod. Auf einer Höhe von 8.200 Metern durchtrennte ein herabstürzender Eisblock das Fixseil. Rund 25 Bergsteiger befanden sich gerade beim Auf- beziehungsweise Abstieg vom Berg. Der italienische Alpinist Marco Confortola konnte gerettet werden.

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Protokoll: Omnibusgesetz kritisiert

Die italienische Regierung kritisiert das Land. Und zwar hinsichtlich des am 10. Juni beschlossenen Omnibusgesetzes. Das Gesetz weise Mängel in den Bereichen Luftreinhaltung und Abwasserreinigung auf. Landeshauptmann Luis Durnwalder und Umweltlandesrat Michl Laimer zeigten kein Verständnis gegenüber der Schelte aus Rom. In Sachen Umweltschutz habe Südtirol italienweit die Nase vorn. Beim Kritikpunkt, dass Anmerkungen nur in Deutsch verfasst wurden, gaben sie klein bei.

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Panorama: Erfolglose Warnung

Wohnbau: Der Reformvorschlag der Landesregierung wird zerlegt.

(doc) Kein Stein auf dem anderen scheint im Gesetzentwurf zum Wohnbau der Landesregierung zu bleiben. Die Gesetzgebungskommission des Landtages hat vergangene Woche darüber befunden – und den Entwurf gehörig umgebaut.
Keiner der 27 Artikel (von insgesamt über 60), die behandelt worden sind, ist so geblieben, wie von Landeshauptmann Luis Durnwalder, Wohnbaulandesrat Luigi Cigolla und Schattenlandesrat Adolf Spitaler vorgeschlagen. Die wichtigsten Änderungen:
- Die Einkommensstufen für Bau, Kauf oder Wiedergewinnung sind um 20 Prozent angehoben worden.
- Die Überwachungskommission wird aus 3 unabhängigen Experten gebildet – und nicht 5 Landesräten.
- Junge Ehepaare …

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Panorama: Weniger PKW

Auto: In Italien und im Trentino gehen die Autokäufe zurück. Südtirols Autobranche schlägt sich im Vergleich deutlich besser.

(bb) Hohe Benzinpreise und mangelnde Kaufkraft zeigen auch im reichen Südtirol langsam ihre Auswirkungen. In der ersten Hälfte des Jahres 2008 wurden 7.885 Autos immatrikuliert – das sind 700 weniger als im vorigen Jahr. Im Trentino und im restlichen Italien liegen die Minuszahlen mit bis zu 21 Prozent allerdings deutlich höher.
Blendend läuft das Geschäft mit dem Flitzer Smart. Mercedes verbuchte mit seinem Kleinen dieses Jahr gleich 400 Prozent mehr Umsatz als im Jahr 2007. Die am meisten verkaufte Automarke bleibt aber immer noch Fiat. 

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Panorama: Zone für Hotel

St. Andrä: Eine Bauleitplanänderung stellt die Weichen für umstrittenes Sanoner-Hotelprojekt.

(aa) Unterschriften wurden gesammelt und Bürgerversammlungen abgehalten. Die Mühe der Gegner des Hotelprojekts in den Koja-Wiesen bei St. Andrä hat sich anscheinend nicht gelohnt. In der jüngsten Brixner Gemeinderatsitzung wurde ein Teil von Wiesen und Wald als Tourismuszone ausgewiesen. Der Antrag der grünen Bürgerliste, die Diskussion zu vertagen, wurde abgelehnt. Der Planung des umstrittenen Projektes scheint demnach nichts mehr im Weg zu stehen.

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Aus ff 31 vom 31. Juli 2008

Ich ein Strippenzieher?

ff-Sommergespräch: Michl Ebner über die Turbulenzen im Hause Athesia, den Vergleich mit Berlusconi, die Probleme der SVP und seine neue Rolle als Handelskammerpräsident.

ff: Ihr Rückzug aus der Politik findet zu einem Zeitpunkt statt, in dem es innerhalb der Athesia starke Veränderungen gibt. Da ist der Bruch mit Ihrem langjährigen Wirtschaftsberater Rudi Rimbl,
da sind Quotenverschiebungen.
Nur ein Zufall?

Michl Ebner: Da gibt es überhaupt
keinen Zusammenhang. Ich war zuerst 15 Jahre in Rom, im kommenden Jahr werden es 15 Jahre sein, in denen ich Südtirol in Brüssel und Straßburg vertrete. Das sind zwei Fünfzehnjahreszyklen und ich denke, es hat eine bestimmte Sinnhaftigkeit, wenn man jetzt einen Wechsel vorsieht.

Sie waren aber noch …

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Panorama: Teileröffnung

Handel: Euronics wieder zur Hälfte geöffnet.

(sr) Gespannt wartet man auf den 26. August, wenn vor Gericht der Fall „Euronics“ entschieden wird. Kurz nach der Eröffnung musste Euronics das Geschäft in der Galvani­straße vorläufig wieder schließen. Grund waren die von der Gemeinde Bozen und vom Land erteilten Lizenzen, gegen die die Gesellschaft Eucashopping (Trony) Beschwerde vor Gericht eingereicht hatte. Das Gericht hat die teilweise Aussetzung der Handelslizenzen verfügt. Euronics ist zwar wieder geöffnet, doch musste es Haushaltsgeräte, Computer und Telefone aus dem Sortiment nehmen.

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Panorama: Sanierungsbedürftig

Bozen: Das Siegesdenkmal soll saniert werden. Mit Lottoeinnahmen im Wert von zwei Millionen Euro.

(bb) Kurz vor den Landtagswahlen im Oktober wird nun die Sanierung des Siegesdenkmals angestrebt. Die Arbeiten sollen laut Denkmalamt Venedig noch im September beginnen und zirka ein Jahr lang dauern. Bezahlt werden die Renovierungskosten in Höhe von zwei Millionen Euro mit den Lottoeinnahmen der Jahre 2004 bis 2006. Überdies überlegt man die Entfernung des Zaunes rund um das faschistische Denkmal. 2006 wurde der Stiegenaufgang des Siegesdenkmals restauriert.

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Panorama: Grünes Licht für Erneuerung

Energie: Der Umweltbeirat hat der Erneuerung der E-Werke in Vals und Pfunders zugestimmt. Bekommt das innovative Projekt der Eisackwerk GmbH 2011 nun auch die Konzession?

(ml) Das heiße Eisen war in einer knappen Pressemitteilung des Landes von vergangener Woche unter ferner liefen versteckt. Derzufolge hat der Umweltbeirat ein Vorhaben der „Eisackwerk GmbH“ für die Erneuerung der E-Werke in Vals und Pfunders gutgeheißen. Und damit sein Okay für ein Projekt gegeben, das von Privaten eingereicht wurde. Überraschend genug, wenn man bedenkt, dass der Südtiroler Strommarkt von der landeseigenen Sel, der Edison, der Enel und den Etschwerken beherrscht und verteidigt wird. Wird das Procedere formal eingehalten, könnte nun erstmals die Eisackwerk GmbH bei einer wichtigen Konzessionsvergabe im Lande zum Zuge kommen und den Mitbewerbern das Nachsehen geben. …

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Panorama: Geld fürs Wohnen

Wohnbau: Der Gesetzenwurf der Landesregierung steht in der Kritik.

(doc) Noch bis Donnerstag wird die Gesetzgebungskommission des Landtages über den Gesetzentwurf der Landesregierung brüten. Es geht um die Lösung der Probleme am Wohnungsmarkt.
Doch der Entwurf steht in der Kritik. Diese üben Grüne, Gewerkschafter, Freiheitliche – und auch die Arbeitnehmer in der SVP. Knackpunkte:
- Einkommensstufen. Die Landesregierung will für die Wohnbauförderung eine fünfte Stufe bis 50.000 Euro einführen. Damit soll der Mittelstand gefördert werden. Derzeit gibt es vier Stufen, die bis 37.200 Euro reichen. Riccardo Dello Sbarba (Grüne) fordert statt der fünften Stufe eine Anhebung der bisherigen Stufen um 20 Prozent. Auch Julia Unterberger …

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Interview: „Hausaufgaben gemacht“

Maximilian Rainer, Direktor der Landesenergiegesellschaft Sel.

ff: Die Landesregierung hat es laut Rechnungshof verschlafen, den ihr von den Großwasserkonzessionären zustehenden Gratisstrom einzufordern oder ihn sich marktgerecht abgelten zu lassen. Ist die Sel als Stromgesellschaft des Landes am 30-Millionen-Loch gänzlich unbeteiligt?

Maximilian Rainer:
Damit haben wir nun wirklich rein gar nichts zu tun. Wir haben die Strommenge von 220 Kilowattstunden, die pro KW-Konzessionsleistung abzugeben ist, immer weitergegeben. Wir haben das über unsere Tochtergesellschaft entweder in natura abgewickelt oder kompensiert. 

Das Land will jetzt einen Obolus von den Ernergieerzeugern einheben, auf den Gratisstrom verzichtend – um Strom wieder teuer einzukaufen.


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