Hinweis

Lesen Sie alle Artikel online ohne Einschränkung. Jetzt Abo bestellen.

 

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Aus ff 48 vom 27. November 2014

Rückzahlung in bar

Bei einem Immobiliendeal in Bozen gab es interessante Umweggeschäfte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Podini, Hager, Durnwalder & Co.

Die Fenster sind mit Papier zugeklebt, die Türen mit Brettern vernagelt, von den Mauern blättert der beige Putz. Trist steht das Haus mit den beiden Türmchen in der Rittnerstraße in Bozen da, seit Jahren schon. Hier, nur 50 Meter vom Bahnhof entfernt, soll einmal die Personalabteilung des Landes einziehen. Das heißt, sobald das Haus abgerissen und neu aufgebaut ist. Vor viereinhalb Jahren ließ die Landesregierung das Haus mittels einer Enteignung ankaufen. Für einen stolzen Preis: 9.782.000 Euro erhielt der Eigentümer, die R59 GmbH, für das Haus. Seitdem liegt es brach, auch weil eigentlich zu wenig Volumen für die Personalabteilung...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Der Antiheld

Der ehemalige SVP-Hinterbänkler und jetzige Altmandatar Franz Pahl hat die Rekurslawine gegen das Politikerrentengesetz losgetreten und damit die eigene Partei in Brand gesetzt. Wer ist dieser Mann wirklich? Und: Was treibt ihn eigentlich an?

Da geht es ums Prinzip.“ Und wann immer es ums Prinzip geht, da läuft er, der bekannteste Hinterbänkler der Südtiroler Politik, zur Höchstform auf. Egal, ob Siegesdenkmal, deutsche Sprache, Kippenberger-Frosch oder – wie jetzt – die Politikerpensionen: Franz Pahl, vor wenigen Tagen 65 geworden, kann wochen-, sogar jahrelang auf Tauchstation gehen. Aber wenn mal wieder eines seiner Lieblingsthemen ansteht, da klettert er plötzlich aus dem Nichts heraus wie der sprichwörtliche Phönix aus der Asche, und ist zum Entsetzen seiner vielen Feinde tatsächlich in der Lage, die Meinungshoheit zu erobern – für seine Prinzipien und für sich selbst. Franz Pahl...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Wunden und Würde

Der Rücktritt von Andreas Fabi kommt überraschend – und doch auch wieder nicht. Es sind turbulente Zeiten in der Sanität, der Generaldirektor ist sich keiner großen Fehler bewusst. Er tritt ab, weil ihm eine „geregelte Hofübergabe“ wichtig ist.

Nur ein kleiner Kreis von Eingeweihten wusste es bereits am Nachmittag des vergangenen Donnerstags. Ein paar Stunden vor der Pressekonferenz an der Landesfachschule für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen informierte Andreas Fabi seine engsten Mitarbeiter, dass er als Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes zurücktreten werde. Zwei Tage vorher hatte es ein letztes klärendes Gespräch mit Landesrätin Martha Stocker gegeben, diese hielt noch kurz Rücksprache mit dem Landeshauptmann. Dann ging alles ruckzuck. Die Pressemitteilung, die am Donnerstagabend um 20.34 Uhr verschickt wurde, war harmlos, und doch klang sie wie eine Vorwarnung. Thema: „Weichenstellung im Gesundheitswesen“, mehr stand nicht darin. Acht Jahre enden...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

„Südtirol muss besser werden!“

Immer mehr Südtiroler Unternehmen liebäugeln mit Osttirol und Kärnten. Speckkönig Franz Senfter tat dies auch, er blieb aber in Südtirol. Er sagt: „Die Südtiroler Politik muss über den Tellerrand hinaussehen.“

ff: Servus Südtirol – willkommen Österreich: Haben Sie selbst schon einmal daran gedacht, mit Ihren Firmen von Südtirol nach Osttirol abzuwandern? Franz Senfter: Wir haben eine kleine Niederlassung in Nordtirol – in Navis bei Matrei am Brenner. Die haben wir mit dem Kauf von Gasser Speck übernommen. Natürlich: Wenn man an der Grenze zu Osttirol wohnt, hat man sich Gedanken gemacht und sich informiert, wie es in Osttirol wäre. Wir haben uns dann dagegen entschieden, nach Osttirol zu gehen. Einerseits. Und andererseits? Wenn man von Südtiroler Speck spricht, kann man den nicht in Osttirol herstellen. Wir...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Alte Garde tritt vor

Meran: (nd) Die Passerstadt scheint vom Virus der Erneuerung nicht angesteckt worden zu sein. Während anderswo bereits die Riege der Vierzig- und Dreißigjährigen das Zepter der Politik übernommen haben, könnte es in Meran im kommenden Frühjahr zu einer Wiederauferstehung der alten Garde kommen. Die Ankündigung von Bürgermeister Günther Januth, nicht mehr für eine Kandidatur zur Verfügung zu stehen, hatte bislang nicht den Effekt, den sich die Chefs der SVP erhoffen. Drei Anwärter auf das Amt des Bürgermeisters haben sich gemeldet, zwei sind stadt-, einer ist sogar landesweit bekannt: Da sind zunächst Stadtrat Stefan Frötscher und Gemeinderat Peter Enz. Kurios:...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Hobag-Ausgleich mit Fragezeichen

Wirtschaft: (nd) Am 18. Dezember sollten die Gläubiger die Entscheidung fällen: dem Ausgleichsangebot des Bauunternehmens Hobag zustimmen oder nicht? Eine schwierige Entscheidung, zumal selbst die beiden vom Gericht eingesetzten Kommissare Michael Palla und Stefano Ambrosini Mühe haben, Licht ins Dunkel dieses Falles zu bringen. Bekanntlich wurden vonseiten der Gläubiger Forderungen in Höhe von 62 Millionen Euro angemeldet, lediglich rund ein Drittel davon sollte laut Ausgleich beglichen werden, während sich die nicht privilegierten Gläubiger mit rund 20 Prozent der geschuldeten 40,6 Millionen zufrieden geben müssten. Dass in diesem Verfahren noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, zeigt das Gesuch um...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Podini-City

Einkaufszentren: (nd) War da nicht mal von „einem einzigen Einkaufszentrum in Südtirol“ die Rede? Schnee von gestern. Inzwischen schießen in allen Gemeinden Shoppingtempel wie Pilze aus den Gewerbezonen. Vor allem Bozen Süd dürfte – sollten die Pläne tatsächlich verwirklicht werden – in wenigen Jahren eine rekordverdächtige Dichte an Einkaufszentren aufweisen. Am Montag dieser Woche reichte der Unternehmer Giovanni Podini wie angekündigt das Projekt „South Point“ ein, das gegenüber dem ebenfalls in Podini-Besitz befindliche Twenty entstehen soll: 17.000 Kubikmeter Wohnkubatur, 6.000 Kubik Gewerbe, 57.000 Kubik Handel und ebenso viel für Unterhaltung, Freizeit und Büros. Stadträtin Chiara Pasquali hat in einer...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: „Mit den Wutbürgern umgehen“

Demokratie: (doc) Direkte Demokratie – kennen wir. Repräsentative Demokratie – kennen wir. Was aber ist die partizipative Demokratie? Ein Netzwerk möchte sie in Südtirol salonfähig machen. ff: Was will das Netzwerk Partizipation erreichen? Sabina Frei: Wir möchten eine Lücke schließen – sofern das möglich ist. Und zwar die Lücke zwischen repräsentativer und direkter Demokratie. Bei der partizipativen Demokratie geht es darum, die Bevölkerung einzubeziehen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Volksabstimmung in Mals, wo man das versucht hat. Trotzdem gibt es in Mals einige Nachwehen ... Konflikte wird es immer geben. Es ist auch nicht...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Mals grüßt Rom

Pestizide: (nd) Lange Zeit wurde es belächelt, jetzt reißen sich alle um „das Modell“, das in Mals umgesetzt werden soll. Die Rede ist von der Volksabstimmung, mit der Mals de facto ein Verbot für Pestizide und Spritzmittel auf dem gesamten Gemeindegebiet dekretiert hat. Ganz Europa schaut auf das Experiment, das die Vinschger Gemeinde da in Angriff nehmen will. Dieser Tage weilte Bürgermeister Ulrich Veith in Fulda, um auf der Bioland-Konferenz über die Malser Volksabstimmung zu referieren. Der Biobauer Alexander Agethle referierte an diesem Montag sogar im römischen Parlament. Unter den Zuhörern: Landwirtschaftsminister Maurizio Martina. Agethle zeigte sich überzeugt davon,...

mehr...