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Aus ff 09 vom 04. März 2010
Panorama: Bruchlandung
Es waren nicht die Olympischen Spiele der Südtiroler und es waren nicht die Olympischen Spiele der Carolina Kostner. Gleich dreimal ging die 23-jährige Grödnerin bei der Kür in Vancouver zu Boden, am Ende reichte die Leistung der amtierenden Europameisterin im Eiskunstlaufen nur für Platz 16. Gold holte sich das 19-jährige Ausnahmetalent Kim Yu-Na aus Südkorea.
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Panorama: „Ein Schnitt“
Wohnbauförderung: Luis Durnwalder ist für ihre Streichung.
(doc) Die Freiheitlichen wettern seit Jahren gegen Wohngeld und Wohnbauförderung, die nur die Preise künstlich in die Höhe treiben würden. Am Montag schwenkte auch Landeshauptmann Luis Durnwalder auf diese Linie ein. Wohnungsbesitzer könnten auch deshalb ihre Mieten so hoch ansetzen, weil das Land beim Bezahlen hilft. In ähnlicher Weise würden die Landesgelder die Preise bei Bau und Kauf in die Höhe treiben. „Hier hilft nur ein Schnitt“, sagte Durnwalder, „der zuerst schmerzhaft ist.“ Langfristig helfe er aber, um die Preise zu senken.
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Panorama: Angeklagt
Justiz: Die Grünen-EU-Kandidatin Renate Holzeisen muss vor Gericht.
(doc) Renate Holzeisen nimmt es gelassen: Endlich bekomme sie Gelegenheit, strittige Dinge vor Gericht klären zu können – erstens den Fall Milkon und zweitens jenen der Südtiroler Richterschaft, die sie als zum Teil empfänglich für „Anweisungen der lokalen politischen Macht“ eingestuft hatte. Die entsprechenden Aussagen hatte die Grünen-Kandidatin Holzeisen im EU-Wahlkampf 2009 getätigt. Staatsanwalt Igor Secco hat nun gegen die Bozner Rechtsanwältin Anklage wegen Rufschädigung
erhoben.
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Panorama: Die Radios abdrehen?
Medien: Die Regierung will den Privatradios den Geldhahn zudrehen. Im Südtiroler Äther herrscht Aufruhr.
(nd) In Italien gibt es an die 1.200 Sender. In den allermeisten Fällen handelt es sich um Privatradios und private TV-Anstalten. Das Besondere: 8 dieser Sender (0,07 Prozent) erhalten 54 Prozent der staatlichen Fördergelder. Alle acht befinden sich im Besitz von Parteien. Diese acht bekommen sage und schreibe 16 Millionen Euro vom Staat. Mit einem Gesetz, das laut SVP-Senator Manfred Pinzger, der vor wenigen Tagen Alarm geschlagen hat, im Parlament ohne viel Diskussion durchgewinkt wird, will die Regierung jetzt im Zuge allgemeiner „Sparmaßnahmen“ die Fördermittel streichen – mit einer Einschränkung: Die Parteisender bleiben ausgeklammert. Heiner Feuer, Chef von RMI,...
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Panorama: Besorgte Einstimmigkeit
Meran: Die SVP hat Günther Januth zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Und weiß, es könnte eng werden.
(nd) Der Blick auf die vielen leer gebliebenen Stühle verriet, dass es nicht um viel ging auf dem diesjährigen Stadtparteitag der Meraner SVP. Alles war bereits im Vorfeld entschieden worden. Trotzdem gelang es Obmann Toni Gögele, aus einer Formalität ein Event zu zimmern. Als Günther Januth per Akklamation zum Bürgermeisterkandidaten nominiert wurde, kullerten sogar Tränen der Rührung. Weg frei also für eine Neuauflage der bisherigen Koalition? Auf den ersten Blick sieht alles danach aus: Im Mitte-rechts-Block herrscht das Chaos. Nachdem sich die Gemeinderäte auf Carmelo Genovese geeinigt hatten, polterte Michaela Biancofiore drauf los. Sie will einen ihrer Gefolgsleute. ...
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Panorama: Eigenes Gesetz
SVP-Fraktionssprecher Elmar Pichler-Rolle über die Versenkung der Sonderkommission zu den Kosten der Politik.
ff: Ist mit der Sonderkommission auch die Senkung der Politikergehälter im Landtag gestorben? Elmar Pichler-Rolle: Ganz und gar nicht. Wir haben die Sonderkommission ins Leben gerufen, weil wir wollten, dass alle Parteien einen detaillierten Vorschlag ausarbeiten, der dann mit den Trentinern verhandelt wird. Aber die Opposition bockte und weigerte sich, in die Kommission zu gehen. Diese war damit handlungsunfähig und überflüssig. Daraufhin hat jeder SVP-Abgeordnete 600 Euro netto im Monat gespendet? Ja. Ein Jahr lang haben wir insgesamt 108.000 Euro für karitative Zwecke gesammelt. Und das war es dann? Nein. In der Zwischenzeit...
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Panorama: Kunos Ärger
Universität: Kuno Prey, Dekan der Fakultät für Design, überlegt, im Herbst abzutreten. Und ärgert sich über die Uni.
(gm) „An dieser Universität kann man nicht arbeiten, es geht nichts weiter“, mault Kuno Prey. Der Innichner Prey (Jahrgang 1958) ist der Gründungsdekan der Fakultät für Design an der Freien Universität Bozen. Er ist bis heute deren Dekan, 2002 übersiedelte er von Weimar nach Bozen. Prey gilt als Arbeitstier, zuweilen ruppig, er versteht es, sich und die Arbeit seiner Studentinnen und Studenten auch international zu präsentieren. 200 Studierende umfasst die Fakultät, jedes Jahr werden 60 neue aufgenommen. Kann es sein, dass ein Macher wie Prey wegen interner Schwierigkeiten – Prey gilt etwa als strikter Gegner von neuen Fakultäten –...
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Panorama: 1,4 Millionen Euro verdient
Affäre: Der Staatsanwalt beschuldigt vier Bozner Anwälte des Betrugs. Sie bestreiten das.
(doc) „Wenn dieses Verfahren nicht gestoppt wird“, sagt Gerhard Gostner, „habe ich 43 Jahre lang den falschen Beruf ausgeübt. Dann kann ich einfach nicht mehr an die Justiz glauben.“ Gerhard Gostner führt eine der renommiertesten Anwaltskanzleien in Bozen. Trotzdem werden er und seine Partner Armin Weis, Ivan Rampelotto und Martin Plieger von Staatsanwalt Paul Ranzi eines schweren Vergehens beschuldigt: Sie sollen einen ihrer Mandanten dazu gebracht haben, ihnen ein Haus in der Bozner Carduccistraße unter Wert zu verkaufen. Konkret geht es um das Haus von Elfriede Guttmann, die 2001 verstorben ist. Ihr Vormund war Gerhard Gostner, Alleinerbe war ihr...
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Panorama: Die Kunst in Zeiten der Krise
Kunst: Eine Messe will zeigen, dass die Liebe zum Schönen auch in Zeiten der Krise Bestand hat.
(so) Mit einem Programm, das vorwiegend am kulturellen Austausch interessiert ist und weniger am Kommerz, will die Messe „kunStart“ auf die internationale Krise antworten. Die Zeiten, in denen Sammler mit Millionen um sich warfen, gehören der Vergangenheit an. Umso mehr will man „eine Rückbesinnung“ auf das, was „die eigentliche Aufgabe der Kunstgalerien“ sein sollte: das Suchen und Finden neuer Talente. Siebzig Aussteller aus elf Ländern präsentieren sich vom 5. bis zum 7. März am Bozner Messegelände und fügen sich in ein Rahmenprogramm ein, das fast ausschließlich zeitgenössisch ausgerichtet ist und klare Schwerpunkte setzt: die Förderung junger Talente und der...
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Panorama: Unschätzbar
Lawine: Nature berichtet über Schweineversuch.
(aa) Das Lawinenprojekt mit Schweineversuch vom Eurac-Institut für Alpine Notfallmedizin hatte einen Medienrummel sondergleichen ausgelöst. Nun lässt das renommierte britische Wissenschaftsjournal Nature die Forscher zu Wort kommen. Für diese eine Veröffentlichung von „unschätzbarem Wert“. Darin fordern sie eine breite öffentliche Diskussion über Tierversuche. Die Ergebnisse der Studie, so Leiter Hermann Brugger, hätten „einen entscheidenden Beitrag zur Rettung von Menschenleben“ leisten können.
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Panorama: Topverdiener Ebner
Manager: Ihre Einkommen können sich sehen lassen.
(doc) Wer einen wichtigen Posten innerhalb der Region Trentino-Südtirol bekleidet, muss jährlich sein Einkommen offenlegen. Das wird anschließend im Amtsblatt der Region
veröffentlicht. So geschehen am Dienstag vergangener Woche. Topverdiener ist demnach Handelskammerpräsident und Athesia-Boss Michl Ebner. Sein in der Steuer-
erklärung deklariertes Einkommen beträgt insgesamt 374.404 Euro. Damit liegt er um über 100.000 Euro vor Autobahnpräsident Paolo
Duiella. Zu den Topverdienern gehören auch Autobahnvize Benedikt Gramm, Pensplan-Direktor Michael Atzwanger sowie die Bozner-Messe-Chefs Reinhold Marsoner und Gernot Rössler.
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Panorama: Umstrittene Kürzung
Soziales: Das Land streicht die Rente für 200 Kinder mit Teilinvalidität.
(doc) Der Aufschrei war groß, als der Brief den rund 200 Familien im Land ins Haus flatterte: Ab 1. März wird die Rente für minderjährige Teilinvaliden nicht mehr ausbezahlt. Davon betroffen sind vorwiegend Familien, die Kinder mit Downsyndrom haben. Sie erhalten jetzt monatlich 400 Euro weniger als bisher. Dabei war diese Rente genau vor den Landtagswahlen von knapp 300 auf 400 Euro aufgestockt worden. „Die betroffenen Familien“, sagt Wolfgang Obwexer, Geschäftsführer der Lebenshilfe, „benötigen das bisher zugewiesene Geld dringend für die Abdeckung von Assistenzkosten und Therapien für die behinderten Kinder.“ Eine geregelte Familienplanung war in vielen Fällen oft erst...
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Panorama: Wider die Tollwut
Diese Woche ist die größte Tollwutimpfaktion in der Geschichte Südtirols angelaufen. Alle Nutztiere in den Grenzgemeinden zwischen Sexten und Altrei werden geimpft, für wilde Tiere werden Impfköder eingesetzt. Grund für die Maßnahme ist die Tollwut, die in allen südöstlichen Nachbarprovinzen um sich greift. Die oft auch für den Menschen tödliche Virusinfektion wird hauptsächlich durch Bisse von Hunden und Füchsen übertragen.
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Panorama: Avolio ist raus
Der Ex-Präsident der Etschwerke, Giuseppe Avolio, ist am Freitag vergangener Woche auch aus dem Verwaltungsrat des Unternehmens geworfen worden. Er war wegen einer Spesenaffäre unter Beschuss geraten. Die Aktionäre Bozen und Meran hatten ihm daraufhin das Vertrauen als Präsident entzogen. Avolio, selbst Jurist, gibt sich erleichtert, dass „diese Farce endlich beendet“ sei. Und kündigt an, hohe Schadenersatzforderungen zu stellen. Schließlich habe er immer zum Wohle des Unternehmens gearbeitet.
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A fescher Bursch
Klaus Ladinser schickt sich an, Bozner Vizebürgermeister zu werden. Aber wer ist der Mann, den Freunde liebevoll Ladi nennen?
Politisches Porträt eines Stadtrats und Unternehmers, der nicht ganz unumstritten ist.
Der Klaus“, sagt Rudi Benedikter, „isch a fescher Bursch, der sicher noch in seine Rolle als Vizebürgermeister hineinwachsen wird.“ Benedikter ist derzeit Präsident des Bozner Gemeinderates und Koalitionspartner von Klaus Ladinser, der sich anschickt, Bozens nächster Vizebürgermeister zu werden. Aber wer ist dieser Mann, der alle paar Jahre mit seinen Geschäften, die seine politischen Gegner als nicht gerade lupenrein deklarieren, für Gesprächsstoff sorgt? Wer ist dieser Mann, der bereits nach den letzten Gemeinderatswahlen im November 2005 als Kronprinz des damaligen Vizebürgermeisters Elmar Pichler-Rolle gehandelt wurde? Wer ist dieser Mann, den die Bozner SVP als ihren Spitzenkandidaten auserkoren hat? Als...
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Die zwei Türme
Giorgio Holzmann hat in Rom eine brisante Anfrage zum Bozner Flugplatz gestellt. Auf Betreiben der ABD-Spitze. Doch die bestreitet das.
Heiner Oberrauch könnte ein Buch darüber schreiben. „Ich bin überzeugt, es würde ein Bestseller“, sagte er bei der Grundsteinlegung der Europazentrale von Salewa in Bozen Süd am Freitag vergangener Woche. Salewa-Chef Oberrauch musste sechs Jahre lang unzählige bürokratische Hürden überwinden, um endlich bauen zu dürfen. Letztes Hindernis war die Genehmigung des über 50 Meter hohen Turmes, der, so schien es zunächst, den Bozner Flughafen behindern würde. Und Oberrauch war nicht allein. Auch Heinrich Hafner, Chef des gleichnamigen Unternehmens, möchte einige Hundert Meter neben Salewa eine neue Firmenzentrale errichten. Ebenfalls mit einem über 50 Meter hohen Turm. Das...
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Guflers Metzger
Skurrile Situation in der Großgemeinde Lana: Bürgermeister
Guflers Arbeitnehmer unterstützen einen Wirtschaftsexponenten.
Und Gufler selbst wird von der SVP mit dem Bannfluch belegt.
Alexander Holzner kann die Sache auch nicht recht erklären: „Offenbar glaubt man, dass ich eine gute Arbeit leiste – und auch ihre Interessen vertreten kann.“ Dass „die Sache“ irgendwie schräg ist, räumt Holzner ein. Die Sache, über die nicht nur in Lana Köpfe geschüttelt werden und um die sich die wildesten Spekulationen ranken, ist folgende: Der Metzgermeister, Kaufmann und also Wirtschaftsmann Alexander Holzner ist der Kandidat der SVP-Arbeitnehmer für das Bürgermeisteramt. Zusätzlich pikant ist „die Sache“, weil sie sich nicht in irgendeinem Dörflein abspielt, sondern in der Großgemeinde Lana, in der Heimat des Bürgermeisters und Arbeitnehmerchefs Christoph Gufler. Karlheinz...
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Pierino, der gute Faschist
Er war von Kindheit an ein Faschist, der für die „italianità dell’Alto Adige“ kämpfte. Bis er einsah, dass die Autonomie vielleicht doch nicht so übel ist. Nachruf auf einen Verlierer: Pietro Mitolo.
Ein einziges Mal nur sah es so aus, als würde sein Traum Wirklichkeit werden. Es war der 13. Mai 1985. Der Movimento Sociale Italiano, kurz MSI, war als klarer Sieger aus der Gemeinderatswahl hervorgegangen. Mit über 20 Prozent in Bozen hatten die Faschisten alle hinter sich gelassen. SVP, Democrazia Cristiana und auch die Kommunisten des PCI waren vernichtend geschlagen. Pietro Mitolo, der Chef des MSI, starrte an jenem Tag im Rathaus minutenlang auf die Tafel mit den sensationellen Ergebnissen – und hatte Tränen in den Augen. Tränen der Rührung. Pietro Mitolo wurde am 21. April 1921 in Bozen geboren...
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