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Aus ff 13 vom 26. März 2015

„Was bitte soll das denn jetzt?“

Die Autonomie-Debatte ist vor allem auch ein Kampf der Worte. Seit der Abstimmung der Verfassungsreform im vergangenen Sommer haben sich die Protagonisten in SVP und ­Opposition einander nichts geschenkt. Wie ernst ist die Lage wirklich?

DER ANGRIFF Alle heiligen Zeiten reden sie alle miteinander bei der SVP – auch die, die sich sonst nicht viel zu sagen haben. Der junge Parteiobmann und der ebenso junge Landeshauptmann tauschen sich mit ihren Amtsvorgängern aus, die Altmandatare geben kluge Ratschläge, Informationen werden platziert, oberlehrerhafte Ermahnungen ausgesprochen. Vorwürfe klettern und purzeln wie Aktienkurse. So ist es immer, wenn es um das Thema Autonomie geht. Das Medienhaus Athesia spielt eine Rolle. Denn die Politiker reden nicht immer persönlich miteinander, kommuniziert wird in erster Linie via Tagblatt Dolomiten – besonders schön zu beobachten in den vergangenen Wochen. Im Mittelpunkt...

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Biancofiores Kinder

Glück für Luigi Spagnolli: Die italienischen Parteien und Gruppierungen des Mitterechts-Spektrums sind zerstritten wie noch nie. Sie sagen selbst: Dem alten und wohl auch neuen Bürgermeister von Bozen könne bereits jetzt gratuliert werden.

Bergoglio! Es würde mich nicht wundern, wenn sie jetzt auch noch den Papst aus dem Zylinder zaubern würde.“ Beim Stichwort Biancofiore gibt es für Giorgio Holzmann kein Halten mehr: „Ein Wahnsinn, was diese Frau imstande ist anzurichten. Heller Wahnsinn!“ Holzmann, einst Aushängeschild der italienischen Rechten – er war Landtagsabgeordneter und sogar Parlamentarier – hat sich mittlerweile aus der politischen Szene zurückgezogen. Er ist gefrustet, zornig, enttäuscht. Er und seine „camerati“ hatten in den Achtzigerjahren den Movimento Sociale Italiano (MSI) zu einer gleichermaßen starken wie gefürchteten Partei gemacht: einer Art Sammelpartei aller Italiener Südtirols, die mit SVP, Democrazia Cristiana (DC)...

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Bürgermeisters Ruine

Thomas Holzner möchte als Bürgermeister bestätigt werden. Im Wege steht ihm nur: das Haus, das er seit 2007 bauen will.

Letzten Endes habe ich viel Geld ausgegeben – für nichts und wieder nichts.“ Thomas Holzner ist nicht glücklich darüber, dass „jetzt wieder diese Geschichte ausgegraben wird“. Freilich ist er auch nicht überrascht: Holzner möchte im Mai als Bürgermeister von St. Pankraz bestätigt werden. Die Chancen stünden gut – wäre da nicht „diese Geschichte“, die ihm viel Geld gekostet hat, die seit nahezu zehn Jahren als Bauruine in der Landschaft verrottet und an eine gleichermaßen peinliche wie verzwickte Geschichte erinnert. Alles begann in den Neunzigerjahren mit einer Idee. Holzner: „Ich hatte mich höflich informiert, und die Antwort lautete: Ja, es...

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Gastkommentar: Braucht dies die Stadt?

Architektur beeinflusst die Politik, weil Architektur das Gemeinwesen betrifft. Siehe Kaufhaus-Bozen-Projekt von René Benko. Ein Gastkommentar in Fragen von Luigi Scolari.

Ich schicke voraus: Ich habe kein Vorurteil gegenüber Investoren, die bereit sind, in Bozen in ein Immobilienprojekt zu investieren. Bei dem PSU (Plan für Städtebauliche Umstrukturierung) für das Projekt „Kaufhaus Bozen“ wird über öffentliches Gut verhandelt (Stadtpark, Autobusbahnhof mit Gebäuden von architektonischem Wert und einem Bürogebäude), das zum Großteil im Besitz des Landes ist und erst vor Kurzem für 12 Millionen Euro renoviert wurde. Dieses Gut gehört den Bürgern Bozens. Voraussetzung der Vertragsurbanistik ist das öffentliche Interesse, die Möglichkeit, bessere Dienste zu erhalten und die Verbesserung der Stadtraumqualität, die für das Wohlbefinden der Bewohner sorgt. Bei der Operation...

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Gastkommentar: So ein Mist!

Außensicht: Mit 1. April ist Schluss mit der Milchquotenregelung der EU. Einige Überlegungen dazu vom Regionalentwickler und Kulturwirt Konrad Meßner.

Du, sag mal, hier wird ja Mist gebaut?!“ Dies war der spontane Kommentar eines befreundeten Agronomen aus der Schweiz, als wir neulich in der Berglandwirtschaft Südti­rols unterwegs waren. In den 60er-Jahren waren in Südtirol rund 75 Prozent der Erwerbstätigen noch in der Landwirtschaft tätig, heute hat sich dieser Anteil dezimiert. Trotzdem ist es gelungen, die Abwanderung zu verhindern und die Berglandwirtschaft zu erhalten. Auch dank der Weitsicht der damals verantwortlichen Politiker: Hoferschließung, Versorgung mit Strom, Schülertransport, Förderungen bei Wohn- und Wirtschaftsgebäuden – und Möglichkeiten zum Nebenerwerb in den Industrie- und Handwerksbetrieben in den Tälern sowie Gastwirtschaft auf den Höfen....

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Panorama: Schlimmer als gedacht

(doc) Das Loch bei der Südtiroler Sparkasse ist noch größer, als ff (11/2015) vor zwei Wochen geschrieben hat. Nicht 220 Millionen Euro an Verlusten nach Steuern wird die Bank für 2014 ausweisen, sondern 231 Millionen Euro. Ein derartiges Minus ist einzigartig in der Südtiroler Unternehmensgeschichte. Der Grund dafür sind vor allem die notleidenden Kredite und die festgefahrenen Forderungen, die eine Risikovorsorge von unglaublichen 344 Millionen Euro notwendig machen. Im Jahr zuvor waren es noch 123 Millionen Euro gewesen. Sparkassen-Präsident Gerhard Brandstätter bemühte sich bei der Vorstellung dieser Zahlen am Dienstag trotz allem um Zuversicht: Die Bank habe nun...

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Panorama: Überraschender Rücktritt

(nd) Rudi Rienzner ist nicht mehr Präsident und Verwaltungsrat der Raiffeisenkasse Eisacktal. Er hat sein Mandat „aus persönlichen Gründen“ zurückgelegt, wie das Bank-Institut am 18. März kundgetan hat. Der Rücktritt kommt überraschend: Für den 24. April sind Neuwahlen der Gremien der Raika Eisacktal vorgesehen. Dass Rienzners Rücktritt diesem Termin zuvorkommt, nährt Spekulationen über seine Motive. So ist von „schwerwiegenden finanziellen Problemen“ die Rede, die mit der Position Rienzners im Bankhaus nicht länger vereinbar gewesen seien. Spekulationen, die Rienzner selbst gegenüber der Tageszeitung dementiert. Für ff war er bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Der top-bezahlte Manager (Rienzner war Direktor der Brixner...

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Panorama: Widerstand

(nd) In architektonischer Hinsicht hat das Projekt von Ulrich Weger für das „intermodale Verkehrszentrum“ in Sigmundskron überzeugt. Rund 37 Millionen Euro will das Land in diese neue Infrastruktur investieren, die den Abriss der bestehenden und den Bau einer neuen Etschbrücke, den Abriss dreier Gebäude und eine Aufwertung des derzeit obsoleten Mebo-Centers vorsieht. Dann rührte sich Widerstand. Zunächst gingen Anrainer und Grundbesitzer auf die Barrikaden, dann forderten die Grünen mit einem Beschlussantrag, „das Projekt von Grund auf neu zu planen“. Jetzt versucht sich die SVP Bozen mit dem Landtagsabgeordneten Dieter Steger und Vizebürgermeister Klaus Ladinser an die Spitze des Widerstandes...

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Panorama: Ziemlich beste Feinde

(ms) Von einer „demokratiepolitischen Entscheidung“ spricht Andreas Unterkircher von der Bürgerliste Natz-Schabs, wenn man ihn fragt, warum er für das Bürgermeisteramt kandidiert. „Es geht mir darum, dass die Leute eine Wahl haben“, sagt Unterkircher. Die SVP stellt in Natz-Schabs nur einen Bürgermeisterkandidaten auf, und der heißt: Peter Gasser. Viele Leute würden über Gasser schimpfen, sagt Unterkircher. Die Bürgerliste wirft dem Bürgermeister auf Flugzetteln Freunderl- und Vetternwirtschaft vor. Auch einen Rekord an Anwalts- und Verfahrensspesen für die Gemeinde habe Gasser laut Bürgerliste zu verantworten. Peter Gasser möchte nicht viel dazu sagen, nur so viel: „So wenige Verfahren wie die Gemeinde...

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Panorama: Digitale Zukunft

(nd) Der Verkauf der Zeitungen ist stark rückläufig. Wie aus den jüngsten Erhebungen des Verlegerverbandes hervorgeht, haben nahezu sämtliche Titel das Jahr 2014 mit starken Einbrüchen abgeschlossen: Der Corriere della Sera, Nummer eins in Italien, verzeichnete in der verkauften Auflage ein Minus von 14 Prozent, La Repubblica ein Minus von 7,5 Prozent, und auch das Flaggschiff der Athesia, die Dolomiten, beendeten 2014 mit einem Minus von 5 Prozent. Einzige Ausnahme stellt Il Sole 25 Ore dar. Die Wirtschaftszeitung konnte sogar zulegen und La Repubblica auf Platz zwei der meistverkauften Zeitungen ablösen. Il Sole scheint es am besten gelungen zu...

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Panorama: Existenzfrage

(ep) Aufregung bei den Seilbahnunternehmern: Nach einem Urteil des Kassationsgerichtshofs könnten sie für die Liftanlagen bald schon IMU zahlen müssen. Nachfrage beim  Präsidenten des Verbands der Seilbahnunternehmer Siegfried Pichler. ff: Was sagen Sie zu diesem Urteil? Siegfried Pichler: Wir sind überrascht. Wir zahlen ja schon IMU, für die Restaurants zum Beispiel. Jetzt geht es aber um die Liftanlage selber. Die Frage ist: Was ist ein impianto fisso? Gehört der Sessel auch dazu? Viele Fragen sind offen. Es ist zum Beispiel auch nicht klar, ob ein Dorflift unter die Regelung fällt. Es geistern viele Summen herum. Wie...

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Nachrichten aus der Provinz

Die wöchentliche Glosse zu den Gemeinderatswahlen

Wer in der Politik was werden will, muss Mitglied der SVP sein. Vielen Südtirolern stößt das längst schon sauer auf. Sie wenden sich ab von der Partei und damit von der Politik, denn in Südtirol ist die Partei die Politik. In Meran aber geschah etwas Erstaunliches. Über 613 Meraner Bürger, die NICHT Mitglieder der SVP sind, haben vor einigen Wochen an den Vorwahlen für den SVP-Bürgermeisterkandidaten teilgenommen. Das durften sie zum ersten Mal tun. Allerdings mussten sie dafür fünf Euro bezahlen, was freilich eine sehr fragwürdige Angelegenheit ist. Schließlich bedeutet das: Man kann sich mit Geld das Stimmrecht erkaufen....

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