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Aus ff 42 vom 16. Oktober 2014

Die Barmacher

Die Krise der SVP nimmt kein Ende. Wegen der prekären Finanzlage muss die Regierungspartei nun ihre Immobilien verkaufen, die Mitglieder laufen ihr in Scharen davon. Obmann Philipp Achammer steht vor einem Scherbenhaufen.

Das erste Jahr hatte sich Philipp Achammer irgendwie anders vorgestellt. Erfreulicher. Schwungvoller. Sorgenfreier. Nach dem Skandal um die Politikerrenten wollte er seine Partei wieder nach oben bringen; tiefer ins Loch, so schien es, konnte es gar nicht mehr gehen. Jetzt stellt sich heraus, dass es tatsächlich noch tiefer geht. Der frische Wind, den er und Landeshauptmann Arno Kompatscher in die Partei zu bringen versuchten, entpuppt sich als laues Lüftchen. Der Gegenwind ist zu stark, vor allem die Diskussion um die Sanitätsreform macht der SVP schwer zu schaffen. Stadträte wie der Sterzinger Hermann Gögl treten aus der Partei...

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Renzi und der Teufel

John Hooper,  Korrespondent von The Guardian und The Economist in Rom, über die dramatische Situation Italiens, den Versuch, den Arbeitsmarkt zu reformieren – und die Frage, ob Matteo Renzi es der „Eisernen Lady“ Margaret Thatcher nachmachen will.

ff: Sie beobachten seit 25 Jahren dieses Land. Wie sieht ein englischer Journalist Italien heute? John Hooper: Ich sehe ein Land, das in einer tiefen Krise steckt. Seit nunmehr zehn Jahren herrscht totaler Stillstand. Vor Kurzem hat The Economist eine beeindruckende Grafik veröffentlicht. An dieser Grafik konnte man ablesen, dass das Bruttoinlandsprodukt Italiens heute niedriger ist als im Jahr 2000. Was ist der Grund für diese Krise? Diese Krise hat Ursachen, die im Bauch der italienischen Gesellschaft zu suchen sind, in der Mentalität. So stelle ich einen fast schon manischen Widerstand fest: Alles, was neu und fremd...

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Erhellendes Tun

Das Kurtatscher Unternehmen ewo gehört mit seinen Led-Lichtsystemen zu den innovativsten in der Branche. Das macht sich mit prestigeträchtigen Aufträgen in aller Welt bezahlt – und doppelstelligen Umsatzzuwächsen.

We at ewo would like to congratulate the three scientists who laid the foundation for our work on their Nobel Prize.“ Die Gratulation an die drei Wissenschaftler, die vergangene Woche den Physiknobelpreis erhielten, findet sich dieser Tage auf der Homepage des Kurtatscher Unternehmens ewo. Der Glückwunsch, so erfährt man, hat seinen Grund. Die Nobelpreisträger haben „die Basis für unsere Arbeit gelegt“, heißt es da. Ein Link führt zur firmeneigenen Facebook-Seite und zu einem Bericht des Wochenmagazins Zeit, der aus der Preisbegründung des Stockholmer Nobelpreis-Komitees zitiert: „Die Wissenschaftler haben „effiziente Leuchtdioden, die blaues Licht emittieren“, entwickelt und so „hell strahlende...

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Reich durch Frische

Gastrofresh feiert dieses Jahr sein 15. Gründungsjubiläum. Das Unternehmen von Andreas Huber und Bergmilch stand anfangs stark in der Kritik. Heute ist es der Marktführer für Frischprodukte in der Region – mit satten Dividenden für die Eigentümer.

Wie in einem Bienenstock wuseln die Arbeiter durch die Halle, in der Hochsaison beladen sie bis zu 1.000 Rollwagen an einem einzigen Nachmittag. Ob Käse, Milch, Butter, Fleisch, Wurst, Fisch oder Müsli – hier gibt es das Komplettangebot für Südtirols Gastronomen. Und nicht nur für die, denn Gastrofresh beliefert auch das Trentino und den nördlichen Gardasee bis Malcesine. Gastrofresh ist heute Marktführer für Frischprodukte in der Region. Andreas Huber, geschäftsführender Gesellschafter, schätzt, dass der Marktanteil seines Unternehmens im Frischebereich mit regionalen Produkten rund 50 Prozent ausmacht. Es beliefert Hotels, Restaurants, Gasthäuser, Pizzerie, Kantinen und öffentliche Einrichtungen mit frischen...

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Gastkommentar: Trau dich Südtirol!

Warum die Zukunft „bio“ ist. Michael Oberhollenzer, Biobauer und Obmann von „Bioland“ Südtirol, fordert einen Paradigmenwechsel für die Südtiroler Landwirtschaft.    

Es ist an der Zeit, darüber nachzudenken, wohin sich die Landwirtschaft in Südtirol entwickeln soll. Nicht nur in Mals. Von dort aus ist durch die Volksabstimmung über ein Verbot von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln ein nicht mehr aufzuhaltender Druck entstanden, sich sachlich und zukunftsorientiert mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe in Südtirol vom Selbstversorger-Hof hin zur marktorientierten Produktionsstätte hat neben der hohen Spezialisierung auch eine Rationalisierung in allen Bereichen mit sich gebracht. Der Wunsch nach maximaler Leistung, maximaler Menge und maximaler Konstanz legte der Natur ein betriebswirtschaftliches Korsett um, das den maximalen Profit herausholen soll, um auf...

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Panorama: Durnwalder Junior

SVP: (nd) Eine Neuwahl, die bereits entschieden ist, bevor sie stattfindet: An diesem Freitag wählt der SVP-Bezirk Pustertal seine neue Führung. Noch-Bezirksobmann Albert Wurzer und sein Stellvertreter Martin Außerdorfer stellen sich nicht mehr der Wahl. Aber wer sich erwartet hatte, dass sich mehrere Bewerber um die politisch bedeutsamen Positionen duellieren, wird enttäuscht. Das Ergebnis steht laut ff-Informationen fest: Neuer Bezirks­obmann wird der Brunecker Rechtsanwalt Meinhard Durnwalder. Er ist ein Neffe von Altlandeshauptmann Luis Durnwalder. In der Wahl des Obmann-Stellvertreters gibt es immerhin zwei Bewerber: Uschi Goldwurm-Steinkasserer und Klaus Winkler. Wie es scheint, hat die Brunecker Stadträtin die Nase vorn....

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Panorama: Warten, bis die Mure kommt

Bürokratie & Justiz: (nd) Was haben Bozen und Genua gemeinsam? Hier wie dort stehen Bauvorhaben still, weil Rekurse anhängen und Entscheidungen auf dem Rechtsweg Jahre auf sich warten lassen. Im Fall Genua mit katastrophalen Auswirkungen: Der Lauf des Flusses, der vergangene Woche nach einem Unwetter über die Ufer getreten ist und nur durch ein Wunder lediglich ein Todesopfer gefordert hat, sollte längst verbaut sein. Aber die Ausschreibung  wurde nach dem Rekurs eines unterlegenen Baukonsortiums vom Verwaltungsgericht 2011 annulliert. Seither stehen die Arbeiten still. Seit zwei Jahren still stehen auch die Umbauarbeiten an der Privatklinik Bonvicini in Bozen. Wie Paolo...

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Panorama: Öffnung

Kirche: (nd) Die Synode zum Thema Familie ist in Rom in die entscheidende Phase gelangt. Diese Woche sollte sich entscheiden, ob die katholische Kirche unter Papst Franziskus sich dazu durchringen kann, den Wiederverheirateten, den Homosexuellen und jenen Paaren, die zusammenleben, ohne verheiratet zu sein, die Hand auszustrecken. So genannte progressive Würdenträger wie der Erzbischof von Budapest, Peter Erdö, drängen auf „mutige Schritte“. Für eine Öffnung tritt auch der Wiener Kardinal Christoph Schönborn ein. In einem Interview mit dem Corriere della Sera wird er mit dem fast schon häretischen Satz zitiert: „Ich habe ein gleichgeschlechtliches Paar kennengelernt, das vorbildlich...

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Panorama: Einsturzgefahr

 Corvara: (nd) Am Dienstag berichtete der Alto Adige, dass das „Piz da Lec“ in Corvara wieder aufgebaut werde. Giovanni Borrelli, der Vertreter der 450 Eigentümer der „Multiproprietà“, dementiert gegenüber ff. Borrelli: „Wahr ist, dass die Gemeinde dem vorgelegten Projekt die Baugenehmigung erteilt hat. Unwahr ist, dass die Arbeiten jetzt beginnen.“ Das „Piz da Lec“ ist in der Silvesternacht 2012 abgebrannt (ff 4/2014). Das Problem: Die Versicherung Cattolica hat einen Teil der Schadenssumme liquidiert, aber das Geld hat sich die Südtiroler Sparkasse geschnappt, die eine Hypothek auf die Versicherungssumme hatte. Die Mehrheit am „Piz da Lec“ hält eine gleichnamige...

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Panorama: Verbotener Besen

Politik & Justiz: (nd) Am 10. Oktober 1920 wurde Südtirol offiziell von Italien annektiert. Genau 94 Jahre später, am Freitag vergangener Woche, wurden Eva Klotz, Sven Knoll und Werner Thaler vom Landesgericht Bozen zu Geldstrafen von je 3.000 Euro verurteilt. Der Grund: Die Exponenten der Südtiroler Freiheit hätten mit einer Plakataktion die italienische Fahne geschmäht. Auf Plakaten war ein Besen abgebildet, der den „tricolore“ wegräumt. In einer Mitteilung zeigen sich Klotz & Co. empört über das Urteil: „Gesetze aus der Faschistenzeit scheinen mehr Gewicht zu haben als die Meinungsfreiheit.“ Mit dem Besen habe man den „Kehraus“ bildlich dargestellt und...

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