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Aus ff 38 vom 22. September 2016

Der Aufreger

Südtirols Apfelwirtschaft hat seine Kontrollen verdreifacht. Weil für ein Spritzmittel im Weinbau weniger strenge Bestimmungen gelten, befürchtet man erhöhte Rückstände in Apfelkulturen. Das wäre fatal für die Obstwirtschaft.

Die Aufregung dieser Tage ist groß, auch wenn sich die Granden der Südtiroler Apfelwirtschaft in demonstrativer Gelassenheit üben. Man will Ruhe ausstrahlen, auch wenn Gerüchte über stockende Verkäufe die Runde machen und zahlreiche Obstbauern neben dem Erntestress von einer wachsenden Furcht ergriffen werden – der Furcht vor Wirkstoffrückständen, die über den gesetzlichen Normen liegen könnten. Die Angst ist nicht ganz unbegründet, vor allem für jene Bauern, deren Apfelbäume in unmittelbarer Nachbarschaft zu Rebanlagen stehen. Sie könnten Leidtragende einer Regelung sein, die auch der Landwirtschaftspolitik große Sorgen bereitet. Es geht um den Wirkstoff mit dem sperrigen Namen Chlorpyrifos Ethyl,...

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Ja. Nein. Vielleicht.

Wie die Südtiroler Politiker angesichts der anstehenden italienischen Verfassungsreform die Zukunft ihres Landes retten wollen. Und sich dabei im Kreise drehen.

Es ist einer dieser trostlosen Bozner Landtagstage im September. Der Sommer hängt noch in der Luft. Apathisch blättern einige Abgeordnete in der Zeitung, andere wischen auf ihren Tablets durch die Nachrichten oder tippen auf ihren Smartphones herum. Die Stimmung im Plenum ähnelt einem ersten Schultag nach den Sommerferien. Es gibt das allgemeine Geplänkel, man streitet sich, man feilscht, man taktiert, man verträgt sich irgendwie wieder. Donnerstagvormittag, kurz nach zehn Uhr: Sven Knoll kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Landesregierung und SVP unter einem galoppierenden Wirklichkeitsverlust leiden, genauer: unter dem „Stockholm-Syndrom“. Die Geisel habe sich an die Sicht des...

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Die Elite und der Populismus

Außenansicht: In Südtirol diskutiert man in diesem Jahr nicht nur über Flughäfen, ­Geburtenabteilungen und Politikkosten. Man debattiert auch auffallend viel über Populismus.­

Erster Akt: Die Flughafendebatte Vor allem der Kreis um Landeshauptmann Arno Kompatscher hat dieses Interpretationsmuster im Vorfeld der Flughafenabstimmung entwickelt und „den Populismus“ als Feind geortet. Damals hatte „die Wirtschaft“ das Konzept zur Entwicklung des Flughafens vorgelegt. Dass es sich um eine nur schwammig formulierte Vorlage handelte, zu der es einen klar formulierten Gegenentwurf gebraucht hätte, hat sich in den Nachgefechten der Abstimmung nur allzu deutlich bestätigt. Wer mit dem alternativlos präsentierten Konzept nicht einverstanden war, wurde von der Wirtschafts- und Entscheidungselite als „unsachlich“ abgetan. Die Gegner, so der Vorwurf, argumentierten „aus dem Bauch heraus“, „träumten“, sie setzten auf...

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Panorama: Museum in der Festung?

Zeitgeschichte: (ml) Die Dauerausstellung „Südtirol im 20. Jahrhundert“ im Bergfried von Schloss Tirol wurde kürzlich erweitert und aktualisiert. Neuerdings ist dort auch die Ära Durnwalder musealisiert. Doch jetzt sind die Potenziale des Bergfrieds ausgereizt, auch räumlich; eine Ära Kompatscher hat dort keinen Platz mehr. Umso drängender wird die Frage, welche Perspektiven es zukünftig für die historisierende Zurschaustellung und Dokumentation von Zeitgeschichte gibt. Wird es tatsächlich ein Haus der Zeitgeschichte auf der Franzensfeste geben, wie ursprünglich von der neuen Landesregierung angedacht? „Dem Mageninhalt des Ötzi wird insgesamt immer noch mehr Wert beigemessen als einer umfassenden zeithistorischen Präsentation, die für...

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Panorama: Ein Glück für die Wissenschaft

Ötzi-Forschung: (gm) 4,5 Millionen Menschen sind seit der Eröffnung des Archäologiemuseums in Bozen 1998 am Ötzi vorbeigegangen. Am 19. September vor 25 Jahren fand das Ehepaar Simon aus Nürnberg bei einer Bergtour die Leiche am Tisenjoch unter dem ­Similaun. Kopf und Arm waren durch die ungewöhnliche Hitze jenes Sommers ausgeapert. Zunächst hielt man ihn für einen erfrorenen Bergsteiger aus der Neuzeit, wie alt und wer er war, stellte sich erst nach und nach heraus. Heute ist die Mumie, 5.300 Jahre alt und bestens erhalten, ein begehrtes Forschungs­objekt. Aus ihrer Zelle gehoben, in der sie bei konstanten minus sechs Grad...

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Panorama: „Völlig unlogisch“

Ortsnamen: (doc) Der Landtagsabgeordnete Alessandro Urzì (Alto Adige nel Cuore) befürchtet die Abschaffung vieler zweisprachiger Ortsnamen durch die Sechserkommission. ff: Die Kommission soll am Freitag dieser Woche tagen. Was wird sie beschließen? Alessandro Urzì: Das weiß niemand genau. Sie brütet im stillen Kämmerlein neue Bestimmungen zur Toponomastik aus, die ein Stück Landesgeschichte auslöschen. Warum befürchten Sie das? In den Unterlagen, die mir vorliegen, ist von 1.526 Ortsnamen die Rede, über die verhandelt werden soll. Laut Vorschlag sollen 57 Prozent der Ortsnamen ihre traditionell zweisprachige Form verlieren. Sie werden dann einsprachig deutsch oder vorgetäuscht zweisprachig sein. Was heißt...

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Panorama: Der Verkehr im Haus

Mobilität: (jr) Die gelbroten Autobusse der Sasa prägen das Stadtbild von Bozen, Leifers und Meran. Zwei Jahre werden sie noch fahren dürfen. Dann, am 18. November 2018, verfallen die Konzessionen der öffentlichen Nahverkehrsdienste im Land. Die neuen EU-Richtlinien sehen vor, dass die Dienste europa­weit ausgeschrieben ­werden müssen. Sasa wird sich dann an der Ausschreibung beteiligen. Petra Piffer, Generaldirektorin der Sasa, sieht darin ein zu hohes Risiko. „Wir bieten bereits ein hohes Niveau an Dienstleistungen und neuen Technologien. Die Ausschreibung würde dem Land keine Vorteile bringen.“ Sie peilt eine andere Lösung an: „Ich betrachte die Gründung einer Inhouse-Gesellschaft als...

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Panorama: Der Mülltourismus

Umwelt: (cs) Die Müllverbrennung in Bozen ist ein Dauerstreitfall. Da in Südtirol nicht ausreichend Müll anfällt, kann der Verbrennungofen nicht auf Hochtouren laufen, 2015 wurde er zu lediglich 82 Prozent ausgelastet. Richard Theiner, Landesrat für Umwelt und Energie, spricht sich für einen Müll­austausch mit dem Trentino aus, um die Anlage optimal zu nutzen. Jetzt schon werden 8.000 bis 9.000 Tonnen Biomüll jährlich ins Trentino exportiert und dort verarbeitet. Nun wird diskutiert, ob im Gegenzug bis zu 20.000 Tonnen Restmüll aus dem Trentino nach Südtirol importiert werden sollen. Theiner nennt diesen Plan gegenüber ff „mehr als vernünftig“, doch für dieses...

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Panorama: Südtiroler Polizisten

Münchner Oktoberfest: (jr) Am vergangenen Samstag ging in München das Oktoberfest in die 183. Runde. Neben den über 400 privaten Sicherheitskräften und der Münchner Polizei sind auch dieses Jahr dort wieder Südtiroler Ordnungshüter im Einsatz: fünf Polizisten und zwei Carabinieri. „Wir nehmen jedes Jahr neue Kollegen mit, auf freiwilliger Basis“, erklärt Dietmar Angerer, bei der Bozner Quästur zuständig für den Einsatz auf dem Oktoberfest. „Voraussetzung ist berufliche Erfahrung, zum Beispiel im Streifendienst. Und natürlich eine perfekte ­Zweisprachigkeit.“ Denn die Südtiroler Polizisten sollen vor allem am „Italiener-Wochenende“ ihren deutschen Kollegen helfen, „sprachliche Hürden zu überwinden und Konflikte zu lösen, in...

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Panorama: 517

Zahl der Woche: Freiwillige Schwangerschaftsabbrüche wurden im Jahr 2015 in den Gesundheitseinrichtungen Südtirols durchgeführt. Das sind 1,7% weniger als im Jahr 2014. Mehr als vier von zehn betroffenen Frauen waren Ausländerinnen.

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Panorama: Jünger als gedacht

Denkmalpflege – Freihof in Sterzing: (doc) Der Streit um eine spätgotische Holzbalkendecke auf dem Freihof in Raminges bei Sterzing ist um ein Kapitel reicher: Eigentümer Klaus Gschnitzer ließ fünf der zwölf Deckenbalken dendro­chronologisch untersuchen. Dabei werden die Jahresringe von Bäumen anhand ihrer unterschiedlichen Breite einer bestimmten Wachstumszeit zugeordnet. Professor Kurt Nicolussi und Thomas Pichler vom Institut für Geographie an der Universität Innsbruck führten die Untersuchung durch. In ihrem Bericht steht zu lesen, dass nur drei der fünf Balken eindeutig datierbar sind: Drei Fichtenhölzer, die aus den Jahren 1781, 1787 und 1793 stammen. Die zwei anderen Balken waren aus...

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Panorama: Wer mehr zahlt. Und wer weniger.

Steuern: (jr) Steuererklärungen sind lästig, da sind sich alle einig. Doch mit welchem Einkommen zahlt man eigentlich am meisten Steuern? Als Unternehmer oder als Arbeitnehmer? Das Arbeitsförderungsinstitut (Afi) ging diesen Fragen nach und erstellte  eine Studie zu Südtirols Steuerzahlern – dafür bediente man sich der Daten aus dem Ministerium für Wirtschaft und Finanzen. Anhand der Grafik kann man das Ergebnis sehr deutlich erkennen. 2015 haben 59,4 Prozent der Südtiroler Steuerzahler (246.140 Personen) Einkommen aus lohnabhängiger Arbeit und 27,4 Prozent (113.620 Personen) aus Renteneinkommen angegeben. „Das bedeutet, dass 80 Prozent der Südtiroler ihr Haupteinkommen aus Lohn oder Rente beziehen“, so...

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