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Aus ff 44 vom 30. Oktober 2014

Es darf keinen Kahlschlag geben

Parteichef Philipp Achammer, 29, gibt sich alle Mühe, doch die SVP steckt tief im ­Schlamassel. Er muss Härte und Durchsetzungskraft zeigen – setzt aber in erster Linie auf den Dialog.

Der Konferenzraum der ff-Redaktion, ­Bozen. Eine knappe Stunde Interviewzeit. Mit Blick aus dem Fenster sagt der SVP-Parteiobmann: „Die Erwartungen an die neue Landesregierung sind massiv – von allen Seiten.“ Dann erklärt Philipp Achammer, dass er ein Idealist sei, manchmal vielleicht auch etwas naiv. Es könnte ein unspektakuläres Gespräch werden, da in Politikergesprächen kaum Platz für große Sprünge, Bekenntnisse und Wahrheiten ist. Er ist vollkommen unaufgeregt, so wie immer. ff: Herr Achammer, was haben Sie ­eigentlich Martha Stocker getan? Philipp Achammer:  Gar nichts! Wie kommen Sie darauf? Stocker hat Sie mit ihrer Sanitätsreform doch ziemlich bloßgestellt. Es...

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Der Mann im Hintergrund

Still und leise hat sich der Brunecker Anwalt Dieter Schramm eine Schlüsselrolle im Spannungsfeld zwischen Politik und Wirtschaft erobert – mit Spezialgebiet Einkaufszentren.Ein Porträt des dienstältesten Dinosauriers, der in der SVP die Fäden zieht.

Er weiß es ja selber: „Ich bin nicht das, was man einen Kumpel-Typen nennen könnte.“ Dieter Schramm sitzt im Besprechungszimmer seiner Kanzlei in Bruneck und bemüht sich um Lässigkeit. Schwieriges Unterfangen: Der Raum strahlt trotz des obligaten modernen Gemäldes, das an der Wand hängt, jene fröstelnde Atmosphäre aus, die Rechtsanwälte offensichtlich benötigen. Die Botschaft ist klar: Hier sind Gesetze und Paragraphen gefragt, nicht Gefühlsduseleien. Zu Besuch beim dienstältesten Dinosaurier der SVP: Dieter Schramm, 60, aus Bruneck. Er ist eines der am wenigsten bekannten Gesichter der Südtiroler Nomenklatura. Seit über 35 Jahren zieht er im Hintergrund Fäden, bastelt an Netzwerken...

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Wir müssen mal reden!

Wählen ist vielen Südtirolern nicht genug, sie wollen mitentscheiden. Wie aber soll das Gesetz zur Bürgerbeteiligung aussehen? Politiker touren durchs Land und sammeln Ideen.

Wenn man vorhat, den ganzen Abend über direkte Demokratie zu reden, ist es vielleicht nicht schlecht, wenn man das mit einem Schock beginnt: Es ist kurz vor halb acht Uhr abends, als man den Vigil-Raber-Saal in Sterzing betritt. Nüchterne Stuhlkreisatmosphäre. Kleine Tische sind zurechtgeschoben, bunte Stifte und weißes Papier liegen bereit, es gibt mehrere Pinnwände, an einer hängt ein Plakat mit der Aufschrift: „Wie soll unsere Demokratie in Südtirol in Zukunft aussehen?“ Traum, Albtraum, Wohlfühlabend? Nein, bloß die Veranstaltung  „Mitreden und gewinnen“ des Ersten Gesetzgebungsausschusses des Landtages. Denn das ist der Plan an diesem Abend – jeder, der sich...

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Die Extraverdiener

Führungskräfte beim Land verdienen gut. Manche erhalten trotzdem ein Zubrot – über Posten und Berateraufträge. Damit könnte es nun bald vorbei sein.

Er war einer der mächtigsten Landesbeamten: Josef March. Als Verantwortlicher für den Hochbau erwarb er sich in über 30 Jahren beruflicher Tätigkeit allerhöchste Meriten. In den vergangenen Jahren stand er als Ressortchef dem gesamten Bauwesen des Landes vor. Der ehemalige SVP-Bürgermeister von Natz-Schabs, der March auch war, trat am 1. April dieses Jahres in den Ruhestand. Ruhe gibt er trotzdem nicht. An manchen Tagen sitzt der rüstige 65-Jährige mit dem weißen Vollbart in einem Büro neben dem Verdiplatz in Bozen, hier residiert die Standortagentur Business Location Südtirol (BLS). Die Tochtergesellschaft des Landes ist im Nebengebäude der Handelskammer untergebracht. Es...

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Die Nostalgie-Show

Es war das erste „Leitprojekt“ der Europaregion/Euregio. Rund 400 Schüler wurden mit dem Zug ins ferne Galizien zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg gekarrt. Eine ­Grat­wanderung zwischen moderner Geschichtsreflexion und medialer Selbstinszenierung.

Im fernen Südpolen stieß Südtirols Zukunft an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Die viel beschworene Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, kurz Euregio genannt, hatte sich das Projekt „Zug nach Galizien – 100 Jahre Erster Weltkrieg. Den Ersten Weltkrieg erinnern, entdecken, verstehen“ ausgedacht – und ging damit baden. Knapp 1.000 Kilometer von Südtirol entfernt. Aber der Reihe nach. Anlässlich des Kriegsbeginns vor 100 Jahren kam der Euregio die Idee zu einer sechstägigen Erinnerungsreise nach Krakau, ins polnische Galizien, hin zu Schauplätzen des Ersten Weltkriegs. Hinein also in jene Region, wo 12.000 Tiroler in den Feldern begraben liegen. Startpunkt war vor genau 14 Tagen,...

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Ein Stück Geschichte

Die ehemalige Zuegg-Fabrik im Zentrum von Lana wartet auf eine neue Zweck­bestimmung. Die einzige Frage scheint zu sein: Wie lässt sich möglichst viel Gewinn herausschlagen?

Liebhaber der Architektur und der schönen Künste geraten ins Schwärmen: „Herrlich! Wie geschaffen für Ausstellungen, Ateliers, Kongresse, Events. Da bräuchte es einen finanzkräftigen Investor, aber einen mit Sinn für Kunst.“ Die Zuegg-Fabrik im Herzen von Lana. Als sie gebaut wurde, in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, galt sie als „Schandfleck“ und „Monsterbau“ in einem rundherum bäuerlichen Ambiente. Die 1895 gegründete Marmeladenfabrik Zuegg hat über Jahrzehnte hinweg Hunderten Lananern Arbeit gegeben und galt doch immer als Fremdkörper. Als er hier, eingeengt zwischen Wohnhäusern und Straßen, keine Entwicklungsmöglichkeiten sah, verlegte Oswald Zuegg das Unternehmen 1998 nach Verona. Ein Teil des riesigen...

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Panorama: Ministerialer Seitenhieb

Autonomie: (nd) Es geschah am Rande der konstituierenden Sitzung eines Parteiflügels, der dazu dienen soll, Premier Matteo Renzi den Rücken zu stärken: Leopolda nennt sich die neue Gruppierung innerhalb des Partito Democratico. Eine der prominentesten Vertreterinnen: Ministerin Maria Elena Boschi. Boschi konnte bislang nicht mit großartigen Dingen aufwarten. Aber sie gilt als eine der treuesten Soldatinnen im Umfeld Renzis. Was sie sagt, stammt meist vom Chef – und wird von Beobachtern gern als Versuchsballon gewertet: Mal sehen, wie die Reaktionen ausfallen. Diesmal hat sich Maria Elena Boschi mit einem Verfassungsgesetz angelegt. In einem Interview über mögliche Einsparmöglichkeiten des Staates...

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Panorama: Die Rechnung des Herstellers

Müllverbrennungsofen: (nd) Der Müllverbrennungsofen in Bozen Süd ist das Sorgenkind der Landesregierung: 187 Millionen Euro hat das „Wunderwerk der Technik“ nach ff-Recherchen gekostet, trotzdem musste die Anlage bereits mehrmals wegen Defekten abgeschaltet werden. Jetzt droht neues Ungemach. Die Bietergemeinschaft, die den Bau der komplexen Anlage durchgeführt hat (Atzwanger, Ladurner & Co.), hat laut Alto Adige eine Neuberechnung der effektiven Kosten in Aussicht gestellt. Die Rede ist von rund 20 Millionen Euro, die zuzüglich zur bereits genehmigten Summe in Rechnung gestellt werden müssten. Schuld daran seien „nicht vorhergesehene Arbeiten und Leistungen“, die von Seiten des Auftraggebers, dem Land Südtirol, angefordert...

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Panorama: Deeg spart

Landesverwaltung: (nd) Die Dame macht Ernst. Davon konnten sich jetzt auch die Gewerkschaften überzeugen, die am Montag dieser Woche Gelegenheit hatten, einen Blick in das Reformprogramm zu werfen, das Landesrätin Waltraud Deeg für die Landesverwaltung ausgearbeitet hat: Geht es nach Plan, könnte die Zahl der Landesbediensteten von derzeit 18.400 um rund 5 Prozent gesenkt werden – vor allem dank Frühpensionierungen. Deeg  glaubt, die Personalkosten von derzeit 1,1 Milliarden Euro um bis zu 10 Prozent senken zu können. Handlungsspielraum gibt es: Allein die gewerkschaftlichen Freistellungen schlagen jedes Jahr mit 1,3 Millionen Euro zu Buche. Hand angelegt werden soll auch bei...

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Panorama: Land wirbt für Athesia

Werbung: (nd) Wer einen Führerschein machen will, muss büffeln. Neulinge sind froh, wenn sie Tipps erhalten, wie sie sich auf die Prüfung vorbereiten müssen. Die beste und kostengünstigste Möglichkeit bietet Internet: Dort finden sich die Quizfragen, die es zu beantworten gilt. Allerdings in italienischer Sprache. Führerscheinanwärter mit deutscher Muttersprache, die Ende Oktober zur theoretischen Prüfung antreten, haben im September Post vom Amt für Führerscheine der „Landesabteilung 38 Mobilität“ erhalten. Darin werden sie informiert, wann und mit welchen Dokumenten sie bei der KFZ-Prüfstelle in Bozen Süd erscheinen müssen. Am Ende des Briefes erfahren sie auch, wo sie sich den letzten...

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Panorama: Spannende Entscheidung

Kaufhaus Bozen: (nd) Die Entscheidung war ursprünglich für Anfang dieser Woche vorgesehen. Aber da das Thema „extrem komplex“ sei, erbat sich die Sachverständigenkonferenz noch einige Tage Bedenkzeit. Es geht um die Frage, wer das beste Projekt für die Neugestaltung des derzeitigen Busbahnhofes in Bozen vorgelegt hat: die Gruppe um den österreichischen Investor René Benko – oder die sogenannte Südtiroler Seilschaft um Georg Oberrauch. Wie immer die Entscheidung ausfallen wird, die Antwort, wer schlussendlich welches Projekt realisiert, dürfte offen bleiben. Die Gruppe Oberrauch hat rechtliche Vorbehalte zur Abwicklung des Verfahrens eingebracht. Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli bleibt gelassen: „Hauptsache, wir erhalten...

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