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Aus ff 36 vom 03. September 2015

Einstieg in den Umbau

Beharrlich treibt Landesrätin Martha Stocker die Gesundheitsreform voran. Indes wächst der Widerstand der Ärzte. Und der neue Generaldirektor? Spaltet und polarisiert.

Aus den bisherigen Reformerfahrungen hat Martha Stocker vor allem eines gelernt – wie man ein neues Gesetz keinesfalls voranbringt. So nimmt sich die Gesundheitslandesrätin jetzt Zeit für ihr Werk. Sagt zumindest sie selbst. Doch viele sehen das freilich anders. Gar einige SVP-Kollegen zum Beispiel mokieren sich erneut über fehlende Transparenz und mangelnde Information. Die Landesrätin aber wirkt gelassen. So wirkt sie meistens. Noch bei jeder großen Reform, sagt sie, gebe es Beharrungskräfte und Widerstände. Kein Grund zur Panik. Sie lehnt sich zurück und erwähnt ihre Zeit bei der Südtiroler Hochschülerschaft. Sie sei „SH-geprägt“, sagt sie. Das bedeute, dass sie...

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Ein Projekt auf Schiene

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit laufen die Vorbereitungen zur Realisierung des neuen Bozner Bahnhofsareals auf Hochtouren. Und richten den Blick nach der unseligen Kaufhausdiskussion auf ein Projekt, das den Begriff Stadtplanung auch wirklich verdient.

Das Benko-Projekt ist tot. Hoch lebe das Zugbahnhofsprojekt! So ließe sich verkürzt die Stimmung wiedergeben, die einzelne Bozner Stadtparteien und Organsationen nach der Versenkung des Kaufhausprojektes des Investors René Benko rund um den Bozner Busbahnhof erfasst hat. „Neustart ohne Benko – Volle Kraft für den neuen Bahnhof“, heißt es etwa in einer der jüngsten Aussendungen von Projekt Bozen. In einer Pressemitteilung des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz von vergangener Woche meint man: „Nach der Ablehnung des sogenannten Benko-Projektes durch den Bozner Gemeinderat müssen Stadt und Land nun gemeinsam und mit aller Kraft endlich konkrete Schritte zur Neugestaltung des Bahnhof­s­­areals...

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Vorbei mit „Salute!“

Trübe Aussichten für 158 Arbeiter der Solland Silicon in Meran: Die polykristalline ­Siliziumproduktion im Ex-Memc-Werk steht, noch ehe sie begonnen hat, vor dem Aus. Firmenchef Massimo Pugliese übt sich derweil in leeren Versprechungen.

Die Lage wird immer schlimmer. Die ganze Situation ist eigentlich nicht mehr tragbar.“ Stefano Schwarze nimmt sich kein Blatt mehr vor den Mund. Der Chef der Energie-und Chemie-Sparte im Gewerkschaftsbund Cgil-Agb ist die ständigen Vertröstungen der Betriebsführung im Sinicher Ex-Memc/Sunedison-Werk leid. Seit zwei Monaten ist man mit der Auszahlung der Gehälter säumig. Ein klärendes Gespräch mit der Unternehmensführung des Siliziumwerks, namentlich mit Solland-Silicon-Chef Massimo Pugliese, ist am Dienstag dieser Woche einmal mehr verschoben worden. Der Grund: Unternehmer Pugliese musste unverhofft nach Holland eilen, um dort einen anderen Brandherd zu löschen: Die Mitarbeiter seines dortigen Unternehmens, des Photovoltaik-Herstellers Solland...

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Wenn Gäste Hilfe brauchen

Flüchtlinge stören das Geschäft nicht, sagt Touristiker Thomas Aichner. Er ist der erste ­Wirtschaftsvertreter, der sich in die Debatte einmischt. Dass Migranten Schlüsselkräfte sein könnten, darüber haben sich die Wirtschaftsvertreter bisher keine Gedanken gemacht.

Ist ein Land gastfreundlich, verschließt es sich nicht vor Reisenden, die Hilfe brauchen. So einfach ist die Botschaft, die Thomas Aichner, Direktor der Marketinggesellschaft Meran, in der vergangenen Woche abgesetzt hat. So einfach und doch neu in dieser Klarheit. Aichner spricht nicht von zahlungskräftigen Urlaubern, die sich ein bis zwei Wochen Luxus gönnen. Die Reisenden, die Aichner meint, haben all ihr Geld – und oft auch das vieler Verwandter – zusammengekratzt, um ein One-Way-Ticket in Schlauchbooten und auf Ladeflächen von LKWs zu ergattern. Ihr Ziel: Überleben. Auch Flüchtlinge sind Reisende, sagt der Manager, derzeit selbst auf Reisen. Auf...

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Vernatscht und verebnert

Die Athesia kupfert eine erfolgreiche Initiative zur Förderung des Südtiroler Traditionsweines ab – und legt sich dabei mit dem Topunternehmer Ulrich Ladurner an.

Wer einen Flugzeugabsturz nahezu unbeschadet wegsteckt (ff 35/2015), lässt sich nicht leicht aus der Fassung bringen: „Was ich zu dieser Aktion sage? Gar nichts sage ich. So etwas kommentiert sich von selbst.“ Ganz so ruhig dürfte Ulrich Ladurner dann doch nicht geblieben sein, als er die Dolomiten aufschlug. „Tagblatt kürt Ver­natsch des Jahres“, war dort zu lesen. Ausgewählt würden die Weine im Rahmen eines – so wörtlich – „Vernatsch-Cup“. Das Kuriose an der Ankündigung: Den Vernatsch-Cup gibt es ebenso wie die bei dieser Gelegenheit gekürten „Vernatsch des Jahres“ bereits seit 12 Jahren. Organisiert wird die Veranstaltung vom Weinexperten Othmar...

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Panorama: Edison adieu

Wasserkraft: (ms) Seit 2008 betreibt die Hydros GmbH, eine Tochter der SEL, gemeinsam mit dem italienischen Stromkonzern Edison sieben Wasserkraftwerke. Namentlich sind das die Wasserkraftwerke Barbian-Waidbruck, Marling, Laas-Martell, Bruneck, Wiesen-Pfitsch, Prembach und Graun. Die Gesamtproduktion dieser Werke beläuft sich auf 1.000 Gigawattstunden Strom. Die zwei Wasserkraftwerke, die die Seledison AG in Glurns und Kastelbell führt, produzieren zusammen rund 633 Millionen Kilowatt. An ersteren Werken hält die Edison 40 Prozent, an den zwei Wasserkraftwerken im Vinschgau 42 Prozent. Das soll sich nun ändern. Dazu soll die Beteiligung am Energiekonzern Edipower, der mehrheitlich dem Mailänder Energieversorger A2A Spa gehört, ganz an...

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Panorama: „Liebe Feunde, liebe Genossen“

Bozen: (nd) Im digitalen Zeitalter werden Regierungen nicht mehr im Ratssaal, sondern im sozialen Netzwerk gebildet. Luigi Spagnolli scheint sich diesem Trend anzupassen: Vor zwei Tagen hat er auf Facebook einen offenen Brief an die Adresse der Grünen gepostet. „Liebe Freunde, liebe Genossen“: Mit diesen Worten beginnt das Buhlen des Bozner Bürgermeisters um seinen kompliziertesten Koalitionspartner. Ohne die zwei Stimmen der Grünen hat Spagnolli keine Mehrheit. „Trotz der politisch unkorrekten und höchst unangenehmen Erklärungen gewisser Exponenten der Grünen“ müsse es doch möglich sein, so Spagnolli, „im Interesse der Landeshauptstadt“ eine Neuauflage der Koalition zu versuchen, die bis Frühjahr 2015...

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Panorama: Die Lehrerwanderung

Schule: (vw) Zuhause bleiben als Supplent oder gehen und dafür die Stammrolle bekommen? Diese Frage werden sich viele Lehrer vor allem in Süditalien in diesen Tagen stellen müssen. Da von den rund 16.000 freien Stellen 70 Prozent in Norditalien liegen, von 71.000 Bewerbern aber mehr als die Hälfte aus Süditalien stammen, werden viele Lehrer gezwungen sein unzuziehen, wenn sie eine fixe Stelle haben möchten. Und diese muss ihnen nach drei Jahren Arbeit laut europäischem Arbeitsrecht gewährt werden. Unterrichtsministerin Stefania Giannini hat sich mit ihrer Reform keine Freunde gemacht. Die Lehrergewerkschaft spricht von „Deportation“, der MoVimento5Stelle von „Demagogie“. Laut Schullandesrat...

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Panorama: Mehr Anstand

Internet: (vw) Die SVP hat sich ein hehres Ziel gesetzt: Sie will das Diskussionsniveau in den Online-Foren über die Gürtellinie heben. „Demokratie heißt für mich, dass ich die Freiheit habe, meine Meinung offen zu sagen, ohne meine Identität verstecken zu müssen“, sagt Landesrätin Waltraud Deeg. Was sich in jüngster Zeit in gewissen Foren getan habe, sei schockierend. SVP-Fraktionssprecher Dieter Steger betont, es gehe darum, eine bessere Diskussionskultur im Internet zu schaffen. Rein technisch sei es auch jetzt schon möglich, beleidigende Kommentare zu verfolgen und zur Anzeige zu bringen. Er ist überzeugt: Hetzwütige Bürger würden sich von selbst zügeln,...

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Panorama: Sparzwang in Senfters-Medienreich

Medien: (ml) ”Goinfo.it, il portale dell‘informazione dell‘Alto Adige, con oggi, 1° settembre 2015, cessa la sua attività.“ Die Nachricht liest sich wie eine von vielen journalistischen Meldungen, die das italienischsprachige Nachrichtenportal seit Oktober 2013 online gestellt hat. Der Unterschied: Am Dienstag dieser Woche galt es über das eigene Aus zu berichten. Die Schließung des Nachrichtenportals und die Kündigung der zwei dahinterstehenden Journalisten ist die jüngste Sparmaßnahme, die man bei der Rosengarten GmbH – Broadcasting Media getroffen hat, um das Medienpool rund um die TV-Sender sdf und video33 zu retten. Hinter der Gesellschaft steht mehrheitlich der Innichner Fleischproduzent Franz Senfter...

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Panorama: Bäh! Gutmensch!

Kommentar: Gutmensch, das ist eine Beleidigung und Anmaßung zugleich. Kein guter Mensch würde sich selbst so bezeichnen, gute Menschen maßen sich nichts an. Gerade jetzt, wo tagtäglich zig tausende Flüchtlinge nach Europa strömen und uns Radio-, Fernseh-, Zeitungs und Internetmedien das Elend vor und in Europa aufzeigen, bräuchte es mehr gute Menschen. Gutmenschen aber sind verschrien, ausgerechnet bei jenen Menschen, die dem Flüchtlingstreiben nur zusehen, allenfalls Öl ins Feuer gießen. Politiker wissen so etwas auszunutzen. Andreas Pöder von der Bürger Union forderte kürzlich eine „Gutmenschenabgabe“. Nach dem Motto: Sollen doch die bezahlen, die die Flüchtlinge wollen. Nein, Flüchtling will...

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Panorama: 3.000 €

Zahl der Woche: So viel muss eine Südtiroler Familie in einem Monat im Durchschnitt für das tägliche Leben ausgeben. Damit ist die Region Trentino-Südtirol die mit Abstand teuerste Region Italiens. Am meisten schlagen die Wohnungsspesen zu Buche. Zum Vergleich: In Kalabrien, Schlusslicht der Studie, liegen die monatlichen Ausgaben einer Familie bei 1.700 Euro. 

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Panorama: Benkos Bausteine

Bozen: (nd) Geld stinkt nicht – und ein Beleidigtsein kennt es auch nicht. Als das Benko-Projekt mit den Stimmen der Bauernvertreter im Bozner Gemeinderat versenkt wurde, glaubten viele, dass sich der Innsbrucker Investor auch von anderen Südtiroler Projekten zurückzieht – zum Beispiel vom Deal mit der Kellerei Gries. Irrtum: René Benko macht Geschäfte – und lässt sich dabei nicht von Sentimentalitäten ablenken. Vergangene Woche wurde in der Kanzlei von Heinz Hager der Vertrag unterzeichnet: Signa kauft demnach die alte Kellerei in Gries für 17 Millionen Euro und errichtet dort bis zu 120 Wohnungen im höheren Preissegment. Am Projekt beteiligt...

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Panorama: Krieg dem Braindrain

Wirtschaft: (vw) Die Landesregierung stellt eine weitere Million Euro zur Verfügung, um nun auch kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, hochqualifizierte Mitarbeiter einzustellen. Da häufig nur in die Strukturen investiert wird, besteht in Südtirol das Problem des Braindrain, also der Abwanderung ins Ausland von hoch ausgebildeten Fachkräften. Um 1,6 Millionen Euro konnten seit August 2014 schon für 30 kluge Köpfe Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Förderung gilt allerdings nur für neue Arbeitsplätze, das Gehalt der Fachkräfte wird nur für zwei Jahre vom Land bezahlt. Danach, davon geht man aus, hat sich das Unternehmen durch die neuen Mitarbeiter soweit...

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Panorama: Frösche als Rekordjäger

Wetter: (nd) Das war er also, „der heißeste Sommer aller Zeiten“. Aller Zeiten? Der Landeswetterdienst liebt die Verlautbarung von Rekorden – und zeigt sich dabei recht erfinderisch. Je nachdem, welcher Vergleichszeitraum herangezogen wird, kann es sich um einen durchschnittlichen oder um einen Rekordsommer handeln. Diesmal hat der Landeswetterdienst den Zeitraum 1981–2015 herangezogen – vielleicht deshalb, weil die Daten erst seit 35 Jahren landesweit und verlässlich ermittelt werden. Nicht mal vier Jahrzehnte sind allerdings eine denkbar knappe Zeit, um Wetterphänomene oder gar Klimaveränderungen festmachen zu wollen. Wird es also Jahr für Jahr heißer? Müssen die Skigebiete schließen? Der Sommer 2003...

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Panorama: Patriotische Entsorgung

Müllverbrennung: (nd) Wie schwer es ist, den Gedanken einer Europaregion zu verwirklichen, zeigt der derzeitige Streit um den Bozner Müllverbrennungsofen. Die Anlage ist auf 130.000 Tonnen im Jahr ausgerichtet, tatsächlich verbrannt werden 115.000 Tonnen. Das staatliche Dekret „Sblocca Italia“ fordert eine maximale Auslastung solcher Anlagen, weshalb der Vorschlag gemacht wurde, Hausmüll aus Fassa und dem Fleimstal nach Bozen zu bringen. Die Opposition, vor allem 5-Sterne-Bewegung und Sel, läuft dagegen Sturm: Man habe „immer versprochen, in Bozen ausschließlich Südtiroler Müll zu verbrennen“. Dabei müsse es bleiben. Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli fürchtet, dass dieser „Müllstreit“ die Regierungsbildung gefährden könnte.