Hinweis

Lesen Sie alle Artikel online ohne Einschränkung. Jetzt Abo bestellen.

 

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Aus ff 30 vom 29. Juli 2010

Panorama: Amtsantritt

Landtag: Simon Tschager ist als Kinder- und Jugendanwalt im Amt.

(ji) Südtirols erster Kinder- und Jugendanwalt ist nun offiziell im Amt: Der 32-jährige Welschnofner Simon Tschager war bereits im Mai vom Landtag gewählt worden, am Montag absolvierte er seinen ersten Arbeitstag. Zuvor war Tschager, der bislang als Rechtsanwalt tätig war, Mitglied des Landesjugendbeirates, Vorstandsmitglied des Südtiroler Jugendrings sowie aktives Mitglied der Katholischen Jungschar Südtirols. Dort war er im Zuge der Kinderferien in Caorle gemeinsam mit dem im März und im Mai verhafteten Vahrner Klaus Moosburger im Betreuerteam tätig. Das verrät die Homepage der Caritas.

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Entschlüsselt

Forschung: Ötzis DNA-Bibliothek liegt nun vor.

(ji) Während das Archäologiemuseum nach „witzigen Ötzi-Souvenirs“ sucht, forscht man anderswo an wissenschaftlichen Aspekten der Mumie aus dem Eis. Der Eurac ist gemeinsam mit der Universität Tübingen und einem Bioinformatik-Unternehmen ein Durchbruch gelungen: Ötzis Erbgut ist entschlüsselt. Bereits in einem Jahr – pünktlich zum 20-jährigen „Fund-Jubiläum“ – sollen die Daten weitgehend analysiert sein und Erkenntnisse über die Gene der 5.000 Jahre alten Eismumie im Vergleich zur heutigen Alpenbevölkerung vorliegen.

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Mehr Geld für Cappello

Meran: Die Thermen sorgen wieder für negative Schlagzeilen.

(doc) Sieht man sich die Bilanz 2009 der Therme Meran AG an, kann man leicht eine Gänsehaut bekommen: Der Verlust zulasten der Steuerzahler beträgt 9,3 Millionen Euro (!) – und das, obwohl die Zinsen von 4,3 auf 1,8 Millionen Euro zurückgegangen sind (die Zinssätze sind derzeit niedrig, sonst wäre der Verlust noch höher). Gleichzeitig genehmigten sich Präsident Andreas Cappello und sein Vize Roberto Ragazzi ein höheres Gehalt: Cappello kommt nun jährlich auf Brutto 42.000 Euro (bisher 10.000 Euro), Ragazzi auf 14.000 Euro (bisher nur Sitzungsgeld). Grünen-Gemeinderätin Cristina Kury ist empört: „Das geht doch auf keine Kuhhaut mehr.“ Möglich ist...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Theiners Herausforderung

Sanität: Die klinische Reform geht in Phase zwei.

(aa) Wenn Richard Theiner in diesen Tagen über die Klinische Reform spricht, klingt das immer auch ein bisschen bedrohlich. Dabei will der Gesundheitslandesrat wohl eigentlich das Gegenteil, nämlich die Bevölkerung beruhigen. Also sagt er beispielsweise: „Wenn wir die notwendigen Veränderungen nicht einleiten, wird es in wenigen Jahren im Südtiroler Gesundheitswesen zum Abbau von Leistungen kommen müssen. Und genau das wollen wir durch die Reform vermeiden.“ Die Grundsätze der Reform wurden nun von der Landesregierung genehmigt. Innerhalb von 90 Tagen muss die Führung des Sanitätsbetriebes konkrete Maßnahmen für die Verwirklichung der Reform vorstellen. Selbst ein Bild machte sich Theiner noch...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: „Überflüssige Dinge“

Mauro Todesco von der Gewerkschaft SGB-Cisl über Sinn und Unsinn von Prestigeprojekten wie das Vineum in Girlan.

ff: Sie setzen sich dafür ein, öffentliche Gelder vornehmlich im Sozial- und Gesundheitswesen einzusetzen und bei Prestigeprojekten wie dem Vineum in Girlan zu sparen ... Mauro Todesco: Ja. Und das ist nicht das einzige Projekt, für das viel Geld aus dem Fenster geschmissen wird. Für die öffentlich Angestellten bleibt dann kein Geld mehr. Im sozialen Bereich haben wir große Probleme, für die wir uns mehr Unterstützung als bisher erhoffen. Wofür müsste man mehr Geld ausgeben, wo sparen? Wir verstehen ja, dass gespart werden muss. Wir finden es aber absurd, dass genau dort die öffentlichen Mittel...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Kein Genuss

Latsch: Im Tourismusverein Latsch-Martell ist ein offener Kampf zwischen den Touristikern ausgebrochen. Zum Nachteil für das ganze Dorf.

(ml) „Genussregion Latsch – Martelltal“ heißt es schön auf der Homepage des Tourismusvereins Latsch-Martell. Doch genüsslich ist bei den Verantwortlichen der Mittelvinschger „Ferienregion“ so gut wie gar nichts mehr. Schon seit geraumer Zeit bekriegen sich zwei gleichstarke Fraktionen rund um den noch amtierenden Präsidenten Hansjörg Dietl und seinen Gegenkandidaten Georg Pirhofer. Letzterer wirft Dietl vor, für die prekäre Situation in der Vereinskasse und den Rückgang der Nächtigungen verantwortlich zu sein. Auch habe sich Dietl unrechtmäßig in seinem Amt als Präsident bestätigen lassen. Eine Sichtweise, die man auch im Tourismusassessorat des Landes teilt. Für Dietl selbst, der von den Martellern...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Unerwarteter Abgang

Meran: Die „Forst“ zieht sich aus der Meran Mais AG zurück. Und will ein Zeichen setzen.

(ml) Für die Betreiber des Meraner Pferderennplatzes kam die Nachricht aus heiterem Himmel: Cellina von Mannstein und Gerhard Comper, die für die Bierbrauerei „Forst“ bislang im Verwaltungsrat der Meran Mais AG saßen, legen ihr Mandat zurück. Offiziell aus persönlichen Gründen, inoffiziell, weil die „Forst“, die 27 Prozent an der Betreibergesellschaft hält, wohl ein „Zeichen des Protestes“ setzen will. Alljährlich überweist die „Forst“ als Hauptsponsor des Pferderennplatzes rund 100.000 Euro. Doch schon seit Jahren wird die dringend notwendige Sanierung der Strukturen auf Italiens schönstem Pferderennplatz ein ums andere Mal hinausgeschoben. Zwar hat der Staat fast zwei Millionen Euro bereitgestellt, doch...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Provisorium auf Dauer

Schlanders: Der LKWMarmorabtransport über Göflan dauert an. Weil die Verhandlungen mit den Betreibern der Schrägbahn gescheitert sind.

(ml) „Ich bin es leid.“ Der Göflaner Bergbauer Josef Gurschler bangt wegen des seit Jahren andauernden Marmor-Abtransportes entlang seines Biohofes „Tafratz“ um seine Existenz. Seine Wiesen sind durch den LKW-Verkehr mit einer dicken Staubschicht überzogen. Seit etlichen Jahren schon wird der Abtransport des im Wandlbruch gebrochenen Marmors oberhalb Göflan per „provisorischer Fahrgenehmigung“ über eine Forststraße geregelt. Und alle Jahre wieder erfährt das Provisorium eine Verlängerung durch den Landeshauptmann. Seit vorvergangenem Jahr herrscht zwischen den Betreibern des Göflaner Wantlbruchs und des Laaser Weisswasserbruchs so etwas wie ein Burgfrieden, weil mit Burkhard Pohl in Göflan und der Lechner Marmor AG in...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: Zugpferd Tourismus

Wirtschaft: Die vergangene Wintersaison hat laut Astat für Südtirol 2,3 Millionen Ankünfte und 11,2 Millionen Übernachtungen gebracht. Ein Rekord.

(ml) Die Touristiker können zufrieden sein. So ist die Anzahl der Ankünfte – gemessen am Zeitraum des Vorjahres – im vergangenen Winterhalbjahr 2009/10 um 2,7 Prozent gewachsen; das entspricht der Zahl von 2,3 Millionen Ankünften. Auch die Zahl der Übernachtungen, die im Winter 2008/09 einen Rückgang von 1,2 Prozent verzeichnet hatte, ist gewachsen – um satte 2,1 Prozent. Insgesamt wurden 11,2 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das ist das bisher beste Ergebnis, das das Tourismusland Südtirol aufweisen kann. Die Daten des Landesinstitutes für Statistik (Astat) zeigen zudem, dass sich die Tendenz zu immer kürzeren Aufenthalten mittlerweile durchgesetzt hat. Am stabilsten haben...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Panorama: „Nicht dramatisch“

Bahn: Der BBT wird laut italienischem Ministerium um eine Milliarde Euro teurer als bisher geschätzt.

(doc) „Die Steigerung der Kosten“, erklärte Mauro Fabris gegenüber dem Corriere dell’Alto Adige, „ist nicht dramatisch.“ Fabris ist der für den Brennerbasistunnel (BBT) zuständige Kommissar der römischen Regierung. Vergangene Woche musste er einräumen, dass die bisher veranschlagten Kosten von 7,15 Milliarden Euro für den Bau der Tunnelröhre wohl doch nicht ausreichen werden. Es brauche dafür genau eine Milliarde Euro mehr – insgesamt 8,15 Milliarden Euro. Grund für die schwindelerregenden Mehrkosten (+14 Prozent) seien laut Fabris einerseits die Umweltauflagen, die Österreich für den Tunnel gemacht hat. Und andererseits simple Preissteigerungen, die es zwischen 2008 und 2010 gegeben hat. Da sich...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Protokoll: Weniger Babys

Genau 5.232 Babys erblickten im Jahr 2009 in Südtirol das Licht der Welt. Das sind um 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr – und nur 10,4 Lebendgeborene je 1.000 Einwohner. So niedrig war der Wert noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen der amtlichen Statistik. Eine Südtirolerin bringt durchschnittlich 1,55 Kinder zur Welt und ist dabei 31 Jahre alt. 43,7 Prozent der Mütter sind unverheiratet. Dies hat das Landesstatistikinstitut Astat erhoben.

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Protokoll: Grünes Licht für Hotelzone

Das Land hat grünes Licht für die Hotelzone auf den Kojawiesen oberhalb von Brixen erteilt. Dort wollen nun die St. Ulricher Hoteliers Klaus und Andreas Sanoner ein Fünfsternehaus errichten.

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Protokoll: Hotel Emmy zu

Zehn Jahre alte Essensvorräte und sieben schwarz Beschäftigte im Völser Hotel Emmy haben zur Schließung des Viersternehauses geführt. Das Hotel hatte in der Vergangenheit wegen Überschuldung mehrmals versteigert werden müssen.

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Steger & das Gesetz

Landtagspräsident Dieter Steger (SVP) sitzt auf einem Schleudersitz. Ausgelöst werden kann dieser mit einer Klage. Warum tut es keiner?

Es sind noch 49 Monate bis zur Landtagswahl. Wie es ausgeht, ist freilich noch ungewiss. Dieter Steger will die Zeit bis dahin nicht ungenutzt verstreichen lassen. Es sei sinnvoll, wenn der Landtagspräsident die Initiative ergreife, sagt er und meint sich selbst. Es geht um das Wahlgesetz – wieder einmal. Seit neun Jahren feilschen die Parteien im Lande um diese große, entscheidende Reform. Gescheitert ist sie nicht allein am fehlenden Konsens der Parteien. Einig war man sich auch SVP-intern nie. Nun, nach dem Urteil des römischen Kassationsgerichtshofes in Sachen Unwählbarkeit des SVP-Abgeordneten Christian Egartner (ff hat berichtet), mahnt man quer...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Delikater Gast

Die Landespolitik will dem maroden Vinschger Tourismusverband Beine machen. Mit einer Zwangsbeglückung.

Eingeladen waren sie alle. Und nahezu alle Bürgermeister der 13 Vinschger Gemeinden waren der ungewöhnlichen Einladung ins Touristik-Assessorat des Landes auch gefolgt. Auf der Tagesordnung des sonderbarerweise höchst verschwiegenen Treffens stand die Power-Point-Präsentation eines Touristikfachmannes und eine „Ansage“ durch Touristiklandesrat Hans Berger. Ihr sinngemäßer Inhalt: Man könne nicht alljährlich öffentliche Gelder in den Vinschger Tourismus und seinen Verband pumpen, „ohne dass dabei etwas herauskommt“. Es sei höchst an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Wie diese Nägel im Detail aussehen, das durfte den Bürgermeistern schließlich Bergers Touristikfachmann verklickern. Dass sich der Landesrat ausgerechnet die Vinschger Gemeindechefs...

mehr...

Übrigens:
Abonnenten lesen mehr!

Mehr als 100 Wörter, und natürlich zusätzliche Inhalte, Interviews, Hintergründe.

Land der Namen

Eine Woche führten die Regierung in Rom und die Südtiroler Landesregierung Krieg mit Worten. Es ging um einsprachige Schilder und darum, aus Namen politisches Kapital zu schlagen.

Ist mir wurscht“, hat Landeshauptmann Luis Durnwalder gesagt. Und gemeint, sagt er wenigstens. „Me ne frego“, heißt es auf Italienisch, wörtlich übersetzt. Und dennoch klingt es nicht so niedlich wie auf Deutsch. Es klingt mehr nach: „Ihr könnt mich“ oder „Rutscht mir doch den Buckel runter“. „Me ne frego“ sangen auch die faschistischen Schlägertrupps in den 1920er Jahren. Was der Landeshauptmann natürlich nicht wusste, als er meinte, dass ihm die Abmahnung von Regionenminister Raffaele Fitto „wurscht“ sei. Im Umgang mit Sprache ist Vorsicht geboten, besonders in Südtirol. Sprache ist eine politische Angelegenheit, Zweisprachigkeit (auf öffentlichem Terrain gesetzlich geboten)...

mehr...