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Aus ff 21 vom 26. Mai 2016

„Beide Seiten gewinnen“

Graziano Delrio ist einer der wichtigsten Minister im Kabinett Renzi. Im Interview mit ff erklärt er, warum Südtirol in Rom so gehätschelt wird.

ff: Die Diskussion rund um den Zaun am Brenner hat die Beziehungen zwischen Österreich und Italien stark belastet. Können Sie Ihre österreichischen Kollegen verstehen, wenn sie ihre Grenzen schließen wollen, um die Flüchtlingsströme unter Kontrolle zu bringen? Graziano Delrio: Ich verstehe nicht, wie man Grenzbarrieren in Betracht ziehen kann. Allerdings kann ich verstehen, dass man an den Grenzen mehr Kontrollen durchführen will. Dieses Verständnis schließt aber die Selbstverständlichkeit mit ein, dass es eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Staaten geben muss. Fakt ist, der Brenner ist ein Symbol des geeinten Europa und damit ein Symbol dafür, dass die Gegensätze...

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Vom Flüchtling zum Retter der Nation

Mit einem Nichts von 31.026 Stimmen Vorsprung gewinnt der Grüne Alexander Van der Bellen die österreichische Bundespräsidentenwahl. Wer ist dieser Mann?

Vierzehn Jahre ist es her, dass Alexander Van der ­Bellen erstmals im Gespräch für einen Spitzenjob in der österreichischen Politik war. Die Rückblende auf jenes Jahr zeigt, wie schwer Fehleinschätzungen in der Politik wiegen. „Hätten wir doch damals anders entschieden“, klopfen sich heute noch ÖVP-Politiker an die Brust. Bei der Nationalratswahl 2002 holte die ÖVP unter dem damaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel 42,3 Prozent der Stimmen. Schüssel ließ sich mit der Regierungsbildung sehr lange Zeit. Mal war von einer großen Koalition die Rede, mal von einer schwarz-grünen-Regierung. Die 17 Sitze der Grünen hätten gemeinsam mit den 79 ÖVP-Sitzen für eine...

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Die Brücke bis 2020

Renzo Caramaschi, der neue Bozner ­Bürgermeister, muss jetzt eine Mehrheit im ­Gemeinderat finden. Scheitern ist verboten: Sonst wäre die Bozner ­Politik endgültig unglaubwürdig.

79.059 Menschen waren am Sonntag, 22. Mai, berechtigt, in Bozen einen neuen Bürgermeister zu wählen, 37.191 Männer, 41.868 Frauen. 32.587 Menschen haben von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das sind 41,22 Prozent. Der neue Bürgermeister heißt Renzo Caramaschi, der Kandidat von Mitte-links, unterstützt von PD, Lista Caramaschi, Die Linke und Südtiroler Volkspartei – auch die Grünen hatten dazu aufgerufen, ihn zu wählen. Caramaschi bekam  17.045 Stimmen (55,27 %), zehn Prozent mehr als sein Gegner Mario Tagnin (13.792 Stimmen, 44,73 %), Kandidat von Mitte-rechts, unterstützt von Lega Nord und Uniti per Bolzano (Alto Adige nel cuore, Forza Italia, Unitalia). Renzo Caramaschi,...

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Herr der Lifte

Eine Karriere wie im Bilderbuch: Der Südtiroler Thomas Pichler arbeitete sich vom Sommerpraktikanten zum Geschäftsführer der internationalen Doppelmayr­ Seilbahnen hoch.

Die Zentrale eines Weltkonzerns stellt man sich anders vor: weitläufiger, glänzender, mondäner. Stattdessen trifft man auf gedrungene Giebelhäuser mit gelben Jalousien und rotbraunen Dachziegeln. Ein kleiner Bach rauscht vorbei, die Gassen sind eng, die Parkplatzsuche gestaltet sich schwierig. Beim Seilbahnbauer Doppelmayr im Vorarlberger Örtchen Wolfurt liebt man es bodenständig. Beinahe 125 Jahre gibt es das Unternehmen nun schon, die Tradition kann man hier fast in jedem Winkel greifen. Trotzdem ist Doppelmayr ein Konzern im Hier und Jetzt. Der Weltmarktführer im Seilbahnbau beschäftigt 2.550 Mitarbeiter und setzt rund 800 Millionen Euro im Jahr um. An der Spitze von Doppelmayr...

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Ins Wasser gefallen

Die Energieunternehmer Hellmuth Frasnelli und Karl Pichler gehen mit Südtirols politischer Führung der vergangenen Jahre hart ins Gericht: Mindestens 15 Gemeinden wären heute ihre Geldsorgen los – hätte die Landesregierung damals ihre Kraftwerksprojekte genehmigt.

Das Büro von Karl Pichler liegt in der engen Gerbergasse in Bozen. Hier hat die Eisackwerk GmbH ihren Sitz, Pichler ist einer ihrer beiden Eigentümer. Gemeinsam mit Hellmuth Frasnelli mischte er in den vergangenen Jahren die Südtiroler Energiebranche gehörig auf. Heute gehören Pichler und Frasnelli die Großkraftwerke in Mühlbach und St. Anton bei Bozen. Es war ein langer Kampf, den sie führten, ein Abnutzungskampf, bei dem sie einen langen Atem bewiesen. Und sie haben noch lange nicht fertig. Vor dem Bozner Landesgericht läuft derzeit der Prozess „Stein an Stein 2“, in dem die Eisackwerk GmbH als geschädigte Partei...

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Panorama: Brisantes Verfahren

Sparkasse: (nd) Wie von ff angekündigt, will der neue Verwaltungsrat der Sparkasse den alten Verwaltungsrat für die finanziellen Verluste vor Gericht verantwortlich machen. In einem Dossier wird die Vorgehensweise aufgeschlüsselt. Demnach sollen der Mitgliederversammlung vier Beschlüsse vorgelegt werden. Im ersten wird darüber abgestimmt, ob gegen den Exekutivrat, der von 2007 bis 2014 im Amt war (Präsident Norbert Plattner, Vize Enrico Valentinelli sowie Gerhard Gruber, Maria Niederstätter und Walter Außerhofer) Schadenersatzklagen eingereicht werden sollen. In den weiteren Beschlüssen wird gefragt, ob auch gegen den ehemaligen Verwaltungsrat, den ehemaligen Aufsichtsrat und den ehemaligen Generaldirektor Peter Schedl vorgegangen werden soll. Die...

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Panorama: Bizzo geschluckt, Widmann gefeiert

Landtag: (nd) Am Montag dieser Woche ist im Landtag etwas passiert, was bis vor Kurzem als unmöglich galt. Erstens: dass die traditionell für politische Scharmützel genutzte Rochade, die bei Halbzeit der Legislatur an der Spitze des Landtages notwendig ist, rekordverdächtig rasch über die Bühne ging. Zum neuen Präsidenten gewählt wurde wie erwartet Roberto Bizzo vom Partito Democratico. Die Gegenwehr vonseiten der Opposition war bescheiden. Zur eigentlichen Überraschung wurde die Wahl von Thomas Widmann zum Vizepräsidenten. Der SVP-Politiker und ehemalige Landesrat galt lange Zeit nicht gerade als großer Freund der Institution Landtag. Als es für ihn keinen Platz in...

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Panorama: Die Zeit ist abgelaufen

Neuro-Reha: (bh) Leopold Saltuari leitet die Abteilung für Neuro-Reha am Krankenhaus Sterzing – ohne Vertrag. Jetzt droht er damit, hinzuschmeißen. ff: Ende der Woche wollen Sie weg sein aus Sterzing? Leopold Saltuari: Wenn sich niemand von der Landesregierung bei mir meldet, ist Ende der Woche die Zeit abgelaufen. Wann haben Sie das letzte Mal mit dem Landeshauptmann gesprochen? Im Herbst vergangenen Jahres hatten wir ein gutes, konstruktives Gespräch. Ich habe damals angemahnt, dass eine Erweiterung der Neuro-Reha in Sterzing dringend notwendig ist und dass ich es nicht für nötig halte, dass die Einrichtung nach Brixen umzieht. Der Landeshauptmann...

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Panorama: Malser Niederlage

Pestizid-Referendum: (gm) Gut zwei Jahre hat es gedauert, jetzt hat das Landesgericht Bozen über die Zulässigkeit des Referendums über die Ausbringung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in Mals entschieden.  Im Sommer 2014 befürworteten zwei Drittel der Malser das Verbot von Pestiziden und Herbiziden. 140 Bürger der Gemeinde legten daraufhin gegen das Referendum Rekurs ein. Die Gemeinde sei, so eines der Argumente, für die Materie nicht zuständig. Gestützt wurde ­diese Rechtsmeinung ­von Gutachten der Staatsadvokatur oder des Regierungskommissariats. Jetzt hat das Landesgericht das Referendum in Bausch und Bogen verworfen: Das „Promotorenkomitee für eine pestizidfreie Gemeinde Mals“ habe kein Recht auf die...

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Panorama: 31.026

Zahl der Woche: Den Begriff „arschknapp“ nahm sogar Alexander Van der Bellen in den Mund, seines Zeichens neuer österreichischer Bundespräsident. Knapp ging es tatsächlich her in der Stichwahl am Sonntag: Ausschlaggebend für Van der Bellens Sieg gegen Norbert Hofer waren die Briefwähler – die letztendlich für den Minivorsprung von 31.026 Stimmen sorgten.

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Panorama: Durnwalders Albinos

Landesfischzucht: (doc) Die Albinos von Bachsaiblingen sollten eine Überraschung für Altlandeshauptmann Luis Durnwalder sein. So erklärte es Peter Gasser, Leiter der Landesfischzucht in Meran, zwei Mitarbeitern dieses Magazins im Dezember 2014. Heute möchte Gasser davon nichts mehr wissen. In einer Antwort an den Freiheitlichen Walter Blaas, die Gasser für Landesrat Arnold Schuler vorbereitet hat, steht, die Albinos seien nicht als Überraschung für Durnwalder gedacht gewesen. Vielmehr seien die Albinos „zufällig entstanden“, und zwar beim Schlüpfen von etwa 300.000 Eiern. Diese Fische wollte man nicht einfach vernichten, also habe man sie aufgezogen. Diese Argumentation findet Andreas Riedl vom Dachverband...

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Panorama: Affäre Saslong

Justiz: (nd) Der ehemalige Bürgermeister von St. Christina, Eugen Hofer, Bauunternehmer Alois Rabensteiner und Ezio Prinoth, seines Zeichens Hotelbesitzer und zugleich Präsident des dortigen Tourismusvereins, müssen sich vor Gericht verantworten. Staatsanwalt Giancarlo Bramante hat zwei Jahre lang ermittelt und glaubt jetzt, genügend Beweise für schwere Vergehen gesammelt zu haben. Konkret wirft Bramante Hofer erschwerten Amtsmissbrauch vor. Es geht, wie ff-Leser wissen, um das Smarthotel: Anstatt der genehmigten 50 sind 56 Zimmer verwirklicht worden. In einem Verhör soll Prinoth zu Protokoll gegeben haben, dass der Bürgermeister von diesen „Geisterzimmern“ wusste und ihm geraten habe, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, bevor –...

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