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Aus ff 31 vom 31. Juli 2014

Ungute Geschichte

Die EU stoppte den Geldfluss in den Europäischen Sozialfonds (ESF) des Landes vor mehr als einem Jahr. Landeshauptmann Arno Kompatscher reagiert jetzt – und bricht damit eine Diskussion über „ein zweifelhaftes System“ vom Zaun.

Manchmal genügen wenige Worte, um einen Sturm der Entrüstung loszubrechen. Landeshauptmann Arno Kompatscher ist seit Dienstag vergangener Woche um diese Erkenntnis reicher. Auf der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung hatte er bekannt gegeben, dass es Probleme beim Europäischen Sozialfonds (ESF) des Landes gebe. Man habe jetzt jedoch die von der EU gemachten Vorgaben umgesetzt und die Kontrollen bei der Auszahlung der Gelder neu geregelt. „Leider“, sagte Kompatscher außerdem, „können wir bestimmte Beitragszusagen nicht erfüllen und müssen ­bereits ausgezahlte Gelder zurückfordern.“ Dieser Satz genügte, um eine Diskussion über „ein zweifelhaftes System“ vom Zaun zu brechen. Haben Südtirols Verbände...

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Skandal um Rosi

Sie habe keine Fehler gemacht und nichts Unrechtes getan. Trotzdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Rosa Thaler.

Nebel trübt ihren Blick, ihre Augen sind gerötet, in der Hand hält sie ein zerknülltes Taschentuch. Und dann geht es auch schon los, das Interview, das die Sonntagszeitung Zett mit Rosa Thaler führt: „Frau Thaler, wie geht es Ihnen?“, „Wie empfinden Sie die Lage derzeit?“, „Ihr größter Wunsch?“ … Endlich kann sich Rosa Thaler, gewesene Regionalratspräsidentin, den Frust von der Seele reden. In den vergangenen Monaten hatte sie eisern geschwiegen, das Telefon hatte sie nicht abgenommen, gelegentlich antwortete sie auf SMS. Tags darauf, am Montag dieser Woche, gibt Thaler im Beisein ihres Anwalts Paolo Fava noch ein Interview auf...

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Michaela und Ich

Dass Politiker über ihr Leben und ihre Karriere schreiben, ist nicht ungewöhnlich. Der literarische Wert dieser Arbeiten darf aber bezweifelt werden. Jüngstes Beispiel: das Buch von Michaela Biancofiore. Sie schwärmt darin von sich selbst – und von Silvio Berlusconi.

Schlagen wir doch bitte einmal die Seite 257 auf, das ist so weit hinten im Buch, dass Michaela Biancofiore uns längst zum Voyeur ihres Exhibitionismus gemacht hat. Wir beginnen mit der Stelle oben rechts, über die man fast drüberlesen würde, so vollgeplaudert ist man da schon. Biancofiore­ schreibt: „Nur wer ihn nicht kennt, kann glauben, er habe es ­nötig, eine Frau für Sex zu bezahlen. Er ist ein geborener Er­oberer. Ich kenne Tausende von Frauen, die dafür bezahlen würden, mit ihm ins Bett zu gehen. Er hat Charisma, ist sympathisch, romantisch, freundlich und großzügig – Eigenschaften, nach denen Frauen...

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Sommergespräch: „Ich motiviere nur“

Oswald Zuegg, Chef des gleichnamigen Marmeladeherstellers, ist vor 20 Jahren unter großer Kritik aus Südtirol abgewandert, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im ff-Sommergespräch meint er jedoch: „Wachstum um seiner selbst willen ist kein Ziel.“

Oswald Zuegg steht im Garten des Hotels Laurin und erwartet seine Gesprächspartner. Er ist bereits eine Stunde vor dem vereinbarten ff-Termin nach Bozen gekommen. Er hat sich Zeit genommen, ein „paar Jugenderinnerungen aufzufrischen“, wie er sagt. Also ist er am Franziskanergymnasium vorbeigestreift, wo er zur Schule gegangen ist, durch die Lauben geschlendert ... Zuegg, einst Präsident des Südtiroler Unternehmerverbandes, wohnt und arbeitet schon lange nicht mehr im Lande. Er ist mit seinem gleichnamigen Marmelade-Unternehmen schon vor rund zwei Jahrzehnten von Lana nach Verona ausgewandert. Sein Unternehmen ist heute ein kleiner Konzern mit Standorten in sechs Ländern. ff:...

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In der Datenfabrik

Das Landesinstitut für Statistik mauserte sich zum eifrigsten Buchdrucker Südtirols. Ist es wirklich sinnvoll, jedes Jahr alles zu zählen und zu jedem Detailthema eine eigene Publikation herauszubringen?

Einem Silvius Magnago waren die Zahlen immer suspekt. „Da kann man alles Mögliche herauslesen und hineininterpretieren“, pflegte der Landeshauptmann seine Beamten zurechtzuweisen, die ihn auf „die zunehmende Bedeutung der Statistik“ aufmerksam machten. Das war in den Siebzigerjahren. Damals schien in der knappen Liste der Südtiroler Landesämter noch kein Landesinstitut für Statistik (Astat) auf. Der Trend war freilich nicht aufzuhalten. Als es darum ging, die große Volkszählung 1981 durchzuführen, lautete die Alternative: Rom oder Bozen – wer soll dafür zuständig sein? Das leuchtete dem skeptischen Landeshauptmann dann doch ein. Mit Durchführungsverordnung zum Autonomiestatut wurde also 1978 die Zuständigkeit für die...

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Panorama: Familie

Einkommen: ff: Sie haben sich die Familien-Förderungen und deren Auswirkungen auf die Einkommens- und Rentensituation angeschaut. Wie sind die Ergebnisse? Georg Lun: Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Familienförderungen in Südtirol mit mitunter komplizierter Regelungen, die sich teilweise widersprechen. Die Politik wäre hier gefordert, das Beitragswesens zu reformieren, da sich die Ansuchen für die Familien als sehr komplex erweisen. Wie sieht es momentan aus? Wir haben 40.000 Euro als Bruttojahreseinkommen eines jungen Paares angenommen –  in etwa das Einkommen von für Berufseinsteigern. Dann haben wir geschaut, was passiert, wenn ein Kind in die Familie kommt. Es...

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Panorama: Renzis heißer Sommer

Italien: (nd) An den Temperaturen liegt es nicht. Dass Regierungschef Matteo Renzi derzeit arg ins Schwitzen kommt, liegt am heißen politischen Klima in Rom. Wie vor ff-Redaktionsschluss durchsickerte, kann der Fahrplan, den sich Renzi für die Verfassungsreform vorgenommen hat, nicht eingehalten werden. Da sind zum einen tausende an Abänderungsanträgen, mit denen die Opposition diesen „Anschlag auf die Verfassung“ (Beppe Grillo) vereiteln will. Aber da ist auch die Kritik aus den eigenen Reihen: Teile des Partito Democratico sind mit der Abschaffung des Senates nicht einverstanden. Am Dienstag zeichnete sich ein „Kompromiss“ ab. Renzi zeigte sich einverstanden mit dem Vorschlag, die...

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Panorama: SOS Zelger

Parlament: (doc) „Dieser Abänderungsantrag“, sagt Florian Kronbichler, „hatte Vor- und Nachnamen.“ Und zwar jenen von Hans Zelger, seit zwei Jahren Staatsrat in Rom. Der SVP-Mann Zelger hat eine lange Karriere hinter sich: Bürgermeister von Deutschnofen, Gemeindenpräsident, Verwaltungsrichter – und seit 2012 Staatsrat. Nun möchte Regierungschef Matteo Renzi die öffentliche Verwaltung verjüngen, dafür lässt er die Altersgrenze der Staatsräte auf 70 Jahre herunterfahren. Diejenigen, die darüber sind, müssen Ende 2015 abtreten. Hans Zelger ist vor zwei Jahren 70 geworden, aber er hätte noch Lust in Rom zu bleiben. Also starteten die SVP-Parlamentarier einen Rettungsversuch. Mittels Abänderungsantrag wollten sie Zelgers...

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Panorama: In der Kreide

Steuern: (ak) Der Berg ist 475 Milliarden Euro hoch – das ist etwa ein Fünftel der gesamten Staatsschulden. So hoch stehen die italienischen Steuerzahler beim Fiskus zum 31. Dezember 2013 in der Kreide. Von diesen 475 Milliarden Euro sind vermutlich 25 Prozent nicht eintreibbar. Der Grund dafür sind meistens Firmenpleiten. Diese Zahlen veröffentlichte das Wirtschaftsministerium.
Für jeden italienischen Steuerzahler ergibt sich eine durchschnittliche Steuerschuld von 12.000 Euro.
In der Region Trentino-Südtirol beläuft sich die durchschnittliche Schuld auf 3.880 Euro. Den höchsten Wert weist das Latium mit 21. 600 Euro auf.

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Panorama: Befreiungsschlag

Landesgesellschaften: (nd) Die Entscheidung steht: Am Dienstag hat die Landesregierung beschlossen, aus Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG), Business Location Südtirol (BLS), Innovationcenter (TIS) und Export Organisation Südtirol (EOS) eine einzige Gesellschaft zu bilden. Das Ziel, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher, sei es, „Effizienz und Einsparungen zu erzielen“. Der schwierigere Teil der Operation steht freilich erst bevor: Jetzt geht es darum, „in Absprache mit den Wirtschaftsverbänden“ die Details zu definieren. Die heikelsten Fragen: Wer wird Direktor, wer Präsident dieser neuen Mega-Gesellschaft? Was passiert mit den Direktoren und Präsidenten der aufgelösten Gesellschaften? Wo wird die Gesellschaft ihren Sitz haben?

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Panorama: Geklärt

Passeier: (doc) Pascal Wehrlein fuhr zu schnell, hielt zu wenig Abstand und krachte in zwei Menschen. Der deutsche Rennfahrer trägt die Hauptschuld am Unfall, der sich am Rande des Trainingslagers der deutschen Nationalmannschaft in Passeier ereignete. Das ergaben die Ermittlungen der Bozner Staatsanwaltschaft. Die Schuldfrage ist geklärt, auch wenn Oberstaatsanwalt Guido Rispoli einem Opfer eine Mitschuld anlastet. Ein deutscher Urlauber war an jenem 27. Mai auf die abgesperrte Strecke gelaufen, ein Streckenposten hatte vergeblich versucht, ihn zurückgehalten. Als Formel-1-Star Nico Rosberg, der mit von der Partie war, bremste, musste der hinter ihm fahrende Wehrlein ausweichen. Wehrlein sei auf der...

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