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Aus ff 31 vom 31. Juli 2008
Wer sind hier die Trolle?
„Mein Leben bei den Trollen“, Teil 2: Letzte Woche brachte ff einen Auszug aus der Erzählung von Hellmut von Cube. Was man auf dem Finailhof über das Buch denkt und wer sich hinter den Trollen verbirgt.
Das glasklare Blau des Vernagter Stausees im Auge, Bergluft und Blumenwiesenduft in der Nase, der Klang des Ziehharmonikaspiels im Ohr. Deutsche Wanderer, die bei Brettljause, Kaiserschmarrn und kühlem Bier auf den Holzbänken im Garten sitzen. Nur der Plasmafernseher an der Wand der alten Bauernstube vermag die Idylle wie aus einem Heimatfilm abzuschwächen. Auf dem Finailhof im Schnalstal hat sich in den letzten 60 Jahren wenig verändert. Vier Generationen leben auf 1973 Metern Höhe zusammen. Der höchste Kornhof Europas ist Buschenschank und Bergbauernhof. Gastfreundschaft wird großgeschrieben. Schon Herzog Friedrich mit der leeren Tasche versteckte sich hier auf der Durchreise. Sein Besteck …
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Aus ff 29 vom 17. Juli 2008
Tirol und die Freiheit
Universitätsprofessor, Politiker und Anwalt Südtirols gegen den Faschismus – vor 50 Jahren starb Eduard Reut-Nicolussi. Er gehört neben Kanonikus Michael Gamper und Karl Tinzl zu den herausragenden Südtiroler Politikern der Zwischenkriegszeit.
Eduard Reut-Nicolussi wurde 1888 als Sohn eines Volksschullehrers aus der deutschen Sprachinsel Lusern im Trentino geboren. Seine Herkunft sollte auch später immer wieder Einfluss auf seine Haltung gegenüber dem Trentino nehmen.
Er stellte die österreichische Herrschaft über „Welschtirol“ immer in einem sehr positiven Licht dar, stand den Trentinern eher kritisch gegenüber und hatte bis 1918 wenig Verständnis für ihre Autonomie-Forderungen. Später sollte er für die Südtiroler fordern, was er den Trentinern verweigerte: mehr Minderheitenrechte. Er war ein Deutschnationaler und dachte großdeutsch, die Nazis konnten ihn später allerdings nicht in ihr Lager ziehen.
Der Besuch der deutschsprachigen …
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Aus ff 27 vom 03. Juli 2008
Vergessene Pioniere
Dolomiten: Das Buch „Erschließung der Dolomiten“ beschreibt die Geschichte der bleichen Berge, die für Südtirol ein Tourismusmagnet sind. Es war aber nicht immer so.
Im Jahr 2006 verzeichnete das Pustertal über 8 Millionen Nächtigungen. Es ist mittlerweile zur Hochburg des Südtiroler Fremdenverkehrs geworden. Nicht zuletzt kommen die Touristen der Dolomiten wegen. Doch noch im 19. Jahrhundert waren die Dolomiten weitgehend unbekannt. Hans-Günter Richardi, Autor des Buches „Die Erschließung der Dolomiten“, erinnert sich: „Die Dolomiten waren nur ein weißer Fleck auf der Landkarte“.
Bevor sie erschlossen wurden, kamen nur einzelne Fremde in die Gebiete um die bleichen Berge – und nur weil sie Erholung in den Heilbädern suchten. Auch die Einheimischen konnten den Bergen nicht viel Gutes abgewinnen. Sie machten ihnen vor allem …
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Aus ff 25 vom 21. Juni 2008
Das geteilte Tal
Ja, mein Vater hat dreimal optiert, einmal deutsch. Dann hat ihm der Pfarrer aufgeredet, dann hat er wieder italienisch gewählt. Und das ist dann auch nicht gut gegangen. Dann haben wir von den Hiesigen selber kein Sein gehabt. Er hat wieder deutsch gewählt. Die letzte Stunde 39 in Silvester, die Silvesternacht noch, ist der Vater nach Bruneck, deutsch zu wählen.“
Das war die Antwort von Herrn M. aus Gsies auf die Frage, wie sich sein Vater bei der Option entschieden hat. Warum seine Familie von den Hiesigen „kein Sein“ mehr hatte, wollte er nicht sagen. Die Auseinandersetzungen zwischen …
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Aus ff 23 vom 06. Juni 2008
Die geistige Bluttransfusion
Aufbrüche in der Südtiroler Bildungspolitik. Die Anläufe gegen das Tabu Universität in den 60er- und 70er-Jahren. Ein Auszug aus der Festschrift zu zehn Jahren “Freie Universität Bozen”.