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Aus ff 05 vom 02. Februar 2012

Entschärfte Munition

Der Plan für das Dokumentationszentrum unter dem Siegesdenkmal kennzeichnet den Beginn eines neuen Umgangs mit dem Monument. Es ist jedoch ein Weg, der mit vielen Unsicherheiten behaftet ist.

Am 12. Juli 1928 marschierten in Bozen 1.500 Schwarzhemden auf, der italienische König und mehrere Minister des faschistischen Staates gaben sich die Ehre, 60 prominente Südtiroler waren genötigt worden, der Einweihung des Siegesdenkmals beizuwohnen, von dem aus das faschistische Regime den „Anderen“ „Sprache, Künste und Gesetze“ bringen wollte. Es fielen markige Worte, die Helden des Ersten Weltkrieges wurden beschworen, der Fürstbischof von Trient segnete das Monument, mit dem Südtirol noch einmal symbolisch erobert wurde. „Das Siegesdenkmal wurde errichtet, um zu trennen“, schreibt der englische Autor John Foot in seinem Buch „Fratture d’Italia“, „diesen Zweck erfüllt es bis heute.“ „Man...

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